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"Männerwirtschaft": US-Serienstar Tony Randall gestorben

Aktivist, Spaßvogel, Serienstar: Tony Randall schrieb mit der Rolle des Felix Unger in der US-Serie "Männerwirtschaft" Fernsehgeschichte. Am Montag ist der amerikanische Darsteller 84-jährig in New York gestorben.

 Darsteller Randall (1974): "Männerwirtschaft" und soziales Engagement

Darsteller Randall (1974): "Männerwirtschaft" und soziales Engagement

New York - Der amerikanische Film- und Fernsehstar Tony Randall, der in mehr als 50 Filmen auftrat und dem deutschen TV-Publikum durch die ZDF-Serie "Männerwirtschaft" aus den siebziger Jahren bekannt ist, starb nach Angaben seiner Agentur am Montag in einer New Yorker Universitätsklinik. Er war 84 Jahre alt und seit längerer Zeit krank. Randall, mit bürgerlichem Namen Leonard Rosenberg, war mit 77 Jahren erstmals Vater geworden. Er hinterlässt eine 50 Jahre jüngere Ehefrau und zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren.

Randall gewann einen Emmy für die Rolle des Fotografen Felix Unger in "Männerwirtschaft" ("Odd Couple"), der auf Neil Simons gleichnamigem Theaterstück basierenden Serie. Die Sitcom lief von 1970 bis 1975, wobei Randall den Preis erst gewann, nachdem die Show abgesetzt worden war. Bei der Preisverleihung witzelte der Darsteller deshalb: "Ich bin so froh, dass ich gewonnen habe. Wenn ich nur einen Job hätte!"

Die Erfolgsserie bezog ihren Charme hauptsächlich aus der Chemie zwischen Randall und seinem Kollegen Jack Klugman als Sportjournalist Oscar Madison, mit dem Randall alias Unger nach der Scheidung ein Appartment teilen muss.

Randall und Ehefrau Heather, 2003 in New York: Ein Stern von Hollywood
AP

Randall und Ehefrau Heather, 2003 in New York: Ein Stern von Hollywood

Zuvor hatte sich Randall als die Figur des "besten Freundes" in zahlreichen Rock-Hudson-und-Doris-Day-Komödien bewährt, darunter "Bettgeflüster" (1959) und "Lover Come Back" (1961). Auch in der Late Night Show von TV-Moderator David Letterman war Randall eine feste Größe: Rekordverdächtige 70 Mal trat er in der Talksendung auf.

In zwei weiteren Serien trat Randall auf: in der "Tony-Randall-Show", in der er einen sperrigen Richter aus Philadelphia mimte, und in "Love, Sidney", in der er als Werbegraphiker einer allein erziehenden Mutter zur Seite stand.

Für seine herausragenden Leistungen als TV-Darsteller erhielt Randall im Jahre 1998 einen Stern auf Hollywoods legendärem Walk of Fame. Überragend war aber auch das soziale und politische Engagement des Darstellers: Er setzte sich für ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen ein, demonstrierte in den achtziger Jahren in Washington gegen Apartheid und sammelte Geld für die Aids-Hilfe.

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