Medien Presserat rügt "Bild" und "Welt"

Insgesamt sieben Rügen hat der Deutsche Presserat an Zeitungen und Zeitschriften wegen Verstößen gegen publizistische Grundsätze ausgesprochen. Zwei Abmahnungen kassierte die "Bild"-Zeitung, die "Welt" wurde wegen Schleichwerbung gerügt.


Bonn - Der "Bild"-Zeitung warf der Presserat vor, in einem Bericht über einen Selbstmord in Hannover den Schutz von Betroffenen bei Unglücksfällen und die erforderliche Zurückhaltung bei der Berichterstattung missachtet zu haben. In einem Prozessbericht über den Missbrauch Minderjähriger habe das Springer-Blatt die Persönlichkeitsrechte des Opfers verletzt und noch dazu fälschlicherweise in der Überschrift über einen Freispruch des Täters berichtet und damit gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen.

Das "FHM - For Him Magazine" wurde gerügt, weil es einen Artikel über den Handel mit Leichenteilen in Nigeria "in menschenverachtender Weise bebildert" habe. Die "Leine-Deister-Zeitung", die Zeitschrift "Selber Bauen" und die Tageszeitung "Die Welt" mussten Rügen wegen Schleichwerbung einstecken. Die "Welt" hatte einen ganzseitigen Artikel über den notwendigen Flüssigkeitsausgleich beim Sport veröffentlicht, in dem eine Mineralwasserflasche der Marke Vilsa abgebildet war. Gleichzeitig wurde laut Presserat im redaktionellen Text an zwei Stellen auf das Produkt hingewiesen.



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