Streetart in New York Posse um Riesenphallus

Erregung in Manhattan: An Heiligabend malte eine Künstlerin einen vier Stockwerke hohen Penis an eine Hauswand. Nun wurde das Bild entfernt.

Vorzeitig entfernt: Wandbild in New York
REUTERS

Vorzeitig entfernt: Wandbild in New York


Seit Heiligabend prangte ein aufsehenerregendes neues Streetartgemälde in den Straßen von Manhattan: Ein Riesenphallus von der schwedischen Streetart-Künstlerin Carolina Falkholt.

Die anatomiegetreue Darstellung in sattem Pink reichte über vier Stockwerke, doch nicht alle Anwohner der Broome Street in der Lower East Side konnten sich für das Werk begeistern. Deshalb wurde es nur drei Tage später übermalt, berichtet der britische "Guardian".

Das Gemälde Falkholts war eine Auftragsarbeit für eine lokale Streetart-Organisation gewesen und sollte eigentlich bis Mitte Januar an der Hauswand bleiben. Falkholt hatte einige Straßen weiter bereits ein Vagina-Motiv platziert, das aber, wohl aufgrund seines höheren Abstraktionsgrades, bislang geduldet wurde.

Auch mal einen Penis malen

Falkholt sagte dem "Guardian", sie wolle mit ihrer Kunst vermitteln, "sich nicht für seinen Körper zu schämen und dafür, ein sexuelles Wesen zu sein". Sie male normalerweise "Vaginas, Pussies and Cunts" und habe nun das Gefühl gehabt, auch mal einen Penis malen zu müssen.

Die Anwohner der Broome Street hatten sich wenig begeistert gezeigt. Der Besitzer eines Waschsalons sagte dem Blatt, die Bewohner der Straße hätten sich unwohl gefühlt: "Wir mögen es nicht, und hoffentlich verschwindet es wieder".

Andere Passanten hatten sich hingegen über den knalligen Penis amüsiert und wiesen darauf hin, dass im gleichen Viertel schon Keith Haring und Jean-Michel Basquiat im öffentlichen Raum Graffiti hinterlassen hätten. Eine Touristin aus Los Angeles sagte dem "Guardian", sie fände das Bild witzig, würde es aber nicht selbst an einer Hauswand wollen.

Der Besitzer des Hauses sah das offenbar ähnlich. Er ließ das illegale Bild am Mittwoch übermalen.

cpa

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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
jkleinmann 28.12.2017
1. Es sollte nichts anderes
als provozieren, gähn, das ist zum Teil geglückt, jetzt ist es weg. Weiter im Text.
karlsiegfried 28.12.2017
2. AN Heiligabend anstatt ZU Heiligabend oder einfach nur Heiligabend
Bitte, AN welchem Ort liegt denn 'Heiligabend '? AN ist eine adverbiale Bestimmung eines Ortes, wie AN der Ecke, an der Schule, AN der Brücke und so weiter. ZU ist u.a. auch eine adverbiale Zeitbestimmung, wie zu Heiligabend, zu Nikolaus, zu Ostern. Denn Heiligabend, Osten oder Nikolaus sind Zeiten und keine Orte. Grüsse an die Redaktion und ein Frohes Neues Jahr. - - - - - - - - - Da haben Sie wohl nur zum Teil Recht, AN Heiligabend ist im Deutschen als umgangssprachlicher Ausdruck sogar im Duden anerkannt... https://www.duden.de/rechtschreibung/Heiligabend; MfG und guten Rutsch, Redaktion Forum
jizzyb 28.12.2017
3. Phallus - NEIN! Vagina - JA!
Erneut ein wunderbares Beispiel dafür, wie in unserer Welt mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Vagina darf bleiben, der Penis muss weichen.
larryunderwood 28.12.2017
4. #metoo
Sexismus pur vaginas dürfen bleiben Penis nicht.... Skandal
herwescher 28.12.2017
5. Mal so gesagt:
Zitat von karlsiegfriedBitte, AN welchem Ort liegt denn 'Heiligabend '? AN ist eine adverbiale Bestimmung eines Ortes, wie AN der Ecke, an der Schule, AN der Brücke und so weiter. ZU ist u.a. auch eine adverbiale Zeitbestimmung, wie zu Heiligabend, zu Nikolaus, zu Ostern. Denn Heiligabend, Osten oder Nikolaus sind Zeiten und keine Orte. Grüsse an die Redaktion und ein Frohes Neues Jahr. - - - - - - - - - Da haben Sie wohl nur zum Teil Recht, AN Heiligabend ist im Deutschen als umgangssprachlicher Ausdruck sogar im Duden anerkannt... https://www.duden.de/rechtschreibung/Heiligabend; MfG und guten Rutsch, Redaktion Forum
Würden sie auch sagen: "Zu meinem Geburtstag habe ich eine Party gegeben." Oder: "An meinem Geburtstag habe ich eine Party gegeben."
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