Medienkrise "New York Times" macht Millionenverlust

Schrumpfende Werbeerlöse: Die "New York Times", wichtigste Tageszeitung der USA, hat im ersten Quartal 2015 fast 15 Millionen Dollar Verlust gemacht. Eine Steigerung gab es bei den Online-Abos.

Fassade des "NYT"-Verlagshauses in New York: Schwaches Quartal
REUTERS

Fassade des "NYT"-Verlagshauses in New York: Schwaches Quartal


Die New York Times Company kommt zwar im Digital-Geschäft voran, muss aber Verluste und Umsatzschwund verkraften. Im ersten Quartal gingen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent auf 384,2 Millionen US-Dollar (342,6 Millionen Euro) zurück, wie der Verlag am Donnerstag mitteilte.

Weil die Print-Anzeigen weiter wegbrachen, schrumpften die Werbeerlöse um 5,8 Prozent auf 149,9 Millionen Dollar. Die im Internet erzielten Einnahmen legten allerdings um elf Prozent zu. Auch die Zahl der Online-Abos stieg deutlich um 47.000 auf 957.000. Verlagschef Mark Thompson betonte die Erfolge im Digital-Geschäft und sprach von einem "soliden Start" ins neue Jahr.

Von Januar bis März fiel unter dem Strich ein Verlust von 14,3 Millionen Dollar an. Im Vorjahr hatte es noch einen Überschuss von 1,7 Millionen Dollar gegeben. Der Verlag begegnet der Ertragsschwäche mit Sparmaßnahmen. Bereits im Oktober hatte er angekündigt, etwa 100 Stellen im Newsroom zu streichen. Das sind ungefähr 7,5 Prozent der Belegschaft.

sha/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.