Picasso-Gemälde "Frau mit Barett" bringt 56 Millionen Euro

Im Jahr 1937 verewigte Pablo Picasso seine Geliebte und Muse Marie-Thérèse Walter in einem Porträt. Nun wurde das Werk in London versteigert - es gibt bis heute Rätsel auf.

Picasso-Gemälde "Femme au béret et à la robe quadrillée"
Frank Augstein/AP/dpa

Picasso-Gemälde "Femme au béret et à la robe quadrillée"


Ein surrealistische Ölgemälde von Pablo Picasso ist in London für 49,827.000 Pfund versteigert worden, das sind umgerechnet rund 56,18 Millionen Euro. Bei dem Werk handelt es sich um "Femme au béret et à la robe quadrillée (Marie-Thérèse Walter)", zu Deutsch: Frau mit Barett und in dem karierten Kleid. Es stammt aus dem Jahr 1937.

Nach Angaben des Londoner Auktionshaus Sotheby's war es das erste Mal, dass dieses Picasso-Gemälde im Rahmen eines Verkaufs von impressionistischer und moderner Kunst versteigert wurde. Der Schätzpreis hatte demnach bei umgerechnet rund 41 Millionen Euro gelegen. Angaben zum Käufer und Verkäufer machte das Auktionshaus nicht.

Marie-Thérèse Walter war ein französisches Modell, sie traf Picasso im Jahr 1927 und wurde seine Geliebte. Das Paar hatte eine Tochter. Zeitgleich hatte Picasso eine Liaison mit Dora Maar. Laut Sotheby's ist im Werk "Femme au béret et à la robe quadrillée (Marie-Thérèse Walter)" eine Art Schatten hinter dem farbenfrohen Gesicht zu sehen - dabei handle es sich entweder um einen Hinweis auf Maar oder um ein Selbstporträt des Künstlers. Das Auktionshaus zitiert Picasso dazu mit den Worten: Für ein Mädchen müsse es schmerzhaft sein, in einem Gemälde zu sehen, dass sie auf dem Weg nach draußen sei.

aar/dpa



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