Heute in den Feuilletons "Das gleiche ironische Gen"

Die "Welt" feiert in Zürich die heitersten und bösesten Triumphe des Francis Picabia. Und Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, sagt im "Economist", warum das Netz neu dezentralisiert werden muss.


Efeu - Die Kulturrundschau

Kunst, 20.06.2016

Als großen Kunstspötter erlebt ein vergnügter Hans-Joachim Müller (Welt) den französischen Avantgarde-Künstler Francis Picabia in einer Retrospektive im Kunsthaus Zürich: "Mit unglaublicher Konsequenz beharrt Picabias Programm der schieren Programmlosigkeit auf dem Medium Malerei, das für ihn weder an unaufhaltsamem Auraverlust leidet, noch angestrengter 'Ausstiege aus dem Bild' bedarf, um doch noch überleben zu können. Denn es lebt noch immer, es lebt erst recht, es mangelt ihm an nichts, es bietet Möglichkeiten auf allen Rängen, es feiert seine überraschendsten, seine heitersten, seine bösesten Triumphe, indem es sich immer neu entzieht und immer neu da ist und partout nicht verrät, ob für den frivolen Akt und das lässige Punktebild nicht doch das gleiche ironische Gen verantwortlich ist."

Am Iseosee in der Schweiz wurden Christos "Floating Piers" eröffnet, eine Installation mit 16 Meter breiten Stoffstegen auf dem Wasser, über die sich nunmehr die im See gelegene Monta Isola zu Fuß erreichen lässt. In der Berliner Zeitung schreibt Regina Kerner über die offenbar von glänzender Stimmung begleitete Eröffnung. Die Zeit hat Petra Reskis Reportage über die Vorbereitungsarbeiten online nachgereicht. In der SZ schreibt Thomas Steinfeld über die Aktion.

Anlässlich der Ausstellung "Inspiration Fotografie. Von Makart bis Klimt" im Wiener Belvedere, erzählt Almuth Spiegler in der Presse vom Einfluss der Fotografie auf Maler wie Franz von Stuck oder Gustav Klimt. "Es war die Zeit ab 1900, als die Liebe der Maler zur Fotografie nicht mehr derart vorbehaltlos goutiert wurde, erzählt Faber, nicht einmal in Wien, wo man von Beginn an total aufgeschlossen war, wo die Maler völlig offen ihre Verwendung von Vorlagen thematisierten. Anders als in Frankreich, wo die Fotografie eher wie eine Mätresse behandelt wurde - man liebt sie zwar, aber im Verborgenen."

Besprochen werden außerdem die Ausstellung "Hokusai Manga" im MKG Hamburg ( SZ ), Lee Lockwoods Fotoband "Castros Kuba - Ein Amerikaner in Kuba: Reportagen aus den Jahren 1959 - 1969" ( SZ ), die Ausstellung "Things Fall Apart" im Iwalewahaus in Bayreuth ( taz ) und Dominique Gonzalez-Forsters Ausstellung "1887-2058" in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf (FAZ).

Film, 20.06.2016

Beim Critics Roundtable von critic.de sprechen Ekkehard Knörer, Frédéric Jaeger, Friederike Horstmann und Lukas Foerster über Nicolas Winding Refns "The Neon Demon", Sergei Loznitsas "The Event" und Richard Linklaters "Everybody Wants Some".

Besprochen werden die Actionkomödie "Central Intelligence" mit Dwayne Johnson und Kevin Hart ( taz ) und Felix Groeningens "Café Belgica" ( Jungle World ).

Bühne, 20.06.2016

Wenig Freude hatte Ulrich Amling vom Tagesspiegel an Rodrigo Garcias Inszenierung der "Entführung aus dem Serail" an der Deutschen Oper in Berlin: "Daran, dass der argentinische Dramatiker, Schauspielregisseur und Operndebütant nichts auf die Handlung von Mozarts Singspiel gibt, lässt er keinen Zweifel. Sämtliche gesprochenen Dialoge sind gestrichen und durch minimale eigene Einschübe auf Englisch ersetzt. 'Fuck, what happened?', ist schon ein elaborierte Äußerung ... Jeder fummelt mit jedem und singt dabei unentwegt von ewiger Liebe - das ist zwar ein erwachsenes Thema, will aber auch entdeckt, erzählt und vor allem gefühlt sein." In der Nachtkritik seufzt Georg Kasch: "Das Schlimmste aber: Mozarts Musik, die so sensibel und so viel klüger als der Text den Charakteren eine beeindruckende Tiefe verleiht, wird zum Soundtrack degradiert." In der Welt winkt Tilman Krause gelangweilt bis genervt ab: "Kracher sehen anders aus." Für die FAZ bespricht Jan Brachmann die Aufführung.

Die taz dokumentiert Barbara Behrendts Rede zur Eröffnung der Berliner Autorentheatertage. Darin spricht sich die Vorsitzende der Wettbewerbsjury für ein Theater aus, das sich auch in drängenden tagespolitischen Fragen von akutem Alltagskolorit freimacht: "Ein Theater, das in seinen Inhalten nicht über das Meldungsangebot des heute journals hi­nauskommt, macht sich kleiner, als es ist. Mehr als in der Schnelligkeit der Reaktion liegt die Fähigkeit des Theaters darin, uns in tieferen emotionalen und intellektuellen Schichten zu erreichen."

Weiteres: In der Nachtkritik hätte Friederike Felbeck dem Impulse Festival der Freien Szene eine etwas peppigere Auftaktveranstaltung gewünscht. Doch ausgerechnet die Politikerbefragung "Macht Kunst Politik" des israelischen Kollektivs Public Movement im Düsseldorfer Landtag kam in ihren Augen "gediegen und ohne Kratzer" daher - "als kulturpolitische Fragestunde mit Klärungsbedarf". "Schlimmstes Schmierentheater" erlebt Sabine Leucht bei einem kritischen Abend von Göthe Protokoll gegen die Münchner Kammerspiele. In der taz resümiert Astrid Kaminski das Festival Projeto Brasil in Berlin. Angesichts der Debatte um den "Brexit" lohnt es sich, wieder die Stücke Shakespeares zu lesen, empfiehlt Lothar Müller in der SZ.

Besprochen werden eine Bühnenfassung von Umberto Ecos "Name der Rose" ( FR ) und Marco Goeckes in Stuttgart gezeigte Choreografie "Nijinski" über das Leben des russischen Tänzers Waslaw Nijinski (SZ).

Architektur, 20.06.2016

Nach dem Budapester Stadtwäldchen will sich die ungarische Regierung nun auch das Burgviertel in Buda dienstbar machen, entrüstet sich in der NZZ der ungarische Stadtplaner János Brenner. Die undurchsichtige Planung, derzufolge sowohl die Staatskanzlei als auch zwei Ministerien auf das Gelände verlegt werden sollen, hat bereits viele Budapester Intellektuelle zu Protesten veranlasst. "'Die Regierung möchte das Palais so 'zu 98 Prozent für kulturelle Zwecke nutzen', dass sie alle drei dort ansässigen großen nationalen Sammlungen auslagern will.' Mit etwas Sarkasmus könnte man sagen: Berlin bekommt derzeit ein neues Stadtschloss, über dessen künftige kulturelle Inhalte man sich nicht so recht im Klaren ist, während ein vorhandenes in Budapest gerade seiner Kulturaufgaben beraubt werden soll."

Das Zentrum von Venedig befinde sich derzeit im "historischen Moment der Mumifizierung", schreibt Annabelle Hirsch in der FAZ. Umso willkommener heißt sie dem Umbau der Fondaco dei Tedeschi durch das OMA-Architekturbüro von Rem Koolhaas. Anders als befürchtet sei hier kein weiteres Stück Substanz verschwunden, man habe im Gegenteil bedacht, dass das Bauwerk im Laufe seiner Geschichte zahlreichen Umbauten unterworfen war: "Diese Diversität zu betonen, statt das Gebäude auf eine Phase zu reduzieren und im Stil einer historisierenden Nostalgie zu renovieren, war das Ziel des ambitionierten Umbaus. ... Man muss schon genauer hinsehen, muss mit den raumschiffartig verglasten Aufzügen nach oben fahren, um peu à peu festzustellen, dass unter der Feinheit der Renaissance-Schale die Brutalität einer modernen Struktur pulsiert."

Musik, 20.06.2016

Besprochen werden ein Varèse-, Ravel- und Debussy-Abend der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle ("ein Ausnahmekonzert, ein außergewöhnliches Programm", schreibt Christiane Peitz im Tagesspiegel), das neue Album der Red Hot Chili Peppers ( Tagesspiegel ), Konzerte von Bruce Springsteen ( Berliner Zeitung , SZ), das Eröffnungskonzert des Rheingau Musik Festivals mit dem hr-Sinfonieorchester ( FR ) und ein von Bernard Haitink dirigiertes Konzert des BR-Symphonieorchesters (SZ).

Literatur, 20.06.2016

In der NZZ spricht Carmen Eller mit dem israelischen Schriftsteller Etgar Keret über dessen Familie, "platonische One-Night-Stands" im Leben sowie in der Literatur und über Respekt vor den Mitmenschen. "Wissen Sie, als ich einmal jemandem erzählte, dass ich 'Die sieben guten Jahre' nicht in Israel veröffentliche, weil mein Sohn das nicht wollte, da es darin Geschichten über ihn gibt, sah mich der Mann an und sagte: 'Das glaube ich Ihnen nicht. Was ist Ihr wahrer Grund?' Und ich dachte mir: Es ist so traurig, dass jemand nicht glauben kann, dass mir mein Sohn wichtiger ist als meine Karriere.'"

Weitere Artikel: In der SZ verteidigt Juliane Liebert den Manga vor hochkulturellem Dünkel: Den voreiligen Ignoranten entgehe "ein ganzes Universum, so vielfältig, bizarr und liebenswert wie das wirkliche, wenn nicht noch ein bisschen vielfältiger, bizarrer und liebenswerter." Michael Pilz empfiehlt in der Welt Birgit Weyhes berührenden Comic "Madgermanes" über die mosambikanischen Vertragsarbeiter der DDR. Joseph Hanimann erkundigt sich für die SZ bei Iris Mönch-Hahn nach der Bilanz ihrer vor einem Jahr gegründeten deutschen Buchhandlung in Paris: Trotz regem Interesse der Franzosen an Originalausgaben deutscher Klassiker und moderner Literatur könnte der Laden gut ein paar Kunden mehr vertragen, erfährt er: "Wenn es nicht besser wird, muss ich nach dem Sommer aufhören."

Besprochen werden unter anderem Jean Matterns "September" ( Jungle World ), Szczepan Twardochs "Drach" ( Tagesspiegel ), Jan Böttchers "Y" ( SZ ) sowie Michael Barcks und TeMeLs Comic "No Borders" ( Tagesspiegel ). Mehr aus dem literarischen Leben in Lit21, unserem fortlaufend aktualisierten Metablog zur literarischen Blogosphäre.


9Punkt - Die Debattenrundschau

Europa, 20.06.2016

Es könnte sein, dass die Briten in dieser Woche für den Brexit stimmen und dass die Spanier am Sonntag die Podemos-Bewegung an die Regierung bringen, schreibt Pierre Briançon in politico.eu. "Europäische Regierungen und Institutionen sehen sich der selben ernüchternden Realität gegenüber: Scharfe Kritik an der EU ist die eine Sache, die die verschiedenen populistischen und anti-Establishment-Bewegungen Europas, ob rechts oder links, vereint. Und Spanien und Britannien sind nicht die einzigen Länder, deren traditionelle Politik auf den Kopf gestellt wurde."

Dramatischer klingt es bei Nick Cohen im Guardian: "Die englische Luft stinkt so faul, wie ich es seit meiner Kindheit nicht erlebt habe. Es ist, als wäre die Kanalisation geborsten. Die Leave-Kampagne hat das Übelste an England aufgesammelt und es in eine Bewegung von Ignoranten, von Schwadroneuren und Dummköpfen kanalisiert. Man kann sich darüber lustig machen, aber es ist wesentlich, dagegen zu kämpfen, denn die neue Rechte könnte einen Sieg erringen, der niemals wieder rückgängig gemacht werden kann."

Die konservative Politikerin Sayeeda Warsi ist von der Leave- zur Remain-Kampagne übergewechselt, meldet unterdessen Will Worley im Independent: "Ihre Entscheidung fiel, nachdem sie Nigel Farages 'Dammbruch'-Plakat gesehen hatte, das weithin als fremdenfeindlich kritisiert wurde - George Osborne hatte es mit Dreißiger-Jahre-Propaganda verglichen."

Und während Nigel Farage "Dammbruch"-Plakate hochhält, berichten laut Guardian syrische Menschenrechtsorganisationen, dass am Samstag acht Flüchtlinge an der syrisch-türkischen Grenze von türkischen Sicherheitskräften erschosssen worden seien:  "Drei Kinder, vier Frauen und ein Mann sind in der Samstagnacht erschossen worden, sagt das syrische Observatory for Human Rights. Seit Beginn des Jahres seien sechzig Flüchtlinge erschossen worden." Türkische Offizielle betonen allerdings, dass die Türkei eine "Politik der offenen Tür" verfolge.

Alain Le Cléac'h von der französischen Flüchtlingsorganisation France Terre d'Asile schreibt in der Huffpo.fr: "Europa hat seinen Flüchtlingsschutz an ein Drittland delegiert. Diese extravagante Idee wird um so problematischer als es sich bei diesem Land um die Türkei handelt, wo der Respekt für die Grundrechte nicht gerade exemplarisch ist."

Für Claus Leggewie (FR) ist die AfD längst auf dem Weg von der populistischen in eine offen faschistische Partei: "Die Bewegung von Lucke zu Höcke (und demnächst von Petry zu Gauland?) bei der AfD zeigt, wie ein steuer- und eurokritischer Liberalismus in einen völkisch-autoritären Nationalismus abdriftet. Das Volk ist dann nicht mehr eine diffuse Versammlung von Wutbürgern, die Denkzettel ausstellen, es fantasiert sich zur homogenen Volksgemeinschaft zusammen, die für alles Fremde keinen Platz hat. Auf der schiefen Ebene in den Rassismus und Antisemitismus befinden sich schon einige AfD-Politiker, rechtsintellektuelle Strömungen reden vom 'Großen Bevölkerungsaustausch' (Renaud Camus) und stoßen damit seit der Masseneinwanderung 2015 zunehmend auf Resonanz." (Lesenswert in diesem Zusammenhang auch auf Zeit online Tilmann Steffens Reportage aus Magdeburg, wo er die AfD im Landtag beobachtet.)

Kulturpolitik, 20.06.2016

Das geplante Museum der Moderne am Kulturforum könnte der nächste Berliner Flop werden, fürchtet Niklas Maak in der FAZ. Nachdem der Architekturwettbewerb keine überzeugende Entwürfe für die diffizile Situation brachte, sind nun nochmals 42 Architekturbüros eigens aufgefordert worden. Niklas Maak liest das Lastenheft und kommentiert: "Der Bau soll für die Gesellschaft, aber auch für die Kunst da sein, als gewissermaßen gebaute Medizin oder architektonisches Op-Besteck einen Unort 'heilen', ein Zeichen setzen, die anderen aber auch nicht durch übermäßige Zeichenhaftigkeit bedrängen - man darf gespannt sein, in welche Form die geladenen Büros all diese Anforderungen bringen."

Ideen, 20.06.2016

Der Kapitalismus liegt im Sterben und sein Totengräber ist die Informationstechnologie, behauptet im Interview mit der FR der britische Journalist und Autor eines Buchs über den "Postkapitalismus", Paul Mason: "Sie schafft keine neuen Institutionen oder Produkte, die einen Wert übertragen können. Die Information an sich ist kostenlos reproduzierbar. Sie reduziert die Notwendigkeit der Existenz von Jobs aller Art, gleich ob es gut bezahlte oder schlecht bezahlte sind. Die Kombination der Produktion freier Informationen zusammen mit der Automatisierung in der Arbeitswelt, in der Arbeit immer mehr durch Technik ersetzt wird, führt zu einem Kapitalismus, der sich diesmal nicht in der altbekannten Weise anpassen kann. Stattdessen bringt diese Technologie den vernetzten, hoch informierten Menschen hervor, der begleitet wird durch eine Ökonomie der kostenlosen Waren."

Es gibt so etwas wie Wirklichkeit, darauf besteht der Philosoph Markus Gabriel, der in der NZZ diesen "Neuen Realismus" und seinen "Siegeszug" so erklärt: "Man kann auf Dauer nicht verbergen, dass es unsinnig ist, anzunehmen, dass wir das Wirkliche nicht so erkennen können, wie es an sich ist. Man entflieht dem Wirklichen nicht durch die Behauptung, dass es nur mediale, vermittelte Weltzugänge gibt. Denn wenn es mediale Weltzugänge gibt, die uns das Wirkliche verstellen oder nur verzerrt zugänglich machen, dann gibt es diese medialen Weltzugänge ihrerseits - wirklich."

Medien, 20.06.2016

Sehr streng ist auf Carta der Anwalt Jürgen Fischer mit Jan Böhmermann ("Herr B."), der Tayyip Erdogan ("Herr E.") beleidigt hat: "Für viele nicht zu Unrecht auf ihr Land stolze Türken ist die Verbalattacke auf den Präsidenten ein Angriff auf die Würde ihres Landes. Für E.s Anhänger sind B.s Zeilen vor allem ein starkes Argument für die weitere Eingrenzung der Meinungsfreiheit. So ist sein billiges Gedicht kein mutiger Angriff auf einen angehenden Diktator, sondern ein eitler Angriff auf die Verteidigungslinien der Meinungsfreiheit."

Gesellschaft, 20.06.2016

Wolfram Schütte erklärt bei Glanzundelend.de, warum er für ein Burka-Verbot in Deutschland ist und er findet, dass sehr vernünftige Gründe dafür sprechen: "Die politische Idiotie des Augenblicks hat jedoch dazu geführt, dass als einzige politische Gruppierung in Deutschland die AfD für ein solches 'Burka-Verbot' öffentlich eintritt. Das ist der fatale 'Kollateralschaden', den ich meine. Näher bedacht handelt es sich dabei um eine kopflose politische Selbstfesselung der etablierten Parteien & Gruppierungen, weil man sich vom verachteten politischen Gegner pauschal die eigenen differenzierenden politischen Optionen vorschreiben, bzw. wegnehmen lässt."

Internet, 20.06.2016

Das Internet muss neu dezentralisiert werden, sagt Tim Berners-Lee, maßgeblicher Miterfinder des heutigen Netzes, laut Economist. Die Grassroots-Bewegung, von der er einst träumte, ist zerstoben: "Zwei Jahrzehnte danach ist er nicht mehr so optimistisch. 'Das Problem ist die Dominanz einer Suchmaschine, eines großen sozialen Netzes, eines Twitter für Micro-Blogging', erklärte er am 7. Juni bei einer Konferenz in San Francisco. Die Beobachtung, dass das Netz zu zentralisiert sei, ist nicht neu, aber in den letzten Monaten wurden die Warnungen lauter. Experten schätzen, dass die vielen Seiten von Google inzwischen 40 Prozent des gesamten Traffics im Netz ausmachen. Und die Facebook-Apps sind auf Smartphones ähnlich dominant." Hier ein Bericht von der im Economist erwähnten Konferenz für ein dezentrales Netz (die übrigens von Google mit gesponsert wurde).



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