"New York Times" Gewinn um 50 Prozent gestiegen

Solche Nachrichten kennt die Medienbranche kaum noch: Im Schlussquartal 2015 ist der Gewinn der "New York Times" um mehr als 50 Prozent gestiegen - dank wachsender Online-Anzeigenerlöse und Einsparungen.

Redaktionssitz der "New York Times": Mehr als eine Million Digital-Leser
Corbis

Redaktionssitz der "New York Times": Mehr als eine Million Digital-Leser


Die "New York Times" hat zum Jahresende dank verbesserter Anzeigenerlöse im Online-Geschäft deutlich mehr verdient. Der Gewinn stieg im Schlussquartal um 53 Prozent verglichen mit dem Vorjahreswert auf 51,7 Millionen US-Dollar, wie die New York Times Company, der Verlag hinter der traditionsreichen Tageszeitung, am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz blieb stabil bei 444,7 Millionen Dollar. Während die gedruckte Zeitung wie viele Wettbewerber der Medienbranche mit sinkenden Werbeeinnahmen kämpft, gibt es zumindest im Digitalgeschäft Fortschritte. Die Online-Anzeigenerlöse kletterten um 10,6 Prozent auf 69,9 Millionen Dollar und steuern mittlerweile über ein Drittel zu den gesamten Werbeeinnahmen bei. Die Print-Anzeigenerlöse gingen um 6,6 Prozent zurück.

Die Zahl der Abonnenten, die ausschließlich die Internetausgabe beziehen, stieg zuletzt auf 1,09 Millionen. Ende Juli war erstmals die Millionenmarke bei den Digital-Abos geknackt worden. Die Ergebnisse sind aber auch die Konsequenzen von Einsparungen. Die operativen Kosten sanken um 7,7 Prozent auf 352,7 Millionen Dollar.

Im Oktober 2014 hatte die "New York Times" 100 Stellen allein im Newsroom gestrichen. Auch andere Ressorts sowie der kaufmännische Bereich waren von Einsparungen betroffen.

dpa/mka

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insgesamt 2 Beiträge
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matimax 04.02.2016
1. Spannende weltweite Umbrüche in der schreibenden Zunft
Wie wäre es mit mehr Informationen dieser Art aus dem Hause Spiegel-Print und Spiegel-Online - rein interessehalber, versteht sich. Sie sitzen doch an der Quelle, oder? ;-)
raimi24 04.02.2016
2.
Kein Wunder! NYT hat die beste Digitalausgabe, die es gibt. Aufmachung, Technik, Inhalt, Marketing - besser geht's nicht. Könnte sich SPON ne schöne Scheibe von abschneiden, um es mal mit Helmut Schmidt zu sagen !
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