Medien Was denken Sie?

Lügenpresse, Entfremdung, Elfenbeinturm: Die Zweifel an der journalistischen Arbeit sind immer noch hoch. Wir möchten Ihre Meinung erfahren. Schreiben Sie uns und stimmen Sie ab.

Die Presse Deutschlands
imago/ Frank Sorge

Die Presse Deutschlands


In Deutschland ebbt die Lügenpresse-Hysterie wieder ab. Diese gute Nachricht stammt aus einer Studie, die die Universität Mainz vor wenigen Wochen veröffentlicht hat. Ist also alles wieder im Lot, können Journalisten und Medien aufatmen?

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Heft 9/2018
Macht, Gewalt und Rache in der Filmindustrie

Mitnichten. Die Zweifel an der Redlichkeit von Journalisten sind noch immer erschreckend hoch, überall gedeiht der Ärger über die sogenannten Mainstream-Medien. Ein großer Teil der Bevölkerung hat das Gefühl, die eigene Lebensrealität finde sich dort nicht mehr wieder, weil Journalisten der Politik näher seien als den Sorgen und Nöten der Normalbürger.

Diese Entfremdung muss Journalisten Sorge bereiten. Was haben Medien falsch gemacht? Und: Wie lässt sich das Vertrauen wieder herstellen?

DER SPIEGEL möchte wissen, was Sie denken: Über die deutschen Medien, über die Arbeit von Journalisten und die Berichterstattung des SPIEGEL. Was ärgert Sie, was finden Sie gut? Was vermissen Sie? Was müssen wir verbessern?

Bitte schreiben Sie uns unter lesermeinung@spiegel.de.

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insgesamt 104 Beiträge
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Seite 1
nathan.brander 25.02.2018
1. interessen
alle haben ihre interessen - und natürlich berichtet der befallene baum anders über den letzten sommer als die borkenkäferfamilie - obwohl sie über das gleiche/selbe (?) ereignis berichten der baum formuliert aber wahrscheinlich etwas anders gegenüber dem holzfäller als dem umweltschützer ... usw die interessen der einzelnen ("mainstream") medien sind teilweise auch recht untersschiedlich - völlig in ordnung. meist hat es finanzielle hintergründe welche informationen wie publiziert werden (werberkunden, andere interessen der eigentümer der medien) und dass "die springer presse" oder besser die privatwirtschaftliche presse (zB auch spon etc) natürlicherweise nicht gegen "ihre interessen" publiziert ist ja auch in ordnung, auch dass die "linke presse" ihre interessen verfolgt - nachvollziehbar ... wir können ja wählen was wir lesen - aber dass der öffentliche rundfunk, den jeder haushalt mitfinanzieren muss - den anspruch vertritt neutral zu informieren und dies aber nicht tut, ärgert viele sehr.
goethestrasse 25.02.2018
2. Glaubwürdigkeitsverlust
Trotz Informationsschwemme gibt es immer wneiger Medien auf die, ich persönlich, vertraue. Besonders bei SPON ist es mir die letzen Jahres sehr negativ aufgestossen, wie über Themen berichtet wird. Neutrale Fakten werden immer weniger unkommentiert veröffentlicht. Der erste Kanckpuntk war die Änderung im forum, dass man mit Forumsteilnehmern direkt Kontakt aufnehmen konnte, ohne den Umweg des öffentlichen Forums. Zu der einseitigen Berichterstattung kommt, was noch viel schwerwiegender ist, das NICHT-berichten. Das erwckts Mißtrauen. Aber durch ignorieren verschwinden diese Fakten auch nicht ! Möchte man sich neutral informieren, bedarf es zunehmend immer mehr verschiedener Quellen.
m-zmann 25.02.2018
3. Das Problem sind nicht die Lügen - sondern die Lücken!
Lügen haben bekanntlich "kurze Beine", werden rasch aufgedeckt und zwingen bisweilen die Verursacher und Verbreiter zu Richtigstellungen. Oft fallen sie auf den Lügner zurück - "Wer einmal lügt ..." Viel problematischer sind die Lücken. Wer, wie BM De Maizere anlässlich des abgesagten Fußballspieles, Informationen bewußt zurückhält und eine informierte Öffentlichkeit für problematisch hält, verspielt nachhaltig Vertrauen. Zumal viele Menschen "zwischen den Zeilen" lesen können.
RalfHenrichs 25.02.2018
4. Wie SPON das Vertrauen wieder herstellen kann?
Weniger Kampagnen-Journalismus fahren. Journalisten sollten VERSUCHEN objektiv zu berichten und keine Politik zu machen. Man weiß ja, welche Position SPON in bestimmten politischen Feldern hat und so wird auch berichtet - es wird nicht gelogen, aber eben tendenziös berichtet.
stefan.albrecht@virgilio. 25.02.2018
5. Ignoranz verursacht Fehler
Ich denke nicht, dass Journalisten in Deutschland bewusst Falschmeldungen kreieren, sie lügen also nicht aus meiner Sicht. Das Problem ist, dass Berichte immer nur die persönliche Meinung eines Journalisten sind und nie die ganze Wirklichkeit spiegeln können und dass diese Tatsache in Deutschland absolut ignoriert wird. Da geht es dann sehr schnell, dass man von jemandem mit anderer Meinung als "Lügner" bezeichnet wird. In den letzten Jahren ist allerdings immer mehr feststellbar, dass in Berichten der notwendige persönliche Abstand zum Thema fehlt, wo dann die persönliche Meinung der Journalisten zu stark in den Vordergrund drängt und jede Sachlichkeit verlorengeht, wobei die Journalisten sich dabei zusehends von Emotion und Mainstream tragen lassen. Besonders gut sieht man das am Thema Trump. Es vergeht kein(!) Tag, an dem er nicht in den Schlagzeilen ist, auch wenn er gar nichts gesagt oder getan hat. Und da ist schon die persönliche Abneigung vieler und der Mainstream im Vordergrund. Denn, zumindest bis jetzt, hat Trump nicht annähernd den Schaden in der Welt angerichtet, den sein Vorvorgänger George W. Bush in der gleichen Zeit bereits vom Zaun gebrochen hat. Bei Bush scheints normal gewesen zu sein, bei Trump rollen Lawinen von halbseidenen Berichten heran, die sich lesen, als wäre er schon im Gefängnis, wenn irgendein Schriftsteller (der sofort, komischerweise, als zuverlässig eingestuft wird) über ihn von der Latte zieht. Das ist vor allem eines: Kindisch und unprofessionell. Man will sich als großen Kämpfer darstellen, statt über Dinge zu berichten.
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