Pritzker-Preis Das ist die Architektur des Jahres

Er gilt als der Nobelpreis für Architekten: Den Pritzker-Preis 2017 gewinnt ein Trio aus Katalonien. Die Jury lobt ihre Fähigkeit, lokale Werte mit internationalen Einflüssen zu verbinden.

Pritzker Architecture Prize/ Hisao Suzuki

Ein Trio aus drei spanischen Architekten wird 2017 mit dem renommierten Pritzker-Architekturpreis ausgezeichnet. Die Pritzker-Jury würdigte an ihrem Werk besonders, wie sie Gebäude in Landschaften einbetteten und Ort und Zeit in Verbindung brächten.

Der Preis für die von Katalonien aus arbeitenden Architekten Rafael Aranda, Carme Pigem und Ramon Vilalta wurde am Mittwoch von Tom Pritzker bekannt gegeben. Er ist Vorsitzender der in Chicago ansässigen Hyatt Foundation, die den Preis sponsert. Pritzker-Preisträger bekommen ein Stipendium in Höhe von 100.000 Dollar, der Preis wird bei einer Feier in Tokio im Mai überreicht.

Die drei Architekten arbeiten gemeinsam, seit sie vor fast 30 Jahren ihr Architekturbüro RCR Arquitectes in ihrer katalanischen Heimatstadt Olot gründeten. Es ist erst das zweite Mal in 39 Jahren, dass der wohl wichtigste Architekturpreis nach Spanien geht: Rafael Moneo wurde 1996 ausgezeichnet. Letztes Jahr ging der Preis an den Chilenen Alejandro Aravena, der 2016 auch die Architektur-Biennale in Venedig kuratierte.

Zu den besonders hervorgehobenen Bauprojekten von RCR zählen viele Gebäude in der Heimatregion, darunter ein Sportstadion, eine Bücherei, ein Weingut, ein Kindergarten und ein Theater. Aber auch in Frankreich haben die drei Architekten gebaut, so zum Beispiel das Soulages-Museum in Rodez.

feb/AP



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