Das Jahrzehnt war noch jung, die Menschen wussten noch nicht, was ein perfekter Terroranschlag ist: ein Attentat, bei dem die ganze Welt zuschaut, das live im Fernsehen übertragen wird.
Ein Massenmord an rund 3000 Unschuldigen, die in den Trümmern des World Trade Centers in New York starben. Im Flugzeug, das Qaida-Fanatiker nahe Pennsylvania auf einem Feld zum Absturz brachten, im Pentagon, in das die Terroristen eine Maschine rammten. Es sind Bilder, die Augenzeugen bis heute nicht vergessen haben - sie zählen zu den Pressefotos des Jahrzehnts, die die Nachrichtenagentur Reuters jetzt herausgegeben hat.
Nach dem 11. September erklärte US-Präsident George W. Bush den Taliban in Afghanistan den Krieg, dort hatte Qaida-Chef Osama Bin Laden seine Terrorbasis. Im Höhlensystem von Tora Bora soll er damals nur knapp den US-Truppen entgangen sein.
Zum US-Feind wurde auch Saddam Hussein erklärt, der langjährige Führer im Irak, den bereits Bushs Vater im ersten Irak-Krieg zu bezwingen versucht hatte. Saddam gelang es lange Zeit, sich zu verstecken. Schließlich wurde der Mann, der einst in prunkvollen Palästen residiert hatte, völlig verwahrlost in einem Erdloch gefunden. Ihm wurde der Prozess gemacht. Todesstrafe.
Auch die Verbündeten der USA im Irak-Krieg wurden Opfer des Terrors: In London und Madrid zündeten Attentäter Bomben in U-Bahnen und Vorortzügen. Hunderte Menschen wurden in den Tod gerissen. Hass, Gewalt, Hass, Gewalt. Auch in Russland richteten Extremisten unendliches Leid an. In Beslan nahmen sie Hunderte Schulkinder als Geiseln. Viele überlebten nicht.
SPIEGEL ONLINE zeigt eine Auswahl der rund hundert Pressefotos, die Reuters als die Bilder der Dekade bezeichnet.
jul
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