MDR Karola Wille zur Intendantin gewählt

Da waren es plötzlich drei: Nach Dagmar Reim und Monika Piel hat die ARD ihre dritte Intendantin. Gleich im ersten Wahlgang erreichte Karola Wille die nötige Mehrheit, um zur neuen Chefin des MDR gewählt zu werden. Weniger leicht dürfte es sein, den Skandal-Sender wieder auf Kurs zu bringen.

Von der Stellvertreterin zur Senderchefin: Karola Wille ist neue MDR-Intendantin
DPA

Von der Stellvertreterin zur Senderchefin: Karola Wille ist neue MDR-Intendantin


Leipzig - Der MDR-Rundfunkrat hat die Justiziarin Karola Wille (52) zur neuen Intendantin gewählt. Das meldeten die Nachrichtenagenturen dpa und dapd am Sonntag. Die bisherige stellvertretende Intendantin erhielt im ersten Wahlgang 32 Ja-Stimmen von den 39 anwesenden Mitgliedern. Senderchef Udo Reiter (67) scheidet zum Monatsende aus.

Wille war bisher die Stellvertreterin des Gründungsintendanten. Bei der Sitzung im thüringischen Friedrichroda war sie die einzige Kandidatin. Ihre Amtszeit beginnt am 1. November und dauert sechs Jahre. Sie ist damit nach Dagmar Reim (RBB) und Monika Piel (WDR) die dritte Chefin einer ARD-Anstalt. Gründungsintendant Udo Reiter (67) scheidet Ende Oktober aus. Vor vier Wochen war die Wahl des Chefredakteurs der "Leipziger Volkszeitung", Bernd Hilder, gescheitert.

Die Rundfunkratsmitglieder applaudierten beim Bekanntwerden des Wahlergebnisses. Bei vielen der mehr als 2000 Mitarbeiter des MDR ist sie beliebt und gilt schon länger als "Intendantin der Herzen".

Die gebürtige Chemnitzerin ist seit 1991 bei der Drei-Länder-Anstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. 1996 wurde sie juristische Direktorin, seit 2003 vertritt sie Intendant Reiter. Wille führt für die ARD die Verhandlungen mit den Fernsehproduzenten und ist Mitglied im Digital-Ausschuss von ARD und ZDF. Im MDR leitet sie die Arbeitsgruppe "Digitale Zukunft".

Kritik gab es an ihrer juristischen Karriere in der DDR. Wille studierte in Jena Rechtswissenschaften und promovierte dort; später absolvierte sie noch ein juristisches Fernstudium. Die Honorarprofessorin für Medienrecht an der Universität Leipzig hat eine Tochter.

ore/dpa/dapd



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insgesamt 9 Beiträge
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albert schulz 23.10.2011
1. schwer verständlich
Wieso läuft ausgerechnet der MDR unter "Kultur" ?
materialist 23.10.2011
2. wenn ich das lese ...
Zitat von sysopDa waren es plötzlich drei: Nach Dagmar Reim und Monika Piel hat die ARD ihre dritte Intendantin. Gleich im ersten Wahlgang erreichte Karola Witte die nötige Mehrheit, um zur neuen Chefin des MDR gewählt zu werden. Weniger leicht dürfte es sein, den Skandal-Sender wieder auf Kurs zu bringen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,793497,00.html
Wenn ich lese :Kritik gab es an ihrer juristischen Karriere in der DDR .Soll sie in der DDR eine Karriere als Putzfrau gemacht haben oder wie?
spiegledich 24.10.2011
3. Wer wählt eine Intendatin, die sichtich involviert ist??
Zitat von sysopDa waren es plötzlich drei: Nach Dagmar Reim und Monika Piel hat die ARD ihre dritte Intendantin. Gleich im ersten Wahlgang erreichte Karola Witte die nötige Mehrheit, um zur neuen Chefin des MDR gewählt zu werden. Weniger leicht dürfte es sein, den Skandal-Sender wieder auf Kurs zu bringen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,793497,00.html
Wer wählt eine Intendatin, die sichtich involviert ist?? M. E. alle, denen es egal ist, wer die Beiträge des MDR weiter finanziert.... hauptsache in den eigenen "Kropf" kommt genug Futter...!!! sprich Euronen. Wer stimmt im MRD ab?
Walter Sobchak 24.10.2011
4. .
Wozu also brauchen wir die Quotenregelung nochmal? Frauen kommen doch auch so in voellig ueberbezahlte Fuehrungspositionen.
quark@mailinator.com 24.10.2011
5. Skandal-Sender ?
Also ein Skandal ist mitunter die schlechte Qualität der SPON-Berichterstattung. Den MDR als "Skandal-Sender" zu bezeichnen ist ganz schön frech. Keine Ahnung, was da im Hintergrund dafür gesorgt hat, daß sich SPON so darauf einschießt. In jedem Fall bringt MDR mehr Brauchbares als die meisten die westlichen Landesanstalten, zumindest für mich.
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