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Heute in den Feuilletons: Das Elend männlicher Dekadenz

Die "taz" applaudiert "Unterwerfung", dem am Hamburger Schauspielhaus aufgeführten Stück nach Michel Houellebecq. Die "FAZ" blickt auf die durchaus erfüllte Liebe von Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Die "Welt" fragt sich, warum im Berlinale-Wettbewerb nur ein einziger deutscher Film läuft.

Efeu - Die Kulturrundschau

Bühne, 08.02.2016

Stehende Ovationen für Edgar Selge, der am Hamburger Schauspielhaus unter der Regie von Karin Beier Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung" als Solo in einem ausgestanzten Kreuz auf die Bühne bringt. Der gefeierte Schauspieler komme erst in Anlehnung an den Autor auf die Bühne, wandle sich dann aber zu dessen Romanfigur François und gebe damit "einen virtuosen Entertainer des Elends männlicher Dekadenz", schreibt Eva Behrendt in der taz. Vor dem Hintergrund, dass Houellebecq "die spirituelle Lücke des Westens" beschreibt, findet sie es dann allerdings doch etwas problematisch, wie schnell man sich über diese lächerliche Figur erheben kann, das sich "weder das verführerische Schillern des Romans noch das Lückenbewusstsein so recht einstellen" wolle.

Auch SZ-Kritiker Till Briegleb applaudiert Selge, sieht in der Virtuosität der komödiantischen Performance allerdings auch die Schwäche des Stücks: Er hat "Zweifel, ob diese Form der mimetischen Ironie wirklich die richtigen Fragen aufwirft. Die Freude am feinen Spott vermittelt eher die Aussage, dass man die Spekulationen über eine Konfrontation zwischen Rechtsextremen und Islamisten in Europa nicht so recht ernst nehmen muss." Hubert Spiegel von der FAZ zeigt sich nicht minder beeindruckt, bemerkt aber auch eine zunehmende Schwäche der Inszenierung: "Statt eines Kraftaktes hätte man lieber subtilere Energieströme fließen sehen. "

Regisseurin Beier hat die kontroverseren Stellen von Houellebecqs Romans aus ihrer Bearbeitung gebügelt, meint Falk Schreiber in der nachtkritik. Das mache den Abend zwar sehr ausgewogen und insbesondere für Rechtspopulisten wenig interessant, habe aber auch zur Folge, "dass wir nicht mehr erschrecken, was es für entsetzliche Haltungen gibt, wir erschrecken nur, wie entsetzlich sich Selges François gehen lässt".

Retro, aber sehr stilvoll findet Martina Wohltat in der NZZ Alexei Ratmanskys Zürcher Rekonstruktion der historischen "Schwanensee"-Fassung von Marius Petipa und Lew Iwanow aus dem Jahr 1895: "Ratmanskys Fassung wirkt auf liebenswürdige Art nostalgisch. In der Welt erkennt Manuel Brug zumindest ex negativo den Vorteil moderner Aufführungen: "Durch die beständige Beschäftigung in der Praxis wird eben doch Kunstausdruck auch optimiert, vertieft, verfeinert, raffinierter."

Weitere Artikel: In der Berliner Zeitung spricht Ulrich Seidler mit Dramaturg Bernd Stegeman von der Berliner Schaubühne, der Nicolas Stemann mit einer Bühnenbearbeitung der dänischen Serie "Borgen" beauftragt hat.

Besprochen werden Sebastian Nüblings Zürcher Inszenierung von Sibylle Bergs "Viel gut essen" ( Nachtkritik ) und Anne Teresa De Keersmaekers in Hamburg aufgeführtes Tanzstück "Golden Hours (As you like it)" nach Shakespeares "Wie es euch gefällt" ( SZ ) und Stephan Rottkamps düster-schräger "Sturm" im Grazer Schauspielhaus mit Barbara Petritsch als Prospero ( Standard , Presse).

Literatur, 08.02.2016

Für die FAZ spricht Verena Lueken mit Ruth Beckermann und Ina Hartwig, die mit "Die Geträumten" einen auf der Berlinale gezeigten Film über die schwierige Liebesbeziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan auf Grundlage des Briefwechsels zwischen den beiden Schriftstellern gedreht haben. Für Hartwig war diese Arbeit mitunter deprimierend: "Da war das intensive, geistige und körperliche Aufeinander-Reagieren der beiden, sie haben in ihren Werken aufeinander Bezug genommen, immer wieder, die poetische Korrespondenz zwischen ihnen war sehr intensiv. Und doch haben sie sich diese Schlachten geliefert und sich zum Teil so weh getan." Beckmann sieht das gelassener: "Ich glaube, die Beziehung hat sich in diesem Bezug in ihren Werken erfüllt. ... Wenn eine Liebe sich erfüllt, heißt das nicht unbedingt, man wird gemeinsam Großeltern."

In der online nachgereichten Frankfurter Anthologie schreibt Gisela Trahms über Jan Wagners Gedicht "requiem für einen friseur":

"weil montags alles ruht, nun alles montag bleibt,
verhängt die spiegel. nehmt der schere ihren schneid.
..."

Film, 08.02.2016

Warum läuft in diesem Jahr nur ein einziger deutscher Film im Wettbewerb, fragt Hanns-Georg Rodek in der Welt. Ihm fallen gleich vier Filme von Regisseurinnen ein, die er dort nicht zu sehen bekommt. Aber: "Das Beunruhigende ist, dass einem mehr auch nicht einfallen, die sich aufdrängen würden. Vier von 150, das ist viel zu wenig, vor allem wenn man bedenkt, dass ein wesentlicher Teil der deutschen Kinoproduktion auf Festivalerfolge ausgerichtet ist."

Weiteres: Ulrich Lössl unterhält sich für die Berliner Zeitung mit Schauspielerin Emma Watson über Harry Potter und ihren neuen Film "Colonia Dignidad". Besprochen werden Hendrik Löbberts Dokumentarfilm "Grenzbock" ( Tagesspiegel ) und eine BluRay-Kombination von Jean-Luc Godards "Außer Atem" und dessen US-Remake "Atemlos" von Jim McBride ( SZ ).

Musik, 08.02.2016

Besprochen werden Avishai Cohens neues Album "Into The Silence" ( SZ ), diverse Aufnahmen des vor kurzem verstorbenen Jazzmusikers Paul Bley (FAZ) und eine Compilation mit deutschem Mod-Pop aus den Achtzigern ( Tagesspiegel ).

Architektur, 08.02.2016

Katar unterstützt die Hamas, die Muslimbrüder und die Taliban, und auch für den Islamischen Staat dürfen im Emirat Spenden gesammelt werden. Doch Scheicha Al Mayassa, reichste Direktorin des weltweiten Museumszirkus, will in Doha trotz der religiösen Bildungsfeindlichkeit wieder ein Museum bauen lassen, das größte der Welt. Wolfgang Kemp wundert sich in der NZZ schon nicht mehr, dass alle Schlange stehen, für die "Kunstmühle": "In die zweite Runde gehen jetzt 26 Bewerber; unter ihnen David Chipperfield, Renzo Piano oder Eduardo Souta de Moura. Wenn ich mit Hoffnung den Blick auf das Atelier Bow-Wow aus Japan richte, könnte das vielleicht schaden, ich lasse es und merke stattdessen an, dass das Projekt Meganom mit seinem Namen dem Charakter der Ausschreibung schon ziemlich nahekommt. Den Laien erstaunt eine Ausschreibung, die ohne nähere Spezifikation in die Welt gesetzt wird."

Im Tagesspiegel bringt Frederik Hanssen Hintergründe zum Umbau von Dresdens Kulturpalast.

Kunst, 08.02.2016

Sean O'Hagan trifft für den Guardian den japanischen Fotografen Daido Moriyama, dessen Tokio-Bildern die Fondation Cartier in Paris eine große Ausstellung widmet: "Moriyama zeigt die Welt als einen stets unfertigen Platz, eine alltägliche Verwirrung von Plätzen und Dingen, die wir nicht bemerken, bis er sie uns vor Augen stellt.. Die Emphase liegt auf Texturen und Oberflächen: Gitter, Muster, Schatten, Umrisse..."

Weiteres: Dass der Schriftsteller Peter Kurzeck in jungen Jahren auch als Maler tätig war, ist überhaupt erst seit kurzem bekannt. Drei Ausstellungen in Gießen präsentieren nun das Werk. Der Besuch ist lohnenswert, meint Tilman Spreckelsen in der FAZ. In der Berliner WeGallery haben Toni Negri und Nanni Balestrini bei Vernissage zur Ausstellung "Die Große Revolte" gesprochen, berichtet Jens Uthoff in der taz.

Besprochen werden eine Ausstellung von Gerhard Richters Birkenau-Zyklus im Museum Frieder Burda in Baden-Baden ( SZ ), der von Christina Thomson und Petra Winter herausgegebene Band "Die Galerie des 20. Jahrhunderts in Berlin 1945-1968" ( Tagesspiegel ), eine Ausstellung von Helmut Newtons Modefotografien in Berlin ( Tagesspiegel ) und die Ausstellung "Weltreise: Forster. Humboldt. Chamisso. Ottinger" in der Staatsbibliothek Berlin (SZ).


9Punkt - Die Debattenrundschau

Politik, 08.02.2016

"Das ist banal. Man tatscht mir an den Hintern, zwischen die Beine, das passiert alle Tage. Ich finde es furchtbar, dass so etwas Schreckliches normal werden kann", sagt eine der von Charlotte Bienaimé für "Féministes du monde arabe" interviewten nordafrikanischen Frauen - ein Buch, das angesichts aktueller Debatten auch hier von Interesse sein könnte." Gaëlle Lebourg stellt es für Les Inrocks vor: "In einer langen Recherche hat die Reporterin einer ganzen Generation von Frauen eine Stimme gegeben, ob sie sich ausdrücklich zum Feminismus bekennen oder nciht. Sie sind zwischen 18 und 35 Jahren alt, sie leben in Algerien, Tunesien, Marokko oder Ägypten. Und sie bezeugen eine bestürzende Realität, in der Diskrimination Alltag ist, von sexueller Belästigung auf der Straße, über den Zwang, jungfräulich in die Ehe zu gehen, bis zur Ungleichheit bei Erbschaften."

Bernard-Henri Lévy verteidigt auf La Règle du Jeu den umstrittenen Film "Les Salafistes" von François Margolin und Lemine Ould M. Salem, dem vorgeworfen wird, die Islamisten allzu ungefiltert zu Wort kommen zu lassen. Laut Lévy gehört das zu den Vorzügen des Films, unter anderem weil die Filmemacher "zeigen, dass es im Zentrum des Netzwerks erbarmungslose Ideologen mit einer geschlossenen Weltsicht gibt, die einen totalen Krieg mit den Demokraten des Westens und der arabisch-muslimischen Welt suchen. Das ist peinlich. Denn es ist weniger simpel als sich zu sagen, dass wir es mit Zurückgebliebenen zu tun haben, die aus den Problemvierteln kommen, von einer schwierigen Kindheit traumatisiert sind und darum entschuldigt gehören. Aber es ist dummerweise die Wahrheit."

Gesellschaft, 08.02.2016

In der Welt diagnostiziert Armin Nassehi eine "Geronto-Maskulinisierung der Debatte" um die Flüchtlinge, wobei er (selbst auch nicht grad der jüngste) auf Safranski, Schneider, Strauß und Sloterdijk rekurriert und sie kurzerhand mit den Tätern von Köln in einen Topf wirft: "Allzu wohlmeinende Interpreten der Ereignisse in der Silvesternacht in Köln behaupten, dass sich solche männlich dominierten Gruppendynamiken vor allem unter solchen Männern ereignen, die sich abgehängt fühlen und denen niemand zuhört. Das ist nach meinem Dafürhalten eine allzu verständnisvolle Interpretation. Aber falsch ist sie nicht, denn die geronto-maskuline Form der Gruppendynamik besteht auch aus Leuten, die ihren Einfluss auf die Zeitläufte hinter sich wähnen, also auch irgendwie Abgehängte. Selbstverständlich sind sich die jungen Männer auf der Domplatte und die alten Männer an der Schreibtischplatte nicht wirklich ähnlich, aber die Dynamiken der kurzfristigen Nutzung von Chancen scheinen es schon zu sein."

In der Flüchtlingsdebatte empfiehlt Autor Michael Ebmeyer im Freitext-Blog unsere weltlichen, zweifelnden Denktradition hochzuhalten: "Und vielleicht wird man statt über Parallelgesellschaften über Parallelen sprechen: zum Beispiel zwischen dem Prinzip 'Der Mensch nimmt sein Schicksal selbst in die Hand' und der Art, wie Menschen auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen."

Außerdem hat die Zeit Ijoma Mangolds Artikel über den Verlust der Mitte nachträglich online gestellt.

Ideen, 08.02.2016

Wettbewerb führt zu Ungleichheit, was nur Ausdruck eines neoliberalen Wirtschaftssystems sein kann. Hans Ulrich Gumbrecht wittert in der NZZ hinter diesen Gewissheiten eines linksintellektuellen Bürgertums wenig edle Motive. Vielleicht könnte man Wettbewerb auch mal als Ansporn verstehen? "Ich habe den Verdacht, dass unter gegenwärtigen europäischen Bedingungen in den Rufen nach größerer materieller Gleichheit bloß ein Ressentiment der Intellektuellen... zum Ausdruck kommt... Befreiung verspricht allein Großzügigkeit, verstanden als Entschluss, seinen Neid loszulassen und die eigene Existenz auch ästhetisch zu begreifen. In Davos war viel die Rede von der vierten industriellen Revolution. Die Digitalisierung wird den Wettbewerb befeuern - dieser 'Stress', der die Talente und Kompetenzen der Individuen weiter aufwertet, ist zweifellos wertvoller als jener des gesellschaftlich bewirtschafteten Ressentiments."

Europa, 08.02.2016

Die Fremdenfeindlichkeit in osteuropäischen Ländern hat viel mit der Geschichte zu tun, sagt die Kultursoziologin Juliana Roth im Gespräch mit Margarete Moulin von der taz. Länder wie Ungarn oder Serbien hätten sich seit je als Bollwerk gegen den Orient verstanden. "Polnische Truppen haben 1683 für das Habsburger Reich gegen die Türken vor Wien gesiegt. Die Rettung des Abendlandes ist als heroische Tat tief im Bewusstsein der Polen verankert. Zugleich empfinden viele Osteuropäer es als Kränkung, dass sie für dieses Sich-für-den-Westen-Aufopfern nie echten Dank gekriegt haben - so wie sie ihn jetzt nicht kriegen, wenn sie Zäune an der EU-Außengrenze bauen."

Schon seit längerem greift der polnische Nationalismus auch in der Bildungspolitik um sich, schreibt die Journalistin Agata Pyzik in der taz: "An den Schulen gibt es weder Alternativen zum Religionsunterricht noch sexuelle Aufklärung. Auch das geisteswissenschaftliche Programm muss den patriotischen Anforderungen nachkommen. Deshalb wird der Geschichtsunterricht gemäß den nationalistischen Tendenzen verbogen. Einige Romane wurden als 'antipolnisch' diffamiert, und es steht zu befürchten, dass Werke wie von Witold Gombrowicz 2006 von den Lektürelisten gestrichen werden."

Außerdem: Im FAZ-Feuilleton berichtet Felix Ackermann von einem Auftritt der Pegida-Aktivistin Tatjana Festerling vor schütterem Publikum in Warschau.

Medien, 08.02.2016

Eine ganze Menge von den öffentlich-rechtlichen Sendern und ihren Gebühren Betroffener hat keine Lust zu zahlen, schreibt Joachim Huber im Tagesspiegel, der sich bei den GEZ-Mahnern umgehört hat: "Für 2014 nennt der Beitragsservice knapp 1,1 Millionen Vollstreckungsersuchen, ein Jahr zuvor waren es laut Jahresabschluss 2014 insgesamt 701 000. Und für 2015 spricht die bislang bekannt gewordene Tendenz dafür, dass sich die Zahl der Vollstreckungsersuchen im Vergleich mit 2014 nochmals verdoppelt habe, wie Ralf Ludwig, Vorsitzender der Finanzkommission von ARD und ZDF, auf Anfrage sagte. Das wären dann bis zu 2,2 Millionen Vollstreckungsersuchen im Bundesgebiet ausschließlich für den Rundfunkbeitrag."

(Via turi2 ) Anders ist die Stimmung in Großbritannien, wo eine Gruppe prominenter Schauspieler eine Werbekampagne für die BBC gestartet hat, berichtet Vanessa Thorpe im Guardian: "Die Stars wurden von den unabhängigen Produzenten Charlie Parsons und Waheed Alli, einem Labour-Abgeordneten des Oberhauses, für die Great BBC Campaign angeworben... 'Die BBC kann sich nicht selbst verteidigen, und so müssen wir Druck auf die Regierung machen, nicht herumzuspielen, wenn der Auftrag der BBC erneuert wird', sagt Lord Alli."

Außerdem: In der taz fragt Gareth Joswig, was nach dem Kauf der Fotoagentur Corbis durch chinesische Investoren wohl aus den Bildern vom Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989 wird.

Internet, 08.02.2016

Twitter ist in Aufruhr. Das Thema: Twitter selbst, das ab dieser Woche seine Nutzer mit einer algorithmischen Timeline bevormunden will - bisher war es anders als Facebook mit seinen undurchschaubaren Algorithmen strikt umgekehrt chronologisch geordnet. Casey Newton hat für The Verge schon mit einigen Nutzern gesprochen, die die Testversion kennen und sich eher beschweren. "Sie sind jedoch tägliche Nutzer von Twitter, während der Dienst nach Produktänderungen sucht, die ihm Hunderte Millionen neuer Nutzer bringt. Der Experte Ben Thompson schrieb kürzlich, dass die algorithmische Timeline der Hauptvorteil für Facebook gewesen sei, das schnell wuchs, während das Wachstum von Twitter stagnierte. Der technische Direktor von Facebook, Bret Taylor, sagt: 'Algorithmischer Feed war immer das, was die Leute angeblich nicht wollten, während sie mit der Statistik das Gegenteil bewiesen. Es ist besser.'" Vor allem für Facebook, scheint es.

Twitter-Chef Jack Dorsey dementiert unterdessen:


Nach Debatten über das freie Netz und Überwachung bei der Berliner Transmediale schreibt Jens-Christian Rabe in der SZ: "Die allgemeine Ohnmacht gegenüber den Mächten und den Mächtigen als Signum der Zeit lag da schmerzhaft offen da. Der Glaube an eine selbstverständliche Verbindung zwischen Aufklärung, Kritik und Freiheit scheint endgültig Geschichte zu sein."

Außerdem: In der Welt kann Marcus Woeller der Digitalisierung von Kunstwerken - etwa der Druckgrafiken des Hamburger Kupferstichkabinetts - tatsächlich etwas Positives abgewinnen. Und Cory Doctorow veröffentlicht stolz auf BoingBoing "two original documents disclosed by Edward Snowden, in connection with 'Sherlock Holmes and the Adventure of the Extraordinary Rendition,' a short story written for Laura Poitras' Astro Noise exhibition, which runs at NYC's Whitney Museum of American Art from Feb 5 to May 1, 2016."

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