Street-Art in Paris Graffito im Banksy-Stil am Bataclan entdeckt

2015 starben im Klub Bataclan in Paris mehr als 90 Menschen bei einem Terroranschlag. Nun ist am Notausgang ein Graffito aufgetaucht. Manche halten es für eine Botschaft des Street-Art-Künstlers Banksy.

Streetart am "Bataclan"
AFP

Streetart am "Bataclan"


Am Bataclan-Theater in Paris ist ein düsteres Graffiti im Stil des britischen Street-Art-Künstlers Banksy entdeckt worden. Am Notausgang des Klubs prangt eine weiße Gestalt mit Kapuze auf schwarzem Grund. Davor war zwischenzeitlich eine weiße Kerze aufgestellt worden.

Das Bataclan war 2015 international bekannt geworden, nachdem im Zuge einer Serie von Terroranschlägen am 13. November mehr als 90 Menschen dort ums Leben kamen.

Mehrere französische Medien und Twitter-Nutzer teilten Fotos von dem Graffito und äußerten Vermutungen, dass es sich um ein weiteres Werk des berühmten Street-Art-Künstlers Banksy handele. Banksy, der seine Identität geheim hält, hatte das Kunstwerk im Vorhinein nicht angekündigt.

Kritik an Migrationspolitik: Steve Jobs auf der Flucht

Am Wochenende waren bereits mehrere Graffiti in Paris aufgetaucht, die Banksy zugeschrieben worden waren. Diese sollen als Kritik an Frankreichs Umgang mit Flüchtlingen zu verstehen sein. Experten beschrieben diese Graffiti als authentisch.

Bereits 2015 hatte Banksy mit einem Graffito im nordfranzösischen Calais auf Missstände in der Migrationspolitik aufmerksam gemacht: Es zeigte Steve Jobs, selbst Sohn syrischer Einwanderer, mit einem Bündel über der Schulter und einem Apple-Rechner in der Hand.

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insgesamt 4 Beiträge
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vox veritas 25.06.2018
1.
Steve Jobs wurde von seinen Eltern zur Adoption freigegeben. Wenn schon, dann bitte alle Fakten.
hup 26.06.2018
2. Steve Jobs
Ist ein ganz schlechtes Beispiel für „einen syrischen Migranten, der es zu was gebracht hat“, denn er wusste lange nicht, dass er adoptiert war und syrische Wurzelen hat. Er hat sich immer zu seinen Adoptiveltern bekannt, amerikanischen weissen Juden, die ihn in ihrer Tradition zu einem Intellektuellen erzogen haben - ihrer Erziehung hat er seinen Erfolg zugeschrieben, und er besaß sicher keine ausgeprägte „migrantische Identität“. Er hat seinen Vater wohl nur einmal in dessen Restaurant inkognito besucht und war weder von ihm noch von der Kultur seiner Bio-Eltern begeistert. Jobs ist eher die Antithese zu dem Mythos, dass vor allem Migranten mit ihrem „externen“ kulturellen Background ihr Gastland wirtschaftlich bereichern - Jobs war in seinem Selbstverständnis ein reiner Amerikaner mit jüdischem Background, kein eingewanderter Araber. Was aber stimmt, ist, dass Jobs primär Kapitalist war: woher ein IT-Talent unter seinen Angestellten kam war ihm wurscht, wichtig war, dass es ihm nutzte. Aber diese pragmatische Haltung ist nicht ungewöhnlich für die Wirtschaft, schon gar nicht für die ohnehin globalisierte und vernetzte IT-Welt.
tokammerer 26.06.2018
3. Eher kein Banksy...
Sorry, aber das ist, glaube ich, kein Banksy! Die Ausführung ist zu ungenau und auch die plakative Kerze passt nicht dazu... Bin gespannt was rauskommt!
Analog 26.06.2018
4. Was für eine Technik ist das?
Wird das mit der Spraydose gemacht? Wenn ja, Respekt.
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