Heute in den Feuilletons "Unzufrieden - an eigentlich allem"

Die "taz" verspricht: von jetzt an keine literarischen Routinen mehr. Die "Welt" bewundert das Anti-Design des Josef Frank, und die "SZ" feiert Dada als Proto- und Post-Punk, zeigt aber keine Gnade gegenüber seinen Epigonen.


Efeu - Die Kulturrundschau

Literatur, 06.02.2016

Interessant zu beobachten, was es mit einem anstellt, wenn man sich unter den Eindrücken der erhitzten gesellschaftlichen Debatten der letzten Wochen bereits eingehend mit dem literarischen Programm der Frühjahrsaison befassen kann, schreibt Dirk Knipphals in der taz: "Man schaut doch anders auf diejenigen Romane, die den Anspruch erheben, deutsche Gegenwart zu beschreiben. Man schaut unduldsamer auf sie und ist wohl auch noch allergischer als sonst gegen literarische Routinen. Was beides etwas damit zu tun hat, dass, wenn etwas hierzulande zuletzt deutlich geworden ist, dann doch dies: Die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft sich selbst beschreibt, hat direkte Auswirkungen auf das Leben sehr vieler Menschen."

Richard Kämmerlings liest für die Literarische Welt die Erzählungen migrantischer Autoren und erkennt die Grenzen der Integration: "Die Formen gelingender Integration sind höchst unterschiedlich, im Alltag und auch in Kunst und Literatur. Jeder bedeutende Roman ist zunächst ein Fremder."

Weiteres: Claudia Otts Übersetzung eines bislang wenig beachteten Manuskript-Fragments aus "1001 Nacht" wartet mit einer gehörigen Überraschung auf, staunt Tilman Spreckelsen in der FAZ. Für den Tagesspiegel spricht Kaspar Heinrich mit dem Schriftsteller Abbas Khider.

Besprochen werden Lambert Wiesings Schrift über den Luxus als Freiheitsbeweis ( NZZ ), Uwe Neumahrs Biografie "Miguel de Cervantes" ( NZZ ) Franziska Gerstenbergs "So lange her, schon gar nicht mehr wahr" ( FR ), Ben Lerners "22:04" ( taz ), María Sonia Christoffs "Lasst mich da raus" ( taz ), Katharina Winklers "Blauschmuck" ( Berliner Zeitung ) und Ta-Nehisi Coates' "Zwischen mir und der Welt" (FAZ, mehr).

Bühne, 06.02.2016

Etwas schräg findet Barbara Villiger Heilig in der NZZ, dass federico Tiezzo am Mailänder Piccolo Teatro Pirandellos Regietheater-Stück "Heute Abend wird aus dem Stegreif gespielt" geradezu wortwörtlich auf die Bühne brachte: "Wäre es nicht vielleicht werktreuer gewesen, er hätte stattdessen die pirandellianische Dekonstruktion fortgedacht? Was heute gang und gäbe ist, verwendet bereits Pirandellos Theater im Theater: Verfremdungseffekte wie das Einsprache erhebende Publikum oder die neben ihrer Figur stehenden sowie diese Figur kommentierenden Schauspieler; diskurstheoretische Auslassungen als Bestandteil der Handlung; den Hang zum Zitat."

Für die taz unterhält sich Katrin Ullmann mit Edgar Selge, der am Hamburger Schauspielhaus Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung" als Monolog auf die Bühne bringt.

Besprochen wird Ayad Akhtars am Münchner Residenztheater gezeigtes Stück "Geächtet" (FAZ).

Design, 06.02.2016

Marcus Woellner besucht für die Welt die große Retrospektive, die das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien dem Architekten und Designer Josef Frank widmet. "Against Design" heißt sie, denn Frank war überzeugt, dass "glatte, maschinell hergestellte Produkte" Unrast erzeugen: "Wie kann einer gestalten, der gegen Design ist? Und wie kann man der Moderne ein menschliches Antlitz verleihen, ohne ins Doktrinäre zu verfallen, wie viele seiner Kollegen? Franks Modernismus speist sich aus seiner Unzufriedenheit - an eigentlich allem. Es muss an seinem Charakter gelegen haben, dass aus diesem Hader kein Frust wurde, sondern eine noch heute in die Zukunft weisende Nonchalance. Josef Frank ist der Designer der Lässigkeit."

Film, 06.02.2016

Dezent skurril findet Dominik Kamalzadeh im Standard Grímur Hákonarsons Schafzüchter-Komödie "Sture Böcke". Für die FAZ hat Verena Lueken den Avantgarde-Filmemacher und Experimental-Chronisten Jonas Mekas besucht. Außerdem bringt die taz einen Auszug aus Sara Piazzas Buch über den Filmemacher Jim Jarmusch. Till Schweiger hätte auch einfaches Arthouse-Kino machen können, weiß Peter Praschl in der Welt, aber jetzt ist sein Film "Tschiller: Off-Duty" doch das größte Kunstwerk aller Zeiten geworden.

Besprochen werden "Mittwoch, 04:45" ("eine Hommage an alle Unschuldig-Unglücklichen", schreibt Daniel Kothenschulte in der FR) und Kilian Riedhofs heute im Ersten ausgestrahlter Fernsehthriller "Der Fall Barschel" ( ZeitOnline ).

Musik, 06.02.2016

Laura Aha trifft sich für die taz mit der Musikerin Laurel Halo, die heute bei der Club Transmediale auftritt. Für die FAZ spricht Eleonore Büning mit Mirga Gražinyteÿ-Tyla, der künftigen Chefdirigentin in Birmingham. Julian Weber schreibt zum Tod von Maurice White. In der Welt tanzt Michael Pilz  für ihn einen letzten Boogie Wonderland.

Besprochen werden eine Box zur Geschichte von Shoegaze ( Pitchfork ), das neue Album von Mary Ocher + Your Government ( Spex ), der Auftritt von Pauline Oliveros bei der Club Transmediale ( Berliner Zeitung ), diverse neue Popveröffentlichungen, darunter das neue Album von Diiv ( ZeitOnline ) und ein Konzert von Marc Ribot in Berlin (FAZ).

Kunst, 06.02.2016

Nach der gestrigen taz begeht auch die SZ heute mit einer Feuilleton-Sonderausgabe das 100-jährige Dada-Jubiläum. Im Aufmacher wirft Christopher Schmidt einen Blick auf die Zürcher Gründungsstation von Dada: "Ereignet hatte sich dort nichts Geringeres als der Urknall der Moderne. Wie mit einer Zentrifuge wurde das Dada-Virus in die ganze Welt geschleudert." Außerdem sammelt Schmidt mögliche Ursprünge des Wortes Dada. Dass im Umfeld dieses Jubiläums auch die lange Zeit übergangenen Dadaistinnen endlich gewürdigt werden, freut Catrin Lorch, auch wenn es "nicht länger um die Rehabilitierung so vieler Künstlerinnen [geht]. Es geht darum, Dada endlich in seiner ganzen Komplexität und Schönheit zu zeigen." (Bild: Max Ernst: Chinesische Nachtigall, 1920, Musée de Grenoble, © 2016 ProLitteris, Zürich)

Peter Richter erklärt, dass es dada-artige Kunst vor der Dada-Begründung in Zürich bereits in New York gab, dort aber fruchtlos blieb, was ihn daran erinnert, dass es sich später mit Punk in New York und Punk in London sehr ähnlich verhalten sollte: "Wenn also Zürich für Dada das darstellte, was London für den Punk war, dann war New York Dada gewissermaßen nicht nur der Proto-Punk, sondern auch gleich der Post-Punk für die Anspruchsvolleren." Michael Lentz schüttelt sich angesichts des Elends der "Dadanachäffspießer": "Dabei ist die künstlerische, zum Teil auch die akademische Rezeptionsgeschichte Dadas nichts als ein unproduktives Missverständnis." Georg M. Oswald schreibt über Walter Serner und dessen künstlerisches Programm gepflegter Hochstapelei. Astrid Mania erinnert an die Bewegung der Incohérents, die Dada vorwegnahmen, heute aber fast in Vergessenheit geraten sind. Kia Vahland bespricht zwei Dada-Ausstellungen im Kunsthaus Zürich und im Cabaret Voltaire (Bild: Francis Picabia La Sainte Vierge, 1920 Collection du Centre Pompidou, Paris, © 2016 ProLitteris, Zürich).

Roman Bucheli betont in der NZZ, dass Dada "unter den Auspizien des Tingeltangels" entstanden und von kurzer Dauer gewesen sei, da Hugo Ball bereits ein Jahr später zum ersten und größten Dada-Häretiker wurde: "Als sei Dada je etwas anderes gewesen als die wilde Verzweiflung von ein paar in Zürich gestrandeten Flüchtlingen." Sibylle Lewitscharff erzählt von einem Dada-Auftritt als Fünfzehnjährige, im Print schreiben unter anderem Charles Simic, Bora Cosic und Juri Andruchowytsch.

Im Freitag mahnt unterdessen Wolfgang Müller an: "Eigentlich widerspricht es dem Geist von Dada, ein 100-jähriges Jubiläum zu feiern. Denn die Kunstbewegung, die dem Wahnsinn der Realität einen Spiegel vorhalten wollte, stellte jedes Jubiläum in Frage - entlarvte es als Konstruktion oder Instrument von Machterhalt."

Für den Standard besucht Sebastian Borger die Ausstellung "Monet to Matisse", in der sich die Londoner Royal-Academy vor allem für die Impressionisten als Gärtner interessiert: "Dem Garten galt Monets ganze Aufmerksamkeit. Oft stand der Künstler um vier Uhr morgens auf und widmete sich der minutiösen Beobachtung feinster Veränderungen der Szenerie durch Sonnenlicht, Wind und Wolken. Bis zu sieben Gärtner kümmerten sich um die prächtige Anlage. Einer von ihnen fuhr täglich mit einem Kahn über den Teich, um die Seerosen abzustauben, gegen die Givernys Bauern zunächst Protest eingelegt hatten, weil sie fürchteten, die exotischen Pflanzen würden ihr Vieh vergiften."

Weiteres: Für die Zeit spricht Tobias Timm mit dem derzeit in der Berliner CFA Galerie ausgestellten Videokünstler Christian Jankowski. Tazler Marcel Laskus porträtiert den Panoramakünstler Yadegar Asisi.

Besprochen werden die Schau der Londonder Royal Academy über Gärten in der Malerei ( FR ) und die Ausstellung "Holbein in Berlin" im Bode-Museum in Berlin (FAZ).


9Punkt - Die Debattenrundschau

Europa, 06.02.2016

Marc Zitzmann hat in der NZZ François Margolins heiß diskutierte Dokumentation "Salafistes" gesehen, die Frankreichs Kulturministerin Fleur Pellerin erst ab 18 freigab. Die Empörung über den Film kann er nicht verstehen (mehr hier), von allen jüngeren Produktionen zum Thema Dschihad war das mit Abstand die interessanteste: "Ein Film ist kein Buch, wo alles in einen Kontext gestellt, alles analysiert werden muss. Die irre 'Normalität' der Straßenbilder aus von Dschihadisten besetzten Städten wie - im Jahr 2012 - Timbuktu oder Gao, die wahnwitzigen Visagen der radikalen 'Weisen' und Gotteskrieger von eigenen Gnaden sind für sich schon aussagekräftig, zumal diese Art von Filmmaterial rar ist. Die Unsinnigkeit der Dschihadisten-Suaden, erst recht die Bestialität der gezeigten Gewaltszenen sprechen vollends für sich selbst."

Der polnische Außenminister Zbigniew Ziobro hat die Kritik deutscher EU-Politiker wie Günther Oettinger und Martin Schulz am Umbau des polischen Staates durch die neue Regierung mit der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg verglichen. Im Gespräch mit Konrad Schuller (FAZ) legt Ziobro nach und verweist auf die seiner Ansicht nach unfreie Presse in Deutschland: "Es gab drohende Töne über eine angebliche Bedrohung der Pressefreiheit bei uns. Hingegen hielten die deutschen Medien die Veröffentlichung wichtiger Nachrichten über die sexuellen Übergriffe auf Frauen in Köln zurück. Haben polnische Politiker da Sanktionen gegen Deutschland verlangt? Der ehemalige Innenminister Hans-Peter Friedrich hat von einem 'Schweigekartell' gesprochen, und trotzdem würde ich nicht wagen, deutsche Politiker zu schulmeistern."

Die Flüchtlingszuwanderung ist keine Krise, weil sie nicht verschwinden wird oder überwunden werden kann, meint der Sozialpsychologe Harald Welzer im Gespräch mit Jan Feddersen (taz): "Es wird ja absehbar keine Fluchtursache entfallen, im Gegenteil. Was wir gerade an vielen Phänomenen sehen, ist, dass 30 Jahre Neoliberalismus eine radikal zerstörerische Bilanz hinterlassen... Zweite-Generation-Terrorismus, fehlende Bildungsprogramme, prekäre Beschäftigung, zurückgefahrener sozialer Wohnungsbau. Man kann das auch umdrehen und sagen: Alles, was an unseren Gesellschaften problematisch ist, ist auch problematisch ohne die Flüchtlingsfrage. Es gibt also eine Chance der Repolitisierung dessen, wie unsere Gesellschaft eigentlich sein soll."

Im Guardian stellt Yanis Varoufakis sein Konzept für einen Relaunch der EU vor, der am kommenden Dienstag in Berlin angestoßen werden soll (mehr hier): "Our immediate priority is full transparency in decision-making (live-streaming of European councils, Ecofin and Eurogroup meetings; full disclosure of trade negotiations; ECB minutes, etc) and the urgent redeployment of existing EU institutions in the pursuit of policies that genuinely address the crises of debt, banking, inadequate investment, rising poverty and migration. Our medium-term goal is to convene a constitutional assembly where Europeans will deliberate on how to bring forward, by 2025, a fully fledged European democracy, featuring a sovereign parliament that respects national self-determination and shares power with national parliaments, regional assemblies and municipal councils."

Medien, 06.02.2016

Anlässlich der kürzlich kursierenden Falschmeldung über einen erfrorenen syrischen Flüchtling in Berlin denkt Georg Seeßlen im Freitag über unsere "Hyperinformationsgesellschaft" nach: "Die Hyperinformation schert sich weniger um die Nähe zu einem tatsächlichen Geschehen (das es immer noch gibt: Vulkane etwa brechen ja noch wirklich aus) als vielmehr um ihre Erwartetheit. Die Hyperinformation betrifft nur noch am Rande das, was ist, in der Hauptsache dagegen das, was 'in der Luft liegt'... Geglaubt wird in den Erzählungen der Hyperinformation, was in die jeweilige Erzählung passt. So lassen sich ja auch die deutschen Politiker in ihrem Gezänk weder von Wirklichkeiten noch von internationalen Abkommen irritieren. Sie beliefern das Volk."

In der FR unterhält sich Timur Tinç mit dem Kommunikationswissenschaftler Gerhard Vowe darüber, wie soziale Netzwerke den politischen Diskurs verändern und warum sie für Extremisten besonders attraktiv sind: "Zu politisch extremen Positionen findet sich im Netz eine große Gefolgschaft, einfach weil diese Positionen gezielt gesucht und gefunden werden können. Versuchen Sie mal, am Kiosk die Junge Freiheit zu bekommen oder gar in unserem Radio eine völkische Stimme zu hören. Im Netz geht das schnell. Und diejenigen, die mit solchen Positionen sympathisieren, finden im Netz Unterstützung und Echo - das beflügelt."

Geschichte, 06.02.2016

Ungarn, Polen, Dresden - es ist kein Zufall, dass der erbittertste Widerstand gegen Einwanderer aus dem Osten kommt, meint die ungarische Schriftstellerin Zsófia Bán im Tagesspiegel: "Hinter dem Eisernen Vorhang, hinter der Berliner Mauer war Europa zum Schweigen verurteilt und konnte sich so nicht dem Prozess unterziehen, der notwendig gewesen wäre, um einen wirklichen Sinneswandel hervorzurufen. Alte Denkmuster, Stereotype und Reflexe wurden konserviert wie Fußabdrücke von Dinosauriern in jahrhundertealten Gesteinsschichten und warteten nur darauf, mit dem richtigen Zauberspruch zum Leben erweckt zu werden, in diesem Fall mit der Rhetorik des Hasses."

Internet, 06.02.2016

Kollektives Kopfschütteln löst in England das Urteil einer UN-Expertengruppe aus, der Netzaktivist Julian Assange werde in der ecuadorianischen Botschaft in London unrechtmäßig festgehalten. Im Guardian verweist Joshua Rozenberg darauf, dass Assange jederzeit die Möglichkeit hat, die Botschaft zu verlassen und sich der Justiz zu stellen: "Natürlich wusste er, dass er wegen Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen festgenommen werden würde. Natürlich wusste er, dass er an Schweden ausgeliefert werden könnte. Natürlich wusste er, dass er schließlich an die USA ausgeliefert werden könnte, wenn der Prozess in Schweden abgeschlossen ist. Doch das heißt alles nicht, dass er interniert wurde, und erst recht nicht, dass seine Internierung willkürlichen Charakter hatte." Und Marina Hyde spottet ebenda: "Mein Eindruck ist, dass die erleuchtetsten Geister nicht unbedingt UN-Expertengruppen als Karriereziel sehen. Vielleicht sind UN-Experten so etwas wie UN-Botschafter, und sogar Geri Halliwell könnte eine sein."

Politik, 06.02.2016

Wenn Pegida und AfD unermüdlich "Weimarer Verhältnisse" herbeireden, dann geht es ihnen um nichts anderes, "als dem demokratischen Staat ein autoritäres Selbstermächtgungsgesetz gegen seine eigenen Grundlagen abschwatzen zu wollen", meint Christian Thomas in der FR: "Allein die Verklärung eines angeblich allgemeinverbindlichen Volkswillens zeigt, wie sehr der Pegida- und AfD-Protest nicht nur gegen das Parlament, die Legislative, die Exekutive, die Medien hetzt, sondern sich gegen das Grundgesetz selbst richtet. Tatsächlich geben sich Pegida oder AfD dem Wahn authentischer Volksvertretung, einer plebiszitären Selbstermächtigung hin." Dabei verkennen die Ideologen jedoch, dass die Mehrheit der Gesellschaft den Rechtsstaat für eine Errungenschaft hält, glaubt Thomas.

Überwachung, 06.02.2016

(Via Zeit Online ) Im Rahmen einer Umstrukturierung wird die NSA die Arbeitsbereiche der offensiven und defensiven Cybersecurity-Spezialisten zusammenlegen, meldet Hauke Gierow auf golem.de. Die Mitarbeiter, die vor Schwachstellen in Software warnen, werden dann mit denen zusammenarbeiten, die sie für Spionage nutzen. "Damit handelt der Geheimdienst gegen den Rat vieler Experten und die Empfehlungen der von Präsident Barack Obama eingesetzten Kommission zur Reform der US-Geheimdienste. Denn mit der Reorganisation werden die Spezialisten, die Schwachstellen in Software suchen und diese den Herstellern - jedenfalls meistens - melden, mit den Offensiveinheiten zusammengelegt: ein Zielkonflikt."



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.