Karikaturen zu den Anschlägen von Paris Marianne weint

Nach dem Anschlag auf die Macher von "Charlie Hebdo" hatten Karikaturisten aus aller Welt Cartoons gezeichnet. Auch die Verzweiflung über die neuen Attacken in Paris haben sie in Bildern verarbeitet.

Der französische Zeichner Liox hat die französische Nationalfigur Marianne traurig, aber auch wütend gezeichnet.
AFP

Der französische Zeichner Liox hat die französische Nationalfigur Marianne traurig, aber auch wütend gezeichnet.


Die Anschläge in Paris haben bei Karikaturisten weltweit eine Welle der Solidarität ausgelöst. Schon nach den Attacken auf die Mitglieder der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" hatten viele Zeichner Kondolenznoten entworfen, um ihre Bestürzung zum Ausdruck zu bringen.

Frankreichs Nationalfigur Marianne verkörpert Freiheit, Gleichheit, Freundschaft. Und sie weint:

Ein von KELLy.C (@made_by_kc) gepostetes Foto am

Par Benjamin Regnier

Posted by Le Monde.fr on Samstag, 14. November 2015

Verzweiflung spricht auch aus diesen Zeichnungen:


Manche Zeichner zeigen sich auch kämpferisch:


Oder kritisch, wie diese 18-Jährige. Sie prangert mit ihrer Zeichnung auf Instagram an, dass den Opfern der Terrororganisation "Islamischer Staat" in Paris so viel mehr Anteilnahme zuteil wird als den Opfern in Syrien oder im Irak.


Für Diskussionen sorgte auch die Zeichnung des französischen Comicautors Joann Sfar. "Freunde aus aller Welt, danke, dass ihr für Paris betet, aber wir brauchen nicht noch mehr Religion", lässt er seine Zeichenfigur sagen. "Unser Glaube gilt der Musik! Küssen! Leben! Champagner und Spaß!"

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Ein von Joann Sfar (@joannsfar) gepostetes Foto am

Auf Facebook wird ihm vorgeworfen, er setze Religion mit Fanatismus gleich und werte Beten als Zeichen der Trauer und des Mitgefühls ab.

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7  Bilder
Künstler Jean Jullien: Eine Zeichnung geht um die Welt

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