Pulitzerpreis für Fotografie: Gewalt, wohin man sieht

Der renommierte Pulitzerpreis wird auch in zwei Kategorien für Fotografie vergeben. Gewonnen haben Bilder vom Drogenkrieg auf den Philippinen und dem Opfer einer Schießerei in Chicago.

E. Jason Wamsgans/ REX/ Shutterstock

Bei den Gewinnern des diesjährigen Pulitzerpreises für Fotografie geht es um Gewalt in verschiedenen Teilen der Erde und wie auch Kinder immer wieder Opfer von brutalen Konflikten werden. Den Preis in der Kategorie "Breaking News Photography" gewann der Fotograf Daniel Berehulak, dessen Arbeit in der "New York Times" erschien. Sie zeigt das harte Vorgehen der philippinischen Polizei gegen den Drogenhandel im Land.

Unter den Finalisten in der Kategorie war auch die Fotoredaktion der Presseagentur AP, die für ihre Arbeit zum aktuellen Krieg im Irak nominiert wurden. Und der Fotograf Jonathan Bachman, der im vergangen Jahr bei den Protesten im amerikanischen Baton Rouge, das Bild der Demonstrantin Ieshia Evans aufnahm, die zwei Polizisten konfrontierte.

In der Kategorie "Feature Photography" gewann der Fotograf E. Jason Wambsgans von der "Chicago Tribune". Er begleitete den zehnjährigen Überlebenden einer Schießerei auf den Straßen von Chicago, der gemeinsam mit seiner Mutter versucht, wieder ins Leben zurückzufinden.

Ebenfalls nominiert waren Jake May, der für "The Flint Journal" über die Trinkwasserkrise im amerikanischen Flint, Michigan, berichtet hatte. Das Wasser dort ist so stark mit Blei verschmutzt, dass Bewohner angehalten werden, nur Wasser aus Flaschen zum Trinken und zum Waschen zu verwenden. Außerdem nominiert: Katie Falkenberg, von der "Los Angeles Times", die für ihren Foto-Essay über die Zika-Krise in Brasilien nominiert wurde.

Beide Preise sind mit 15.000 Dollar dotiert.

gia

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