Im Altersheim von Hollywood Der Jurassic Park

Altersversorgung? Für echte Stars kein Problem. Doch das Bodenpersonal der US-Filmindustrie altert oft mittellos, selbst der Ex-"Dallas"-Produzent ist verarmt. Ihm und vielen anderen hat Hollywood das Rentnerdomizil Woodland Hills spendiert, in dem sich die Greise im Glanz von gestern sonnen.

SPIEGEL ONLINE

Aus Woodland Hills berichtet


Die Oscar-Verleihung auf SPIEGEL ONLINE! Ab 1 Uhr nachts mit Liveticker, Fotos, unseren Reportern in Hollywood
Leute wie Bob Martinez sind das Rückgrat Hollywoods. Sein Leben lang rackerte der 80-Jährige hinter den Kulissen von Film und Fernsehen, als Inspizient, Assistent, Mädchen für alles. Bis er sich widerwillig zur Ruhe setzen musste. "Irgendwann", sagt er und lächelt, "kann man einfach nicht mehr."

Doch während sich die großen Stars selten um ihren Lebensabend sorgen müssen, stehen die namenlosen Fließbandarbeiter der Traumfabrik im Alter oft vor dem Nichts. So auch Martinez. Weshalb er vor zehn Jahren, skeptisch zunächst, samt Ehefrau und zwei Hunden hierherzog, ins Motion Picture & Television Country House and Hospital - in Hollywoods hauseigenes Altersheim.

Wir treffen Martinez im Gesellschaftssaal, einem plüschigen Raum, in dem die Vergangenheit lebt. Die Tische sind fein gedeckt wie für ein Bankett, an den Wänden hängen Schwarzweißfotos jener Ikonen, deren Ruhm Martinez und seine Kollegen erst ermöglicht haben. Liz Taylor. Alfred Hitchcock. Cary Grant mit Grace Kelly. Stan Laurel und Oliver Hardy.

"Wundervoll hier, nicht wahr?", sagt Martinez, der sichtlich Frieden gemacht hat mit seinem neuen Heim. "Wo soll ich sonst auch anders hin?"

Im Jodie-Foster-Swimmingpool

Im Vorort Woodland Hills nordwestlich von Hollywood versteckt sich dieses weltweit wohl einzigartige Alters- und Pflegeheim - ein Seniorenrefugium der US-Kinobranche. Finanziert von Spenden, verleben hier rund tausend Filmschaffende gemeinsam den Spätherbst des Lebens: Studiobosse, Schauspieler, Drehbuchautoren, Regisseure, Kameraleute, Statisten, Agenten, Animatoren, Masken- und Kostümbildner.

"In unserem Business kann man schnell aufsteigen und wieder abstürzen", sagt Bob Beitcher, Vorstandschef des Motion Picture and Television Funds (MPTF), der das Country House betreibt. "Es gibt kein Sicherheitsnetz."

Etwa für Merv Adelson: Der Ex-Mogul, dessen Produktionsgesellschaft Lorimar einst Film und Fernsehen beherrschte ("Dallas", "Falcon Crest", "Ein Offizier und Gentleman"), war tief gefallen und lebte in bitterer Armut. Als "Vanity Fair" sein Elend enthüllte, lud Beitcher ihn nach Woodland Hills ein: "Eines Tages fällt für jeden der Vorhang."

Nebenan wohnt Connie Sawyer. Die 101-Jährige ist das älteste Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars verleiht - und Hollywoods älteste aktive Schauspielerin. "Sie fährt noch selbst zum Vorsprechen", sagt Beitcher, "außer abends."

Siebzehn Hektar umfasst das Gelände aus Wiesen, Hügeln und Gärten. Die Idylle ist fast unwirklich: Vögel zwitschern, es duftet nach Jasmin, irgendwo übt jemand Tonleitern auf dem Klavier.

Zwischen den Schnitthecken finden sich Bungalows, Wohnhäuser, eine Klinik, ein nach Jodie Foster benanntes Schwimmbad, ein modernes Kino und ein Gesundheitszentrum mit Arztpraxen. In dessen Sportstudio spielen Dutzende Senioren mit Medizinbällen und kichern dabei.

Das Country House bietet Finanzberatung, Pflegedienste und sozialen Kontakt durch Aktivitäten wie Kartenspiele und einen eigenen TV-Kabelsender. Zur Oscar-Verleihung am Sonntagabend (ab 1 Uhr im Liveticker auf SPIEGEL ONLINE) planen sie eine große Viewing-Party mit "Kuchen und leichten Erfrischungen".

Spenden von George Clooney

Neben der Bibliothek sitzen zehn muntere Greise um einen Tisch, die wöchentliche Schreibgruppe. Thema: Memoiren. "Wir haben eine Menge Geschichten zu erzählen", sagt Tony Lawrence, 85, ein legendärer Produzent ("Bonanza"), woraufhin die Damen pfeifen.

Die Einrichtung ist so alt wie Hollywood selbst. Ihre Geschichte begann 1921 mit den Urahnen der damals noch jungen Stummfilmindustrie - Charlie Chaplin, sein bester Freund Douglas Fairbanks sen., dessen Frau Mary Pickford und D.W. Griffith, der Regisseur des legendären Frühwerks "Die Geburt einer Nation" (1915).

Um ihren Crews hoffnungsvolle Aussichten zu bieten, gründeten sie eine Stiftung. Die ersten Spenden waren bescheiden: "Fred braucht einen neuen Anzug fürs Vorsprechen", steht auf der Registrierkarte Nr. 1. "Fünf Dollar."

1940 ließ Stiftungschef Jean Hersholt das erste Wohnheim erbauen, 1948 folgte die Klinik. Über die Jahre litt das Image jedoch. Zuletzt 2009, als die damalige Führung plötzlich beschloss, die Langzeitpflegeabteilung aus Kostengründen zu schließen und deren 138 Patienten - die teils erst kurz zuvor gutgläubig eingezogen waren - auf die Straße zu setzen.

Eine Protestkampagne enthüllte finanzielle Unstimmigkeiten und Missbrauchsvorwürfe, eine Frau starb, kurz nachdem sie ausgezogen war. Schließlich trat MPTF-Boss David Tillman zurück. Sein Nachfolger wurde Beitcher, der zuvor den Kamerahersteller Panavision führte.

Neue Spendenaufrufe brachten wieder Geld in die leere Kasse. Stars wie George Clooney und Dreamworks-Studiochef Jeffrey Katzenberg engagieren sich. Die aktuelle Finanzkampagne soll 350 Millionen Dollar einfahren, von denen mehr als 300 Millionen Dollar bereits da sind.

Die Bewohner stört der alte Wirbel wenig. "Ich wüsste nicht, wo ich wäre, wenn nicht hier", sagt Bob Martinez. Was er hier am meisten schätzt? Da denkt er nicht lange nach: "Ich muss mich nicht mehr um Morgen sorgen."

Die Oscar-Kandidaten im Überblick

American Hustle: Hauptsache, das Haar sitzt

So sexy sahen die Siebziger lange nicht aus: Die Gauner-Farce "American Hustle" erzählt vom Mythos des amerikanischen Traums - Dekolletés bis zum Bauchnabel inklusive. Bei den Oscars 2014 ist David O. Russells Film in zehn Kategorien nominiert. Und hier als einziger Film sogar für die sogenannten "Big Five" - die Königsdisziplinen "Bester Film", "Beste Regie", "Bester Hauptdarsteller", "Beste Hauptdarstellerin" sowie "Bestes Drehbuch".

Lesen Sie in der Filmkritik von SPIEGEL ONLINE , ob "American Hustle" der Balanceakt zwischen Comedy und Drama gelingt.

Erfahren Sie im Interview mit Regisseur David O. Russell , warum ihm Filme das Leben retten.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Film.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Gravity: Der nächste Science-Fiction-Klassiker

Zwei Astronauten schweben irgendwo im All: In "Gravity" glänzen George Clooney und vor allem Sandra Bullock als Astronauten, die im Weltraum ums Überleben kämpfen. Eine simple Story, die der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón mit Plansequenzen und 3-D-Effekten ästhetisch aufwendig umgesetzt hat. Bei der Oscar-Verleihung darf er mit seinem Film auf zehn Trophäen hoffen.

Lesen Sie in der Kritik , warum Cuaróns Film einem ganzen Kinosaal den Atem raubte.

Erfahren Sie im Interview mit Regisseur Alfonso Cuarón , warum ihm für sein Science-Fiction-Drama ausgerechnet die Filme von Thriller-Meister Hitchcock als Vorbild dienten.

12 Years a Slave: Freier Mann in Ketten

Zwölf Jahre verbrachte der gekidnappte Northup auf den Plantagen im Süden der USA. Seine Notizen sind die einzigen überlieferten Schilderungen eines freien Afroamerikaners, der in die Mühlen der Sklaverei gerät. Sie dienten Regisseur Steve McQueen als Grundlage für den Film "12 Years a Slave". Bei den Golden Globes wurde das Historiendrama als bester Film ausgezeichnet, jetzt gilt es als Oscar-Favorit in neun Kategorien.

Lesen Sie hier, warum Regisseur Steve McQueen mit seinem Film auch die Rachephantasie von Quentin Tarantinos "Django Unchained" kritisiert.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Filmstart.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Captain Phillips: "Die sind hier nicht zum Fischen"

Vor fünf Jahren griffen Piraten ein US-amerikanisches Containerschiff vor der somalischen Grenze an, und nahmen den Kapitän als Geisel. Basierend auf dieser wahren Begebenheit drehte Paul Greengrass - bekannt als Regisseur der "Bourne"-Filme - das Spannungsdrama "Captain Phillips". Zwar ging sein megaprominenter Hauptdarsteller Tom Hanks bei den diesjährigen Oscar-Nominierungen leer aus. Insgesamt darf Greengrass mit seinem Film aber auf sechs Trophäen hoffen.

Lesen Sie hier ein Porträt des wahren Captain Phillips , der als Vorbild für den Film diente.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Dallas Buyers Club: Kriegt ein Supermacho die Schwulenseuche ...

Ron Woodruff ist ein echter "Ladies Man". Er reitet, feiert, pimpert, er geht nicht kaputt und eigentlich nicht mal zum Arzt. Doch dann erfährt der homophobe Rodeoreiter, dass er Aids hat. Jean-Marc Vallées Drama mit Matthew McConaughey basiert auf einer wahren Lebensgeschichte. Bei den Oscars ist das Drama in sechs Kategorien nominiert.

Lesen Sie in der Filmkritik , warum "Dallas Buyers Club" SPIEGEL-ONLINE-Autorin Jenni Zylka nicht überzeugen konnte.

Erfahren Sie im SPIEGEL ONLINE-Interview mit Hauptdarsteller Matthew McConaughey , wie er sich auf die Rolle als Schwulenhasser vorbereitete.

Sehen Sie hier eine Videokritik zu "Dallas Buyers Club".

Nebraska: Kleiner Mann, wie eklig

Eines Tages legt sich der Rentner Woody Grant die fixe Idee zu, er habe eine Million Dollar gewonnen und müsse das Geld höchstpersönlich abholen - bloß, weil ein Werbeprospekt das behauptet. Also macht sich sein gutmütiger Sohn zusammen mit dem Vater auf nach Lincoln, Nebraska. Das skurrile Schwarzweiß-Roadmovie von Regisseur Alexander Payne wurde von US-amerikanischen Kritikern geliebt. Bei der Oscarverleihung kann der Film auf sechs Trophäen hoffen.

Lesen Sie in der Filmkritik , warum "Nebraska" zwar aussieht wie eine Komödie, aber eigentlich gar keine ist.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Filmstart.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

The Wolf of Wall Street: Der Ballerman-Börsianer

Er schnupft Kokainberge weg, stapelt Dollarhaufen, und dazu marschiert gerne mal eine nackte Gespielin durchs Bild - in der Finanzsatire "The Wolf of Wall Street" feiert Leonardo DiCaprio als amoralischer Broker ein rauschendes Fest. Verantwortlich für den Exzess: Meisterregisseur Martin Scorsese. Seine Finanzsatire ist im Oscar-Rennen in fünf Kategorien nominiert.

Erfahren Sie in der Filmbesprechung , warum sich SPIEGEL ONLINE-Autor David Kleingers von Scorsese mehr Systemkritik gewünscht hätte.

Lesen Sie im Interview mit Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio , warum ihn abgründige Charaktere am meisten faszinieren.

Sehen Sie hier die Videokritik zum Filmstart.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Blue Jasmine: Königin Cate im freien Fall

Die Heldin kommt mit einem Erste-Klasse-Ticket nach Kalifornien geflogen, trägt ein Chanel-Jäckchen, steht aber plötzlich in einer ziemlich ärmlichen Straße von San Francisco. In "Blue Jasmine" lässt Woody Allen eine Frau aus der Oberschicht über die faulen Börsengeschäfte ihres Mannes stürzen. Woody Allens Tragödie über Anmaßung ist für drei Oscars nominiert.

Lesen Sie in der Kritik , warum SPIEGEL-ONLINE-Autor Wolfgang Höbel Cate Blanchetts Darstellung einer blasierten High-Society-Frau für eine Meisterleistung hält.

Philomena: Der verlorene Sohn

Die 70-jährige Philomena Lee begibt sich zusammen mit einem Journalisten auf die Suche nach ihrem Sohn, den sie vor 50 Jahren unehelich bekam. Die Tragikomödie von Stephen Frears mit Judi Dench in der Hauptrolle basiert auf einer wahren Geschichte - bei der Oscarverleihung ist der Film in vier Kategorien nominiert.

Lesen Sie in der SPIEGEL-ONLINE-Rezension, warum Judi Dench als Hauptdarstellerin überzeugt, der Film jedoch nicht.

Sehen Sie hier eine Videokritik zum Film.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Her: Computerliebe

Beruflich schreibt Theodore Twombly Liebesbriefe für andere Menschen die ihre Gefühle nicht ausdrücken können; tatsächlich ist er aber selbst ein zutiefst einsamer Mann. Eines Tages kauft sich Twombly ein neues Betriebssystem mit künstlicher Intelligenz, das sich wie ein menschliches Wesen verhalten und weiterentwickeln kann - und verliebt sich in die Maschine. Der Film von Spike Jonze mit Joaquin Phoenix und der Stimme von Scarlett Johansson als attraktivem Betriebssystem ist in fünf Kategorien für einen Oscar nominiert.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Im August in Osage County: Mutter auf Abwegen

Schon dreimal wurde Meryl Streep mit einem Oscar ausgezeichnet - jetzt darf sie auf eine vierte Trophäe hoffen: In John Wells' schwarzer Familienkomödie "Im August in Osage County" überzeugt sie als unberechenbarer Mutterdrachen. Als der Vater ihrer Töchter stirbt, reisen diese mit ihren jeweiligen Partnern zur Mutter - die Fahrt in die Vergangenheit wird für keinen zum Vergnügen. Insgesamt ist Wells' Film für vier Oscars nominiert.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

The Broken Circle: Die Dinge liegen beschissen

Die kleine Maybelle hat Krebs. Für ihre Eltern folgt ein Höllengang aus Chemotherapie, Bestrahlung, später sogar Stammzellentherapie. Was nicht folgt, ist die Erkenntnis, dass Zeit und Liebe alle Wunden heilen könnten. Der belgische Kinohit "The Broken Circle" von Regisseur Felix Van Groeningen ist für einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert.

Lesen Sie in der Kritik , warum "The Broken Circle" nicht nur von grausamen Schicksalsschlägen, sondern auch vom ganz großen Glück erzählt.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film.

Die Jagd: Der Mann muss ein Schwein sein

Hat er das Mädchen angefasst? Sicher, die Kleine lügt doch nicht! Das dänische Kinodrama "Die Jagd" von Thomas Vinterberg erzählt, wie der Vorwurf des Kindesmissbrauchs ein ganzes Dorf dazu verleitet, zu den Waffen zu greifen. In der Rolle des Gejagten: Mads Mikkelsen. Vinterbergs Film ist für einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert.

Lesen Sie in der Kritik , warum Mads Mikkelsen für diese Hauptrolle beim Filmfestival in Cannes zu Recht ausgezeichnet wurde.

La Grande Bellezza: Die Hauptstadt der Hohlheit

Jep Gambardella trägt Anzüge mit Einstecktuch, landet ab und zu mit einer Frau im Bett und macht sich gerne mal auf der Aussichtsterrasse seiner Wohnung große Gedanken. Ein wenig Sex, ein wenig Philosophie – der italienische Film "La Grande Bellezza" von Paolo Sorrentino will einem alternden Flaneur und der ewigen Stadt Rom ein Denkmal setzen. Dafür ist er in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" für einen Oscar nominiert.

Lesen Sie in der Kritik , warum SPIEGEL-ONLINE-Autor Wolfgang Höbel "La Grande Belleza" für banal, gleichzeitig aber auch für wunderschön hält.

The Act of Killing: Wenn Mörder Opfer spielen

Als Volkshelden werden die Massenmörder der sogenannten "Saison der Hackmesser" in Indonesien gefeiert. US-Filmemacher Joshua Oppenheimer findet mit "The Act of Killing" eine verblüffende Methode, um die Verklärung der Verbrecher zu stoppen: Er lässt sie ihre eigenen Verbrechen nachstellen. Für dieses radikale Vorgehen ist der Film nun als bester Dokumentarfilm nominiert.

Lesen Sie , warum "The Act of Killing" eines der intensivsten Kinoerlebnisse des Jahres ist.

Lesen Sie im Interview mit Regisseur Joshua Oppenheimer , was für ihn die größte Herausforderung bei den Dreharbeiten war.



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
hornisse.04 02.03.2014
1. Die Überschrift
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEAltersversorgung? Für echte Stars kein Problem. Doch das Bodenpersonal der US-Filmindustrie altert oft mittellos, selbst der Ex-"Dallas"-Produzent ist verarmt. Ihm und vielen anderen hat Hollywood das Rentnerdomizil Woodland Hills spendiert, in dem sich die Greise im Glanz von Gestern sonnen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/oscars-2014-hollywood-seniorenheim-in-woodland-hills-a-956189.html
und auch die Bildunterschrift unter Bild 9 ("Dämmerjahre") zeugen sehr eindrucksvoll von der sagenhaften Arroganz der Herrschaften, denen ein Leben jenseits der 40 wohl undenkbar und unerträglich, wenn nicht gar wertlos erscheint. Ich wünsche ihnen von Herzen, dass die nachfolgende Generation ihnen mit der gleichen Überheblichkeit und Herablassung begegnen möge. Das Heim finde ich superschön und wünschte mir, auch unsere hochbezahlten (x)..was auch immer) würden an Berufskollegen denken, denen das Schicksal keine Millionengagen beschert.
freiheitstehauf 02.03.2014
2. Also ich kann American Hustle mit einem Wort beschreiben
LANGWEILIG
n01 02.03.2014
3. Immer locker bleiben!
Zitat von hornisse.04und auch die Bildunterschrift unter Bild 9 ("Dämmerjahre") zeugen sehr eindrucksvoll von der sagenhaften Arroganz der Herrschaften, denen ein Leben jenseits der 40 wohl undenkbar und unerträglich, wenn nicht gar wertlos erscheint. Ich wünsche ihnen von Herzen, dass die nachfolgende Generation ihnen mit der gleichen Überheblichkeit und Herablassung begegnen möge. Das Heim finde ich superschön und wünschte mir, auch unsere hochbezahlten (x)..was auch immer) würden an Berufskollegen denken, denen das Schicksal keine Millionengagen beschert.
Och, ich fände das lustig, ein Altersheim "Jurassic Park" zu nennen. Wenn in meiner Abteilung mal einer reinschaut, sag ich auch öfters, "Willkommen in der Demenzabteilung." Und ich gehe auf die 60 zu. Wenn ich dann mal im Heim sein sollte, kann ich endlich in Ruhe Rolling Stones, Beatles etc. hören. Und mir ein paar Alienfilme antun. Mal gucken, was die Schwestern dazu sagen. ;-)
narzissenfee999 02.03.2014
4. So sollten...
Seniorenheime eigentlich sein, ein Ruhesitz für Menschen mit gleichem Hintergrund und gleichen Interessen,die dann auch etwas miteinander anfangen können. Das Motion Picture & Television Country House and Hospital ist, den Bildern und Geschichten nach zu urteilen, ideal für die Bewohner. So möchte ich auch gerne mal wohnen im Alter. Ansonsten kann ich @hornisse.04 nur zustimmen. Es ist eine hirnlose Daherschreiberei von "Dämmerjahren" zu reden. Offensichtlich hat Herr Pitzke jetzt schon ein ziemlich verschrobenes Weltbild und sehr merkwürdige Ansichten über alte Menschen, oder fundierte Recherche.
raubtierdompteur 03.03.2014
5. Netter Artikel, aber....
...die "Dämmerjahre" stoßen mir auch sauer auf. Die Leutchen scheinen doch recht kregel - zumindest diejenigen, die noch dazu in der Lage sind. Vielleicht dämmert es ja auch beim Autor irgendwo?
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