"Neon"-Chefredakteur: Timm Klotzek übernimmt "SZ-Magazin"

Timm Klotzek, Chefredakteur und Gründer des Magazins "Neon", wechselt zurück zu seinem alten Arbeitgeber: Für den Süddeutschen Verlag wird er ab Juli 2011 die Redaktion des Magazins der "Süddeutschen Zeitung" leiten. Klotzek war einst Redaktionsleiter der "SZ"-Jugendbeilage "jetzt".

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Julian Baumann

Timm Klotzek, künftig Chef des "SZ-Magazins"

Berlin - Rückkehr eines Wunderkindes: Ab 1. Juli 2011 wird Timm Klotzek, bisher noch Chefredakteur der Magazine "Neon" und "Nido" (Gruner+Jahr) die Leitung des "SZ-Magazins" übernehmen. Dies bestätigte Klotzek SPIEGEL ONLINE. Zu seinen Plänen bei der wöchentlichen Beilage der "Süddeutschen Zeitung" wollte sich Klotzek noch nicht äußern.

Klotzek, 37, ist beim Süddeutschen Verlag kein Unbekannter: Bis 2002 war er Redaktionsleiter der SZ-Jugendbeilage "jetzt" gewesen. Nachdem die Beilage eingestellt wurde, entwickelte Klotzek gemeinsam mit einigen "jetzt"-Veteranen die Zeitschrift "Neon" für Gruner+Jahr. Inmitten der damaligen Medienkrise konnte "Neon" aus dem Stand Erfolge aufweisen, was Klotzek in der Branche den Ruf eines Wunderkindes einbrachte. 2006 wurde er gemeinsam mit seinem "Neon"-Co-Chef Michael Ebert vom "medium magazin" als "Journalist des Jahres" ausgezeichnet.

Zeitschriften, die der Chef selbst lesen möchte

Klotzeks Erfolgsrezept ist es offenbar, stets Zeitschriften zu machen, die seiner eigenen, gerade durchlebten Lebenssituation entsprechen: "Neon" ist eine Weiterentwicklung von "jetzt" und begleitet junge Erwachsene bei den ersten Schritten auf der Karriereleiter. 2009 folgte dann die ebenfalls maßgeblich vom mittlerweile Vater gewordenen Klotzek konzipierte Zeitschrift "Nido", welche sich an junge Eltern richtet. Auch "Nido" fand von Anfang an viele Leser und erscheint seit 2010 monatlich. Der Wechsel zum "SZ-Magazin" ist insofern für Klotzeks Karriere nur folgerichtig: Die Kinder werden langsam älter, da kann sich der Papa allmählich von den Fragen der Kinderzimmergestaltung abwenden und hat wieder mehr Zeit für Kulturstücke, Reportagen und Interviews.

Klotzek folgt beim "SZ-Magazin" auf Dominik Wichmann, der wiederum zu Gruner+Jahr wechseln wird: Er geht in die Chefredaktion des G+J-Flaggschiffs "Stern". Michael Ebert wird "Neon" und "Nido" künftig allein verantworten, unterstützt von der erst im Mai berufenen Stellvertreterin Vera Schröder.

Und noch ein alter Bekannter wechselt

Just am selben Tag, an dem Klotzeks Wechsel bekannt wurde, ist auch eine weitere Personalie öffentlich geworden: Rudolf Spindler, bisher Leiter Magazine, Produktentwicklung und Marketing beim Süddeutschen Verlag, zeichnet künftig für das Deutschland-Geschäft des Schweizer Ringier-Verlages verantwortlich. Spindler und Klotzek hatten Ende der neunziger Jahre gemeinsam die "jetzt"-Redaktion geleitet. Nach der "jetzt"-Einstellung trennten sich die Wege.

Als Klotzek 2009 mit "Nido" erfolgreich war, war Spindlers Konkurrenzprojekt schon wieder begraben: die vom Süddeutschen Verlag hastig noch vor dem "Nido"-Start auf den Markt geworfene Eltern-Zeitschrift "Wir" verschwand wegen zu geringen Leserinteresses nach der Nullnummer von den Kiosken.

kuz

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