"Drei sind wir" Jury kürt Wolfram Höll erneut zum besten Dramatiker

Der Mülheimer Dramatikerpreis ist eine der begehrtesten Theaterauszeichnungen Deutschlands. In diesem Jahr geht er an Wolfram Höll, diesmal für sein Werk "Drei sind wir".

Theater an der Ruhr
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Der Autor Wolfram Höll ist mit dem renommierten Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet worden. Eine fünfköpfige Jury kürte ihn in der Nacht zum Freitag in einer öffentlichen Debatte für sein Stück "Drei sind wir" zum Sieger.

Der Dramatikerpreis wird seit 1976 verliehen und gilt als eine der begehrtesten Theaterauszeichnungen Deutschlands. Er ist mit 15.000 Euro dotiert. Höll war schon im Jahr 2014 Sieger. Der Künstler wurde 1986 in Leipzig geboren, er lebt in der Schweiz. Laut seiner Homepage studierte er Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und Theater an der Hochschule der Künste Bern.

"Drei sind wir" handelt von einem Elternpaar, das ein Kind mit einer seltenen Behinderung bekommt und dessen Tod erwartet. Nach Ansicht der Jury gelingt es Höll, ein "tiefes und existenzielles Thema, das eine gesellschaftliche Brisanz hat" auf eine "fast lyrische Weise" für die Bühne zu erzählen. "Der Text ist ein Ringen um Worte", sagte Juror Franz Wille, Chefredakteur der Zeitschrift "Theater heute".

Bei den 41. Mülheimer Theatertagen waren sieben Stücke nominiert gewesen, darunter neue Werke von Sibylle Berg, Yael Ronen, Felicia Zeller, Fritz Kater (Autorenpseudonym des Stuttgarter Schauspielintendanten Armin Petras), Ferdinand Schmalz und Thomas Melle.

Die Jury hatte zuvor insgesamt 90 Stücke gesichtet. Im Finale standen am Ende Hölls Stück sowie Bergs "Und dann kam Mirna". Bewertet wird beim Dramatikerpreis nur die Qualität neuer Stücke, nicht die Inszenierung.

Vergangenes Jahr hatte der österreichische Autor Ewald Palmetshofer den Dramatikerpreis gewonnen. Zu den früheren Siegern zählen Peter Handke, Botho Strauß und Elfriede Jelinek.

aar/dpa

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