Musikmogul Backstreet-Boys-Erfinder Lou Pearlman stirbt im Gefängnis

Ohne Lou Pearlman hätte es Gruppen wie die Backstreet Boys und 'N Sync nie gegeben, nun ist der amerikanische Musikmogul gestorben - im Gefängnis. Dort saß er eine 25-Jahre-Strafe ab.

Pearlman-Protegés: Die Backstreet Boys (1998)
AP

Pearlman-Protegés: Die Backstreet Boys (1998)


Der amerikanische Musikmogul Lou Pearlman, der Boybands wie 'N Sync und die Backstreet Boys groß herausbrachte, ist tot. Der Manager saß wegen Betrugs im Gefängnis. Dort starb er offenbar schon am Freitag im Alter von 62 Jahren, wie einer Datenbank der Haftanstalt in Texarkana im US-Bundesstaat Texas zu entnehmen ist. Auch US-Medien berichteten über seinen Tod. Die Ursache wurde nicht bekannt.

Justin Timberlake, der frühere Frontmann der Boygroup 'N Sync, reagierte via Twitter: "Ich hoffe, er hat seinen Frieden gefunden. Gott segne ihn, ruhe in Frieden, Lou Pearlman." Auch Ex-'N-Sync-Mitglied Lance Bass würdigte auf Twitter Pearlmans Verdienste. Er möge kein aufrichtiger Geschäftsmann gewesenen sein, schrieb Bass, aber ohne Pearlmans Einfluß "würde ich nicht das tun, was ich heute liebe".

Aaron Carter - wie sein Bruder Nick Carter ebenfalls ein Schützling Pearlmans - twitterte: "...wirklich nicht der beste Geschäftsmann, aber er hat mich entdeckt. Karma existiert wirklich".

Lou Pearlman (2007)
AP

Lou Pearlman (2007)

Pearlman war 2008 wegen Millionenbetrugs zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt worden. Der schillernde Geschäftsmann soll über zwei Jahrzehnte hinweg mit einem gewaltigen Betrugsmodell Anleger und Banken um mindestens 300 Millionen Dollar gebracht haben. Mit gefälschten Papieren und Bankbelegen brachte er sie dazu, in seine Scheinfirmen zu investieren. Big Poppa, wie Pearlman sich von seinen jungen Musikschützlingen gern nennen ließ, bekannte sich teilweise schuldig.

Der für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannte Manager hatte nach den Erfolgen mit 'N Sync und den Backstreet Boys in den Neunzigerjahren später auch Boygroups wie Natural, O-Town und US5 zum Durchbruch verholfen.

gru/dpa



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