Hamburg - Die "Financial Times Deutschland" hätte wohl um ein Haar noch den Besitzer gewechselt. Nach SPIEGEL-Informationen verhandelte das Verlagshaus Gruner + Jahr mit dem Medienunternehmer Michael Maier über den Verkauf des defizitären Blattes.
Der Verlag habe mindestens zwei Verhandlungsrunden mit dem 54-Jährigen geführt. Der Branchendienst "Meedia" berichtet, dass die Übernahme der "FTD" an den Garantien gescheitert sei, die Maier von Gruner + Jahr gefordert habe. Maier wollte die Gerüchte nicht kommentieren.
Der Österreicher war Mitte der Neunziger zwei Jahre lang Chefredakteur der "Berliner Zeitung". Später leitete er kurzzeitig die "Stern"-Redaktion. Im Sommer 2000 wurde er zum Chefredakteur der damals neugegründeten Netzeitung berufen. Nach sechs Jahren verließ er die Website und widmet sich seither mit seiner Firma Blogform Social Media anderen Online-Projekten.
Nach "Meedia"-Recherchen wollte Maier ein Drittel der Belegschaft übernehmen. Nachdem die Verhandlungen scheiterten, wird die "FTD" am 7. Dezember zum letzten Mal erscheinen.
syd
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