Google erinnert an Paul Klee "Rote Brücke" zum Geburtstag

"Als Maler und Zeichner eine bewegende, beunruhigende, mit Stilbegriffen nicht etikettierbare Schlüsselfigur der modernen Kunst": An diesem Dienstag erinnert Google an den Ausnahmekünstler Paul Klee.

Googles Startseite am Dienstag
Google/Screenshot

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Wer an diesem Dienstag die Startseite von Google aufruft, sieht dort nicht die üblichen schlichten sechs Buchstaben - sondern eine Zeichnung, mit der das Unternehmen an den 139. Geburtstag des Malers Paul Klee erinnert. Der habe sein Leben lang nie damit aufgehört, kreativ zu arbeiten und jedes Jahr zahlreiche neue Arbeiten hergestellt, heißt es im Begleittext. Im Jahr 1939 - ein Jahr vor seinem Tod - habe Klee rekordverdächtige 1239 Werke geschaffen.

Geboren wurde Klee am 18. Dezember 1879 bei Bern. "Bücherwurm und Schulmeister kann ich in Bern ganz gut werden, Künstler aber in Gottesnamen nicht", sagte er später einmal. "Der sanfte Trug des Berner Milieus taugt mir gar nichts", schrieb er in sein Tagebuch.

Als 18-Jähriger verließ Klee die Stadt. Er studierte Malerei und lebte unter anderem in München, Weimar, Dessau und Düsseldorf. Nachdem die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, ging Klee zurück nach Bern. (Mehr zum komplizierten Verhältnis des Malers zu seiner Geburtsstadt Bern erfahren Sie hier. Und hier können Sie nachlesen, wie Briefe Klees ein neues Licht auf seine Wandlung im Ersten Weltkrieg warfen.)

Die Künstlerclique "Blauer Reiter" wurde zu Klees "geistiger Heimat", wie der SPIEGEL einmal schrieb; bei der zweiten Ausstellung der Gruppe zeigte auch er einige seiner Arbeiten. Klee war "als Maler und Zeichner eine bewegende, beunruhigende, mit Stilbegriffen nicht etikettierbare Schlüsselfigur der modernen Kunst".

1928 schuf er das Werk "Rote Brücke", das Google für seine Würdigung heranzog und abwandelte. Klees Gemälde, so heißt es im Begleittext, "verwandelt die Dächer und Bögen einer europäischen Stadt in ein Muster von Formen, die in kontrastierenden, aber dennoch harmonischen Farbtönen gehalten sind". Und zum Schluss: "Happy Birthday, Paul Klee!"

aar

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