Heute in den Feuilletons "Eine maßlose Feier des Erzählens"

Der Preis der Leipziger Buchmesse geht an Guntram Vesper für seinen Roman "Frohburg". Gute Wahl, meinen die Kritiker. "Zeit Online" und die "Welt" verlieren ihre Herzen an AnnenMayKantereit. Und: Mit "tell" ist endlich ein Literaturmagazin im Netz entstanden.


Efeu - Die Kulturrundschau

Literatur, 18.03.2016

Nun ist aus Wolfram Schüttes Idee doch tatsächlich Realität geworden, wenn auch anders als von ihm erträumt. Sieglinde Geisel, Literaturkritikerin der NZZ eröffnet das Literaturmagazin tell . Ihre ersten Sätze im neuen Online-Medium: "Im Sommer 2015 hatte Wolfram Schütte auf dem Perlentaucher mit seinem Essay 'Über die Zukunft des Lesens' eine Debatte über Literaturkritik im Netz angestoßen. Angesichts des schwindenden Platzes in den Printmedien forderte Schütte ein neues Literaturmedium im Netz: Während sechs Wochen beteiligten sich 25 Kritiker und Blogger an einer Diskussion: Die Zeit schien reif für ein neues Medium, und deshalb gibt es jetzt tell ."

Der Buchpreis der Leipziger Buchmesse geht in diesem Jahr an Guntram Vesper für dessen epischen Roman "Frohburg" über die Geschichte der gleichnamigen westsächsischen Kleinstadt. Eine gute Entscheidung, meinen die Kritiker. Man kann in diesem Buch "eine maßlose Feier der Sprache und des Erzählens" erleben, versichert Wiebke Porombka auf ZeitOnline, die aus der Shortlist lediglich Nis-Momme Stockmanns "Der Fuchs" für ebenbürtig hält. Sehr ähnlich sieht das auch Christopher Schmidt in der SZ.

Dass Jury-Vorsitzende Kristina Maidt-Zinke bei der Preisverleihung auf die Unabhängigkeit einer angeblich zusehends in Bedrängnis geratenden Literaturkritik pochte, lässt Gerrit Bartels im Tagesspiegel allerdings mit den Augen rollen: "Man mag es nicht immer wieder hören, dieses Gejammer". Die Entscheidung für Vespers als eher unzugänglich geltendem Roman sieht er im Sinn dieser Litanei als Statement: "Hier ihr Marktgläubigen, ihr Lesefutterliebhaber- und verbreiter, nehmt dies!" Im Tagesspiegel bespricht Katrin Hillgruber das Buch, das für sie "ein Mahnmal politischer Willkürakte quer durch die Systeme [darstellt]. Wie unter einer Glasglocke ist hier ein altdeutscher Mikrokosmos zu besichtigen." Mehr über Guntram Vesper im Netz in der Übersicht unseres Metablogs Lit21.

Immer mehr Schriftsteller zeichnen sich durch einen migrantischen Background aus. Im Freitag plädiert Mark Terkessidis daher am Beispiel Herta Müllers dafür, diese Tendenz auch im literarischen Diskurs fruchtbarer als bislang zu diskutieren: "Das kreative Potenzial von Migration, Mobilität und Vielheit lässt sich nur dann ausschöpfen, wenn Herta Müllers Rumänien konsequent als Teil eines neuen, transnationalen 'deutschen' Kulturraums betrachtet wird. Es geht nicht darum, Diskontinuitäten zu vertuschen, sondern darum, konfliktreiche, aber zusammenhängende kulturelle Prozesse in den Blick zu nehmen. Dafür ist ein Kulturbegriff vonnöten, der kulturelle Artikulationen nicht auf einen nationalen Rahmen bezieht, sondern sie als Knoten in einem Geflecht von Verbindungslinien betrachtet. ... Es wird Zeit, dass die deutsche Literatur germanopolitan wird." Dazu passend stellt Lukas Latz zehn migrantische Newcomer der deutschen Literatur vor.

Weiteres: Gerrit Bartels vom Tagesspiegel flaniert über das Leipziger Messegelände. Hans-Peter Kunisch ( SZ ), Paul Wrusch ( taz ) und Oliver Jungen (FAZ) resümmieren die Lit.Cologne. Französische Comicautoren und Schriftsteller imaginieren sich ein Frankreich unter LePen, schreibt Joseph Hanimann in der SZ. In der SZ gratuliert Thomas Steinfeld dem Lyriker Joachim Sartorius zum 70. Geburtstag

Besprochen werden Thea Dorns "Die Unglückseligen" ( Tagesspiegel ), Roland Schimmelpfennigs "An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts" ( Zeit ), zwei neue Romane über F. Scott Fitzgerald ( Tagesspiegel ), Peter Stamms "Weit über das Land" ( Tagesspiegel ) und der erste Band von Henry David Thoreaus Tagebuch (FAZ).

Film, 18.03.2016

In der SZ wirft Susan Vahabzadeh einen Blick auf Hollywood im Wahlkampf.

Besprochen werden Lenny Abrahamsons Film "Raum", die Verfilmung der Gefangenschaft Natascha Kampuschs ( Welt ), Phil Collins' "Tomorrow Is Always Too Long" ( FR , unsere Kritik hier), Stéphane Brizés Arbeitsmarkt-Drama "Der Wert des Menschen" ( Jungle World , Tagesspiegel , mehr im gestrigen Efeu) und Thomas Stubers Boxerdrama "Herbert" ("diese grauenhaft schmerzhafte und grandios sentimentale Geschichte einer Krankheit [ist] auch ein Porträt unseres Landes", schwärmt Moritz von Uslar in der Zeit).

Bühne, 18.03.2016

In Ragnar Kjartanssons Stück "Krieg" an der Berliner Volksbühne muss ein von Maximilian Brauer gespielter Soldat eine Stunde lang sterben, schreibt Peter Laudenbach in der SZ nicht ohne Spott angesichts dieses "Balletts der letalen Zuckungen": "Die schmachtenden Geigen des Filmorchesters Babelsberg, für die Kjartan Sveinsson einen gewollt trivialen Bombast-Soundtrack geschrieben hat, umschmeicheln seine letzten Seufzer. Der Abend ist entweder das Angebot, sich über die Obszönität, Merkwürdigkeit oder Abgründigkeit einer Kunst zu wundern, die das Sterben ausstellt und in einen virtuos vorgeführten Kunstvorgang verwandelt - oder ein sehr gelungener Scherzartikel. Oder beides."

Besprochen werden Jossi Wielers Stuttgarter Inszenierung von Armin Petras' neuem unter dem Pseudonym Fritz Kater geschriebenem Stück "I'm searching for I:N:R:I" (FAZler Martin Halter sah "ein zweistündiges Amateurvideo zwischen Cool Jazz, Gummibaum und Asbach-Uralt-Theater") sowie "Boris Godunow" und "Chowanschtschina" in Amsterdam und London ( Welt , FAZ - nur zu "Chowanschtschina").

Musik, 18.03.2016

In der NZZ stellt Philipp Rhensius die animierte japanische Sängerin Hatsune Miku vor, ursprünglich ein Werbemaskottchen für eine Stimm-Synthesizer-Software, heute ein veritabler Popstar mit 2,5 Millionen Facebookfreunden: "Auf Konzerten, die Miku längst auch nach Europa und in die USA führen, tritt sie in Form eines dreidimensionalen Hologramms auf. Ihre Stimme stammt von jenem Instrument, das sie bewirbt. Miku sieht also nicht nur artifiziell aus, sie klingt auch so - und versucht gar nicht erst, ihre Nichtmenschlichkeit zu verbergen. Das war vor Jahrzehnten noch undenkbar, als das Künstliche in der Musik als Verletzung der Authentizität galt. Heute jedoch, in einer Welt, in der wir mit Smartphones und Laptops immer mehr zu Mensch-Maschine-Hybriden werden, scheint die Zeit gekommen zu sein, das Künstliche nicht mehr zu exorzieren, sondern zu affirmieren."

Auf ZeitOnline porträtiert Daniel Gerhardt die nach allen Regeln der Kunst ermatteten Kölner Rock-Newcomer AnnenMayKantereit: Die "singen über Veränderung, ohne etwas verändern zu wollen - und landen damit einen zeitgeistlichen Glückstreffer. Sie bezeugen, dass es überhaupt kein Problem ist, wenn man nichts zu sagen hat, solange man es ernst meint." In der Welt stellt Richard Kämmerlings ihr Album "Alles Nix Konkretes" vor.

Weiteres: Für die taz spricht Philipp Rhensius mit dem Techno- und Experimentalmusiker Stefan Goldmann, dessen Klanginstallation "alif" bei der Berliner MaerzMusik zu sehen und zu hören ist, über Presets in der elektronischen Musik und die Potenziale entsprechender Experimente: "In einer von Nostalgie infizierten Zeit, in der viele die Unmöglichkeit beklagen, innovativ zu sein, machen Goldmanns Ideen Hoffnung."

Weiteres: Mit seinem neuen Album "Post Pop Depression" ist Iggy Pop endlich das langersehnte, würdige Alterswerk geglückt, freut sich Torsten Gross in der SZ. In der FR spricht Arne Löffel mit dem Technoproduzenten-Duo Underworld. Für Pitchfork spricht Jason King mit Leon Ware, der vor 40 Jahren an der Entstehung und Produktion von Marvin Gayes Soul-Klassiker "I Want You" maßgeblich beteiligt gewesen war. SZler Jan Kedves war bei der achtstündigen Aufführung von Max Richters "Sleep" bei der MaerzMusik in Berlin.

Besprochen werden ein Konzert der Geigerin Midori ( SZ ) und des Gitarristen Joe Bonamassa ( Tagesspiegel ) sowie das neue Album von Jeb Loy Nichols ( taz ).

Kunst, 18.03.2016

Das Whitney-Museum ist im letzten Jahr in seinen von Renzo Piano entworfenen neuen Bau im schicken Meat Packing District umgezogen. Im renovierten alten Gebäude kann man jetzt die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst des Metropolitan Museum bewundern, berichtet Andrea Köhler in der NZZ. "Das Ziel ist es, jüngere Kunst mit älteren Werken zu konfrontieren; außerdem will man vornehmlich Künstler jenseits des westlichen Kanons vorstellen. Den Anfang in dieser Richtung macht die 1990 im Alter von 56 Jahren an Parkinson verstorbene indische Künstlerin Nasreen Mohamedi, eine herausragende Vertreterin des Minimalismus, deren gleichermaßen westlich und östlich inspirierte lyrische Fotografien und abstrakte Zeichnungen in einer beeindruckenden Retrospektive zu sehen sind."

In einer Wiener Ausstellung der Sammlung Verbund lässt sich mit Renate Bertlmann eine oft übergangene, in ihrer ästhetischen Positionierung einzigartige Pionierin der feministischen Kunst neu- und wiederentdecken, schreibt Irene Bazinger in der FAZ: "Ob als 'Schwangere Braut im Rollstuhl' (1978), die den verdutzten Besuchern einer Galerie ihr Neugeborenes übergibt und auf eigenen Füßen den Raum verlässt, oder mit 'Rosemaries Baby' (1975), einem 'Sargkinderwagen', höchst widersprüchliche Muttergefühle ausgedrückt werden [...], immer entwickelt Renate Bertlmann aus den als schmerzhaft empfundenen Gegensätzen den Versuch einer aussöhnenden Synthese."

Weiteres: Im Tagesspiegel stellt Nicola Kuhn Krist Gruijthuijsen vor, der ab Sommer die Berliner Kunst-Werke leiten wird. Für die taz hat Juliane Hanka mit der anonymen StreetArt-Aktivistin "Barbara." gesprochen, die mit ihren über Facebook gestreuten Kommunikationsguerilla-Aktionen für viel Heiterkeit sorgt.

Besprochen werden die Ausstellung "Total Records" mit rund 500 Plattencovern im Fotomuseum Winterthur ( NZZ ), eine Ausstellung von Lee Millers Fotografien im Berliner Gropiusbau ( Berliner Zeitung ), die Ausstellung "Berlin - Stadt der Frauen" im Ephraim-Palais in Berlin ( Tagesspiegel ), Claudia Reinhardts neuer Fotoband "Tombs Of Love" ( Jungle World ), die Ausstellung "Demo: Polis" in der Akademie der Künste in Berlin (FAZ) und die Ausstellung "August Kopisch: Maler, Dichter, Entdecker, Erfinder" in der Alten Nationalgalerie in Berlin (FAZ).


9Punkt - Die Debattenrundschau

Politik, 18.03.2016

Ein Gutes hat die russische Intervention in Syrien, meint Herfried Münkler in der taz: "Seitdem die Russen in den Syrienkrieg eingegriffen haben, sind die Konstellationen überschaubarer geworden, und es gibt eine begründete Aussicht auf die Beendigung des Krieges. Die russische Intervention hat die Lagerbildung gefördert, und das wiederum ist die Voraussetzung für Gespräche über eine Beendigung des Krieges; jedenfalls bei denen, die dem russisch-iranischen oder dem amerikanisch-saudischen Lager zuzurechnen sind."

Außerdem in der taz, die heute ein ganzes Syrien-Dossier bringt: ein Gespräch mit den syrischen Oppositionellen Kefah Ali Deeb und Hayyan al-Yousouf über ein Syrien nach Assad. Und der Autor Ramy Al-Asheq schreibt einen Text über seine Flucht: "Koffer, mit Angst vollgestopft, und Kleider, die nach Enttäuschung riechen. Schuhe für amputierte Füße, Bilder einer kompletten Familie, die dies nicht mehr ist, und hagere Gesichter aus Wut."

Ideen, 18.03.2016

Andreas Fanizadeh berichtet in der taz von der Verleihung des Leipziger Buchpreises für europäische Verständigung an Heinrich August Winkler und ist überhaupt nicht einverstanden mit den Äußerungen der Honoratioren zu Flüchtlingspolitik und mit Winklers Position: "Was sagt der Meister selbst? Er legt in Leipzig in seiner Kanzlerinnen-Schelte nach, die er seit September immer wieder vorgebracht hat. 'Eine humanitäre Asylpolitik, die nachhaltig sein will, muss darauf achten, dass die Bedingungen ihrer Möglichkeit auch morgen und übermorgen noch gesichert sind', so Winkler. 'Zu diesen Bedingungen gehört nicht nur die Beachtung der Grenzen der Aufnahme- und Integrationsfähigkeit, sondern auch der politische Rückhalt in der Bevölkerung.'"

Kulturpolitik, 18.03.2016

Catrin Lorch und Jörg Häntzschel unterhalten sich in der SZ mit der Gurlitt-Cousine Uta Werner und ihrer Tochter Charlotte, die gegen die Entscheidung der Vergabe der Gurlitt-Sammlung in die Schweiz oppononieren. Charlotte Werner sagt: "Meiner Mutter ist es wichtig, dass der Name Gurlitt wieder für etwas anderes steht. Es geht um die Vergangenheitsbewältigung einer deutschen Familie. Es wäre doch seltsam, wenn die in der Schweiz erfolgt. Wir wollen zeigen, dass eine deutsche Familie dazu in der Lage ist, mit allen Flecken, die da sein können."

Gesellschaft, 18.03.2016

Distanz wahrende Verhaltensweisen - Takt, Höflichkeit, Zurückhaltung - sind im Arbeitsleben out. Gefordert werden statt dessen soziale Intelligenz, Teamfähigkeit, Empathie. Das klingt nett, ist aber vor allem ein "Paradigmenwechsel in der Geschichte der Machttechniken", der tendenziell zu Übergriffigkeiten führt, warnt in der NZZ der Philosoph und Managementberater Reinhard K. Sprenger. "Es ist nun nicht mehr nur der Staat, der unterwirft und diszipliniert, sondern die Unternehmen übernehmen diese Rolle. In dem Glauben, das Reduzieren von Komplexität fördere ihre Geschäftsinteressen, agieren sie zunehmend als Umerziehungsheime, Business-Sekten und säkularisierte Kirchen. In der Logik der 'Vorsorge' - der Zukunftsvorsorge, der Risikovorsorge, der Gesundheitsvorsorge - machen sie den Mitarbeiter durch vielfältige Institutionen zum Akkusativobjekt, das unter Anklage steht, das jedenfalls 'noch nicht' ist, was es sein sollte: noch nicht ganz, noch nicht vollständig, vielmehr durch und durch verbesserungs- und entwicklungsbedürftig."

Medien, 18.03.2016

(Via turi2) Die Guardian Media Group muss 250 Stellen streichen, davon hundert Redakteursstellen. Beim Guardian selbst heißt es: "Chefredakteurin Katharine Viner und Geschäftsführer David Pemsel sagten in einer gemeinsamen Mail, das 'schwankende Medienumfeld' habe zu 'dringendem Handungsbedarf' geführt. 'Unser Aktionsplan hat ein Ziel: die journalistische Integrität und finanzielle Unabhängigkeit des Guardian dauerhaft zu erhalten', schreiben sie und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, das die Einschnitte einvernehmlich geschehen können."

Außerdem: In der NZZ stellt Inna Hartwich Bemühungen der Fernsehsender vor, den Flüchtlingen mit speziellen Sendungen auf Arabisch bei der Integration zu helfen.

Europa, 18.03.2016

Man kann der AfD weder durch Ausgrenzung noch mit wohlfeiler Satire begegnen, meint Johan Schloemann in der SZ - das einzige, was für ihn bleibt ist demokratisches Argumentieren: "Andere Waffen gibt es nun mal nicht in der demokratischen Debatte, solange der Gegner nicht straffällig oder offen verfassungsfeindlich ist. Und selbst im letzten Fall müsste man möglichst noch weiter argumentieren, eben für die Verfassung. Wie man das dann konkret am besten macht, ist allerdings eine ganz andere Frage; jedenfalls beneidet man niemanden, der mit Beatrix von Storch oder mit Björn Höcke öffentlich sprechen muss und dabei nicht die Contenance verlieren soll."

Die Bilder von der Grenz- und Flussüberquerung bei Idomeni gingen vor eine paar Tagen durch die Medien. Rainer Meyer (ex "Don Alphonso") beschuldigt in der FAZ ohne allzu viel Belege oder Rücksprache mit den Kritisierten einige NGOs und linke Aktivisten, sie hätten die Flüchtlinge zu dieser hoffnungslosen und gefährlichen Aktion getrieben: "Etliche der in den Medien kursierenden Bilder wurden von Vertretern der 'Sozialfotografie' gemacht, die ihre Bilder an klassische Medien verkaufen, privat aber Migrationsprojekte unterstützen. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass auf den wenigsten der unzähligen Bilder, die über die Nachrichtenagenturen verbreitet wurden, die Kette der mitmarschierten Reporter und Aktivisten zu sehen ist, für die die Flussüberquerung eine zunächst gelungene Aktion war."

Geschichte, 18.03.2016

Wir sprechen alle noch Etruskisch, hat Matthias Heine (Welt) aus einem Buch des Sprachwissenschaftlers Harald Haarmann gelernt, denn viele etruskische Wörter wurden ins Lateinische übernommen: "Zu den heute noch im Deutschen gebräuchlichen Wörtern, die über das Lateinische aus dem Etruskischen zu uns gekommen sind, gehören Fachbegriffe aus Verwaltung, Militär, Bautechnik, Handwerk, Ritualwesen und Lebensmitteln - aber auch Begriffe der Intimsphäre wie Vagina."

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