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Neugestaltetes Fenster: Gerhard Richter digitalisiert Kölner Dom

Das von Richter für den Kölner Dom entworfene neue Fenster ist heute erstmals vollständig enthüllt worden. Es besteht aus einem farbigen Mosaik. Mit einem Festgottesdienst in der gotischen Kathedrale wurde die Vollendung des neuen Südquerhausfensters gefeiert.

Köln – Es ist ein Spiel mit Farbpixeln, das Gerhard Richter treibt. Auf Fotos wirkt das neue Südquerhausfenster des Kölner Doms wie eine extrem vergrößerte Digitalaufnahme, auf der einzelne Bildpunkte zu großen Quadraten werden. Das abstrakte Werk aus rund 11.500 farbigen Glasquadraten ersetzt die bislang helle und schmucklose Verglasung des "Südquerhausfensters" im gotischen Gotteshaus.

Die vielen tausend kleinen, bunten Quadraten schaffen eine flirrende Farbigkeit – das Fenster Projektion des digitalen Rauschens. Richter, der zu den bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstlern gezählt wird, hatte seinen Entwurf dem Domkapitel geschenkt. Die Material- und Handwerkskosten in Höhe von etwa 400.000 Euro werden nach Angaben des Domkapitels vollständig durch Spenden aufgebracht.

Das 113 Quadratmeter große historische Südquerhausfenster war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Die nach dem Krieg eingesetzte schmucklose Verglasung wurde von Kunsthistorikern und dem Domkapitel stets als Makel empfunden. Am heutigen Samstag wurde die Neugestaltung in einem Gottesdienst gefeiert.

hda/dpa/ddp

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Buntes Rauschen: Das neue Südquerhausfenster

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