Heute in den Feuilletons "Mit dem Lineal das Gefühl verprügeln"

Die "NZZ" erinnert an Tage, als deutsche und russische Künstler die moderne Alltagskultur prägten. Lateinamerikanische Autoren haben die Nase voll vom magischen Realismus und ergeben sich dem globalen Kult des Individualismus, stellt "Zeit online" fest.


Efeu - Die Kulturrundschau

Architektur, 31.12.2014

In zwei Ausstellungen - in Berlin und in Dessau - lernt Bettina Maria Brosowsky (NZZ), wie befruchtend und einflussreich der Austausch zwischen dem deutschen Bauhaus und der Architekturschule Wchutemas in Moskau war: "Während das sowjetische Ausbildungsmodell die freien und die angewandten Künste, die Tradition wie das utopische Potenzial gleichermaßen an einen gesellschaftlichen Auftrag band, sah sich das deutsche Bauhaus ausschließlich als Protagonist einer modernen Alltagskultur. Der russische Autor Ilja Ehrenburg schätzte das Bauhaus zwar als einzig lebendige Kunstschule Deutschlands, die an die Moskauer Wchutemas erinnere, nur fehle die totgesagte Kunst: Man habe 'mit dem Lineal das Gefühl verprügelt'."

Literatur, 31.12.2014

Lateinamerikanische Literatur? Magischer Realismus! Diese lapidare, vor allem europäische Gleichung wollen die jungen Literaten Lateinamerikas schon lange nicht mehr hinnehmen, erklärt Sarah Murrenhoff auf Zeit online. Das liegt vor allem an den historischen Verwerfungen und Entwicklungen seit den lange zurückliegenden Glanztagen eines Gabriel García Márquez, die mit Magie rein gar nichts zu tun haben: "Mit zunehmend zynischen und nüchternen Tönen steigen sie ein in den globalen Kult des Individualismus. Das Erzählen wird wieder knapper: Es muss nicht der allumfassende Roman sein, auch Kurzgeschichten liefern präzise Schnappschüsse. Viele leben nicht mehr in ihrer Heimat oder schreiben gar auf Englisch, so wie Daniel Alarcón. Sein Roman 'Lost City Radio' (2007) ist eine Parabel auf die Grausamkeit totalitärer Herrschaft, wie sie in Lateinamerika, aber auch an jedem anderen Ort der Welt aufgetreten ist oder auftreten könnte."

Weitere Artikel: Lothar Müller erinnert in der SZ an E.T.A. Hoffmanns Erzählung "Die Abenteuer der Silvester-Nacht", die der Autor morgen vor 200 Jahren verfasst hat.  In der FAZ ärgert sich Tilmann Spreckelsen darüber, dass jüngere Jugendbücher immer drastischere Gewaltdarstellungen beinhalten.

Besprochen werden eine Neuausgabe von Konrad Bayers Prosasuite "der kopf des vitus bering" ("ein Text, der das Verständnis erschwert, um die individuelle Sinnbildung auf Leserseite zu erleichtern", verspricht Felix Philipp Ingold in der NZZ ), Liza Codys Krimi "Lady Bag" ( FR , unsere Besprechung hier), eine Gesamtausgabe von Winsor McCays Comicklassiker "Little Nemo" ( Tagesspiegel ), Gilbert Gatores "Das lärmende Schweigen" ( taz ) und neue Bücher über das Verhältnis zwischen Religion und Gewalt ( FR ).

Bühne, 31.12.2014

In der Berliner Zeitung gratuliert Doris Meierhenrich der Berliner Volksbühne zum hundertjährigen Bestehen. Außerdem jetzt online bei der FAZ: Martin Gecks Forderung an die Wagner-Regisseure, ein Sabbatical einzulegen.

Musik, 31.12.2014

Ernst, wirklich sehr, sehr ernst ist es Hans Zippert (FAZ) mit seiner Empfehlung der stolzen acht Kilo schweren Vinyl-Edition, auf der die Beatles endlich so klingen, wie sie ihrem eigenen Selbstverständnis nach klingen sollten: In Mono. Und diese Box, meint Zippert, ist bis auf weiteres wirklich erst einmal alles, was man sowohl von den Beatles, aber auch an Musik generell zu besitzen braucht. Man vergesse die alten, nach Kanälen aufgegliederten und dabei dünn gewordenen Stereo-Aufnahmen: Nun klingt die Musik "sehr transparent und federnd, vor allem zentrierter, wie man es bei Mono auch erwarten sollte; denn da kommt die gesamte akustische Information aus einem Lautsprecher. Die Abmischungen erreichen eine erstaunliche räumliche Tiefe, die Produzenten sprechen von einem 'beinahe dreidimensionalen Sound'. Man braucht dazu auch keine spezielle Mono-Ausrüstung. Die Überlegenheit des neuen Materials wird ohne weiteres auch mit einem Stereotonabnehmer deutlich."

Weitere Artikel: In der Berliner Zeitung blickt Markus Schneider auf das Berliner Konzertjahr 2014 zurück. In der Welt freut sich Michael Pilz schon auf die besten "Platten" 2015.

Besprochen wird das Silvester-Konzert der Berliner Philharmoniker, das heute nachmittag noch einmal wiederholt und im Ersten live übertragen wird ( Tagesspiegel ).

Film, 31.12.2014

Mit lediglich viereinhalb Stunden Laufzeit fällt Lav Diaz' erster regulär im deutschen Kino startende Film "Norte, The End of History" (unsere Besprechung) geradezu kurz aus, zumindest, wenn man die übrigen Filme des philippinischen Regisseurs als Maßstab anlegt. Im taz-Gespräch mit Dominik Kamalzadeh erklärt Diaz, der bei den Dreharbeiten gerne einmal ganze Drehbücher über den Haufen wirft, warum er lieber intuitiv arbeitet: "Der Grundverstand entscheidet, was passieren wird, kein theoretisches Konzept. Ich habe mich bis zu einem gewissen Grad von theoretischen Überlegungen befreien können, die mich am Arbeiten eher gehindert haben. [...] Theorien sind auch nur Konzepte: Wenn man sie anwendet, wird etwas ganz anderes daraus. Eine Theorie kann sich diskursiv ausbreiten, aber der Empirismus ist auf der Seite der Anwendung. Oft wird behauptet, dass sich der Diskurs erst nach der Anwendung befreit, aber in den meisten Fällen ist das nicht so. Theorien sind nur für Kaffee und Zigaretten gut."

Außerdem: Nachrufe auf die im stolzen Alter von 104 Jahren verstorbene Schauspielerin Luise Rainer schreiben Michael Omasta ( Berliner Zeitung ), Daniel Kothenschulte ( FR ) und Willi Winkler (SZ). Mehr auf Fandor .

Besprochen werden Frederick Wisemans "National Gallery" ( critic.de ), Roy Anderssons "Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach" ( critic.de , Tagesspiegel , Berliner Zeitung ), David Ayers Kriegsfilm "Herz aus Stahl" mit Brad Pitt ( critic.de , Tagesspiegel , SZ) und Jean-Pierre Améris' "Die Sprache des Herzens" (FAZ).

Kunst, 31.12.2014

Deutsch-französische Konflikte wurden auch im Wettstreit um die Kunst der Gotik ausgetragen, lernt Kerstin Stremmel (NZZ) in der Ausstellung "Die Kathedrale" im Kölner Wallraf-Richartz-Museum: "So ist eins der faszinierendsten Ausstellungsstücke kein Artefakt, sondern ein Zufallsprodukt mit hoher Symbolkraft: ein Wasserspeier, der dem Förderer mittelalterlicher Baukunst im 19. Jahrhundert Viollet-le-Duc zugeschrieben wird. Aus dem Maul des Tieres quillt erstarrtes Blei, das beim Beschuss der Kathedrale von Reims durch deutsche Truppen wegen des daraus resultierenden Feuers aus der Bedachung schmolz und über die Wasserspeier abfloss. Das Fabelwesen scheint beinahe zu ersticken an der Bleimasse, die wie ein aggressives Tier in seinen Schlund eindringt."

In der Zeit staunt Marie Schmidt über die Karlsruher Ausstellung einer zwanzig Jahre alten Installation der feministischen Medienkünstlerin Lynn Hershman Leeson, die darin schon maßgebliche Aspekte unserer heutigen Social-Media-Kultur vorweggenommen hat: "Die Digitalisierung hat künstliche Personen und Interfaces alltäglich werden lassen. Bevor man davon wissen konnte, schuf sich Lynn Hershman schon in den siebziger Jahren einen Avatar, den sie selbst verkörperte. ... Der Blick der männlichen Gesellschaft auf den weiblichen Körper hat ihn schon immer sich selbst fremd werden lassen. Deshalb können künstliches Leben und virtuelle Identitäten von heute eine Frau wie Lynn Hershman nicht erschrecken." (Bild: Lynn Hershman Leeson, iPhone Crack 2010. ©Lynn Hershman Leeson)

In der taz unterhält sich Katrin Bettina Müller mit Bernd Scherer vom  Berliner Haus der Kulturen der Welt unter anderem über den Wandel des Zeitbegriffs:  "Der Erste Weltkrieg ist der erste, der mit Armbanduhren geführt wurde. Das war die Voraussetzung für die Synchronisierung von Massenangriffen. ... Die mechanische Zeit war eine Voraussetzung des kapitalistischen Wirtschaftens und schrieb sich in die Körper der Menschen ein."


9Punkt - Die Debattenrundschau

Kulturmarkt, 31.12.2014

Instruktiv liest sich der mehrteilige Jahresrückblick von buchreport.de für die Buchbranche. Im letzten Teil (von dem aus man auf alle vorherigen Teile zurückklicken kann) heißt es: "Auch wenn an diesem Standort ganz spezifische Bedingungen den Ausschlag gegeben haben, steht die Ankündigung Hugendubels, Deutschlands umsatzstärkste Buchhandlung am Münchner Marienplatz Ende 2015 zu schließen, als Symbol für das Ende des Großflächenbooms im Buchhandel."

Weiteres: Oliver Maria Schmitt fürchtet in der FAZ für die Branche, dass das Jahr 2015 für die Gedenkerei weit weniger hergibt als das Jahr 2014.

Medien, 31.12.2014

Sehr scharf kritisiert der Journalist Ralf Fischer bei den Ruhrbaronen einen Beitrag des Zapp-Medienmagazins des NDR, der Verschwörungstheoretikern wie Mathias Bröckers nach Fischer kritiklos Raum gab, die "Lügenpresse" zu anzuprangern. Fischer formuliert seinen Text als offenen Brief: "Ihnen gelingt es im Beitrag nicht, eine angemessene Kritik an der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt mit einer Kritik an den verschwörungstheoretischen Montagsdemonstranten zu verknüpfen. Statt darauf hinzuweisen, dass viele der geäußerten Vorwürfe völlig aus der Luft gegriffen sind, oder zumindest stark übertrieben, stellen sie diese Wortmeldungen als berechtigte Einwände dar. Ganz allgemein steht bei Ihnen die gesamte bundesdeutsche Presselandschaft als Angeklagter den Konsumenten als Unschuldslämmern gegenüber." Nach Fischer erklärt sich die Konjunktur der Verschwörungstheorien auch daraus, dass "die Konsumenten nicht mehr ihren Beitrag zur Finanzierung eines unabhängigen Journalismus leisten".

Bettina Röhl kommt in dem Blog Tichys Einblick auf das Gutachten des unabhängigen "wissenschaftlichen Beirats" im Bundesfinanzministerium zu den Öffentlich-rechtlichen Sendern zurück (hier als pdf-Dokument), das im Schäubles Ministerium selbst kommunikativ beschwiegen werde - in dem Gutachten wird das gesamte System in Frage gestellt: "Die Gutachter, die auch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes zum substanzlosen Schwabbelbegriff der sogenannten 'Grundversorgung' der Bevölkerung mit Radio und Fernsehen durch die öffentlich-rechtlichen Sender kritisieren, haben ein Riesenfass aufgemacht und dies mit weitreichender gesellschaftlicher Bedeutung."

Ganz anders der Vorsitzende des DJV, Michael Konken, der in einer Pressemitteilung bereits das "Grabgeläut für ARD und ZDF" vernimmt: "'Das Gutachten will ARD und ZDF zum Nischendasein verdammen, ohne auch nur eine Zeile über die Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Meinungsvielfalt gerade auch im Regionalen zu verschwenden.' Dem wissenschaftlichen Beirat beim Bundesfinanzministerium kämen keinerlei Kompetenzen in diesen Fragen zu. 'Dem Ansinnen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu Grabe zu tragen, müssen die Ministerpräsidenten der Länder energisch entgegentreten', stellte Konken klar."

Weiteres: Medienforscher Stephan Russ-Mohl beschreibt im Standard, wie seine Disziplin dem Medienwandel hinterhinkt. Politico meldet, dass der Exodus bei der New Republic weitergeht: vier weitere wichtige Redakteure gehen. In der SZ imaginiert Willi Winkler die Chefredaktuerssuche beim Spiegel in Form eines Dramoletts. Ben Preston berichtet in der Radio Times, dass die BBC eine kritische Radiodokumnetation über Medienbeeinflussung durch das britische Königshaus nach Intervention königlicher Anwälte zurückgezogen hat.

Gesellschaft, 31.12.2014

Grey Hutton unterhält sich bei Vice mit dem Fotografen Alexander Krack, der eine schöne Serie über deutsche Kurorte gemacht hat. Auf einem Foto sitzen ältere Menschen auf Stühlen und blicken in eine Höhle: "Sie sitzen in einem Schieferstollen. In dem Stollen herrscht ein Mikroklima, wodurch die Temperatur das ganze Jahr konstant bei 8 Grad bleibt. Die Luftfeuchtigkeit beträgt fast 100 Prozent und die Luft ist fast vollständig frei von Staubpartikeln, Keimen und Pollen. Das ist richtig gut für die Lungen. Es gibt auch eine Quelle im Stollen, aus der sogenanntes reduziertes Wasser entspringt. Angeblich fängt es freie Radikale auf."

Inge Günter besucht für die FR aktuelle archäologische Ausgrabungsprojekte in Jerusalem: "Den Luxus eines Schwimmbades von 23 Metern Länge und sieben Metern Breite konnte sich im wasserarmen Jerusalem damals nur der verschwenderische Herodes leisten."

Die feministische Ökonomin Mascha Madörin sagt im Interview mit Ulrike Baureithel im Freitag traditionell als "weiblich" angesehen Talenten eine große ökonomische ZUkunft voraus: "Eine vielbeachtete britische Studie zur Beschäftigungsstruktur in den USA hat 2013 gezeigt, dass in Zukunft 47 Prozent aller Arbeitsplätze durch Robotik ersetzt zu werden drohen. Aber es gibt Arbeit, die nicht ersetzt werden kann: Jobs, die auf Kreativität, sozialer Intelligenz oder auf 'der Wahrnehmung und Manipulation irregulärer Objekte' beruhen." Ähnlich sieht es Alan Posener in der Welt: Angesichts der jobfressenden Digitalisierung  seien "Kreativität und emotionale Intelligenz" die nicht wegzurationalisierenden "Schlüsselkompetenzen der Zukunft".

Politik, 31.12.2014

Im Jahr 2014 haben Europa und die USA endgültig ihre Vormachtstellung in der Welt verloren, schreibt Dominic Johnson im Leitartikel der taz. Dem Umstand, dass die ehemals zentralistische Machtverteilung endgültig einer multipolaren gewichen ist, widmet die Zeitung ihre gesamte Ausgabe und illustriert den damit verbundenen Perspektivwechsel mit Berichten, Analysen und Reportagen aus Asien, Afrika und Lateinamerika. Nicht einmal der als dezidiert anti-westlich wahrgenommene Terrorismus richtet sich in Wirklichkeit noch gegen uns, stellt Charlotte Wiedemann fest: "Die Konflikte, Kämpfe und Kriege in der islamischen Welt werden vor allem unter Muslimen ausgetragen - und nicht gegen den Westen oder dessen vermeintliche Statthalter. Dies gilt auch und gerade für den 'Islamischen Staat' (IS), der in einer so grotesken wie tragischen Verzerrung globaler Größen- und Mehrheitsverhältnisse immer dann herhalten muss, wenn im Westen jemand eine neue Theorie über den Islam auf den Markt werfen will. Doch es sind keine westlichen Werte, die der IS zu zermalmen sucht, sondern uralte Werte des Nahen Ostens, eine über Jahrhunderte praktizierte religiöse und kulturelle Pluralität, die es im Westen in dieser Form nie gab. Der IS nutzt die ekstatische westliche Aufmerksamkeit überaus professionell, spielt mit ihr - aber er braucht den Westen nicht."

"Ein gemeinsames Gedenken der europäischen Völker hat 2014 nicht stattgefunden", bedauert der ehemalige Staatssekretär Michael Müller in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel. Statt die universalen Lehren aus den Kriegen der Geschichte zu ziehen und für die gegenwärtigen Krisen nutzbar zu machen, konzentrierte sich das Gedenken in Deutschland auf eine "Revision des Geschichtsbildes" und verhinderte so eine mögliche europäische Erinnerungskultur: "Es war auch politisch nicht gewollt, aber es wäre notwendig gewesen - innenpolitisch, um neuen nationalistischen Strömungen wie der Alternative für Deutschland entgegenzutreten, außenpolitisch, um die Idee Europa zu stärken. Aber es gab keine deutschen Schritte hin zu einer gemeinsamen europäischen Geschichte. Vielmehr hat sich das deutsche Geschichtsbewusstsein 2014 wieder entfernt von den Erinnerungen der anderen Völker."

In dem vor drei Wochen veröffentlichten Aufruf deutscher Politiker und Kulturschaffender zu einem weniger konfrontativen Ton gegenüber Moskau sieht der Bremer Politologe Jörg Himmelreich in der NZZ das "gelegentlich wieder hervorbrechende besondere deutsche Verständnis für Russland und seine Gewaltakte" am Werk, das das bewegte deutsch-russische Verhältnis seit dem achtzehnten Jahrhundert geprägt hat: "Wer vor diesem historischen Hintergrund aber beobachtet, wie selbstverständlich sich die Bundesregierung und die breite Bundesbevölkerung - abgesehen von einigen Irrläufern - heute an die Spitze eines gemeinsamen, von westlichen Werten geprägten Europa gegen Putins Angriff auf die europäische Rechts- und Friedensordnung stellen, der kann beruhigt feststellen: Deutschland ist im Westen doch endgültig angekommen."

Europa, 31.12.2014

Nun wissen wir's: Das Massaker auf dem Majdan-Platz am 22. Februar des Jahres war eine Veranstaltung der CIA. Der einst bedeutende Filmregisseur Oliver Stone ist zumindest davon überzeugt und teilt es auf Facebook mit, nachdem er ein vierstündiges Interview mit dem abgehauenen Ex-Präsidenten Wiktor Janukowytsch geführt hat: "Er war der legitime Präsident der Ukraine, bis er es nach dem 22. Februar plötzlich nicht mehr war. Details folgen in meinem Dokumentarfilm, aber es scheint klar, dass die sogenannten 'Schützen', die 14 Polizisten töteten, 85 verletzten und 45 protestierende Zivilisten erschossen, von einer dritten Seite eingesetzt wurden. Viele Zeugen, inklusive Janukowytsch, glauben, dass diese Elemente von westlichen Parteien eingesetzt wurden, mit CIA-Fingerabdrücken."



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