Ex-Chef des New Yorker Balletts Keine Bestätigung sexueller Belästigung

Nach Belästigungsvorwürfen hatte der Leiter des New York City Ballet seinen Posten aufgegeben - eine zweimonatige Untersuchung konnte die Vorwürfe gegen Peter Martins aber nicht bestätigen.

Peter Martins
AFP

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In einem Mitte Dezember veröffentlichten Bericht der "New York Times"hatten fünf Ensemblemitglieder Peter Martins verbale und körperliche Übergriffe vorgeworfen, die bis ins Jahr 1993 zurückreichen - eine zwei Monate andauernde Untersuchung konnte nun aber keine belegbaren Fälle von sexueller Belästigung oder körperlichem Missbrauch durch den ehemaligen Leiter des New York City Ballet finden.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Jahr hatte sich Martins laut dem Zeitungsbericht der "NYT" für die Zeit einer Untersuchung beurlauben lassen. Der 71-jährige Däne hatte damals gegenüber dem Vorstandsrat bestritten, "irgendein Fehlverhalten dieser Art begangen" zu haben. Er erklärte im Januar allerdings seinen Rücktritt von dem Amt.

Er sei "erfreut", kommentiert Martins nun das Ergebnis der externen Untersuchung. Er sagte, der Skandal habe ihm und seiner Familie "einen schmerzhaften Tribut" abgefordert. Er äußerte die Hoffnung, dass die "glorreiche Institution" sich nun wieder ohne Ablenkungen auf ihre Aufgaben konzentrieren könne.

Die "New York Times" berichtet, dass Ballett und die dazugehörige Schule sich neue Verhaltensregeln auferlegt hätten, um sicherzustellen, dass Tänzerinnen und Tänzer sich "sicher und respektiert fühlen" könnten und die Möglichkeit hätten, zu äußern, was sie bedrücke.

Zwei frühere Tänzerinnen, die ihre Vorwürfe öffentlich gemacht hatten, wiesen die Ergebnisse der Untersuchung allerdings zurück. Es werde versucht, den ehemaligen Ballettchef "reinzuwaschen", werden sie in der "New York Times" zitiert.

feb/AP

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