Gruner + Jahr Zeitschrift "Neon" wird eingestellt

Es sollte das Magazin der 20- bis 30-Jährigen sein, hatte anfangs großen Erfolg - jetzt wird "Neon" vom Markt genommen: Die Juli-Ausgabe wird die letzte sein.

Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von Gruner + Jahr
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Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von Gruner + Jahr


Aus für das Lebensgefühl-Magazin: Die "Neon" wird eingestellt. Das gab Chefredakteurin Ruth Fend auf der Internetseite der Zeitschrift bekannt.

Betroffen sind 20 Mitarbeiter, in Einzelfällen könne man betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen. Das sagte eine Sprecherin dem Mediendienst "Horizont". Die Netzausgabe der Zeitschrift soll es zunächst weiterhin geben.

Das Magazin hatte seit 2011 drei Viertel seiner Auflage verloren. 2016 gab es eine Neugestaltung und Ruth Fend als neue Chefin. Genutzt hat es nichts, die verkaufte Auflage betrug zuletzt noch 60.977 Hefte. Ende 2009 lag sie bei 235.000 Exemplaren.

Die "Neon" war erstmals im Jahr 2003 erschienen, der Markenclaim lautete "Eigentlich sollten wir erwachsen werden". Die Zeitschrift wurde von 20- bis 30-Jährigen viel gelesen, sie transportierte ein Lebensgefühl zwischen Job, Liebe, Sex, Kultur und Politik.

Fend verabschiedet sich mit einem Brief an die Leser. "Ihr seid zu wenige geworden", schreibt sie darin. Und: "Die heute 20-Jährigen haben neue Lebensbegleiter gefunden, im Zeitschriftenregal, aber auch im Netz."

kae

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insgesamt 11 Beiträge
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crazy_swayze 18.04.2018
1.
20-30-jährige informieren sich und schmökern im Netz. Ich kaufe nur noch Zeitschriften, wenn ich mal eine längere Bahnfahrt vor mir habe, und selbst das nimmt dank DB WLAN ab.
agreatwaytofly 18.04.2018
2. Schade...
Das letzte, lieblose Redesign hatte den ursprünglichen Geist des Magazins zerstört. Trotzdem schade...
citi2010 18.04.2018
3.
Vielleicht hätte man mit der ursprünglichen Zielgruppe älter werden sollen, statt immer wieder eine neue reinlotsen zu müssen.
tomlex27 18.04.2018
4. Hatte diese Zeitung Inhalte?
NEON war für mich immer ein wenig TEMPO für Unbegabte und ohne sprachliche Verve. Themen fielen den Mitarbeitern auch nicht ein, wirkten doch sehr ausgedacht, bzw. so stellten sich die Macher das Leben von 18-30jährigen vor.
dagobert65 18.04.2018
5. Sehr schade
Bin zwar mehr als doppelt so alt wie die Zielgruppe, hab Neon aber oft (nicht immer, soy culpable) gelesen. Ich fand sie immer erfrischend anders. So gings damals auch mit Konr@d vom Stern-Verlag. Es ist ein Jammer.
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