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Hamburg: "Rote Flora" soll künftig Konzerthalle und Kita beherbergen

Hamburgs wohl berühmtestes besetztes Haus soll sich in ein Kulturzentrum verwandeln. Auf sechs Etagen könnten ein Konzertraum für 2500 Besucher, eine Kita, ein Jugendtreff und eine Tiefgarage entstehen. Die Bewohner der "Roten Flora" kündigten bereits Widerstand an.

"Rote Flora" im Schanzenviertel: Konzertraum für 2500 Besucher geplant Zur Großansicht
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"Rote Flora" im Schanzenviertel: Konzertraum für 2500 Besucher geplant

Hamburg - Seit mehr als 20 Jahren ist sie von Linksautonomen besetzt, doch damit soll nun Schluss sein. Die "Rote Flora" im Hamburger Schanzenviertel soll nach dem Willen des Besitzers Klausmartin Kretschmer zu einem sechsstöckigen Kulturzentrum mit Konzerthalle ausgebaut werden. Pläne, das Haus an die Stadt zurückzuverkaufen, seien vom Tisch, sagte Kretschmers Immobilienberater Gert Baer am Samstag.

Die Besetzung solle damit enden, erklärte Baer. Er habe am Freitag beim zuständigen Bezirksamt Hamburg-Altona einen Antrag gestellt, um zu erfragen, unter welchen Bedingungen der Ausbau realisiert werden könne. Die Pläne sehen Baer zufolge eine Aufstockung und Verbreiterung des Gebäudes vor. In dem ehemaligen Theater sollten ein Konzertraum für bis zu 2500 Besucher, ein Bürgerhaus, eine Kita, einen Jugendtreff und eine Tiefgarage entstehen.

Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" über den sogenannten Vorbescheidsantrag berichtet. Weder das Bezirksamt noch die Aktivisten waren am Samstag zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Linksautonomen hatten jedoch immer wieder betont, das Haus als besetztes kulturelles Zentrum mit allen Mitteln verteidigen zu wollen. Die "Rote Flora" stand immer wieder im Zentrum von Ausschreitungen.

jus/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 54 Beiträge
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1. Kleine Frage am Rande
u.loose 05.10.2013
wer bezahlt eigentlich Heizung, Wasser, Abwasser, Strom, Grundsteuer, Reparaturen usw usw... Die linken Chaoten ja wohl nicht?
2. Das erledigt sich von selbst
g3cd 05.10.2013
Wartet nochmal 10 Jahre, dann haben diese planlosen Idealisten die Rote Flore soweit verkommen lassen, dass sie in sich zusammenfällt. Genau wie das Gängeviertel. Solche Themen erledigen sich von selbst, wenn man nur mal ein Kollektiv jahrelang nichts entscheiden und voranbringen lässt, weil es niemals einen gemeinsamen Konsens, sondern nur ganz viel Blödsinngelabere gibt.
3. Klingt doch gut
peter.stein 05.10.2013
Zitat von sysopDPAHamburgs wohl berühmtestes besetztes Haus soll sich in ein Kulturzentrum verwandeln. Auf sechs Etagen könnten ein Konzertraum für 2500 Besucher, eine Kita, ein Jugendtreff und eine Tiefgarage entstehen. Die Bewohner der "Roten Flora" kündigten bereits Widerstand an. "Rote Flora" in Hamburg soll Kulturzentrum werden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rote-flora-in-hamburg-soll-kulturzentrum-werden-a-926265.html)
Da sollte eigentlich jedem Linken das Herzchen im Leib hüpfen: Ein Konzertraum für die kulturellen Bedürfnisse und ein Jugendtreff und eine Kita für die sozialen Belange. Wo ist jetzt nochmal der Unterschied zwischen diesen "Bewohnern" und dem Typen der sagt: Asylbewerberheim, von mir aus, aber nicht in meiner Nähe?
4.
blabla1211212 05.10.2013
Waren sie irgendwann mal in der sternschanze oder kennen sie das viertel nur aus medien berichten? die rote flora ist eine institution und mit das letzte überbleibsel von viertel charme in diesem sehr gewöhnlich gewordenen stadtteil. ich sehe da eigentlich kaum linke autonome mehr, sondern hauptsächlich Fress- und saufläden...
5. Na das will ich sehen...
Palisander 05.10.2013
wenn sich einer traut diesen Dreckshaufen in der Mitte Hamburgs anzugehen. Es ist eine Frechheit das ein Haufen Idioten die sich mal lieber über wichtige Themen aufregen sollten sich hier permanent durchsetzen. Rechtfreier Raum? Ich finde das ist ein Witz ins Gesicht der restlichen Gesellschaft. Es gibt doch mittlerweile genug häßliche Bauleerstände in Hamburg. Könnte man den "Edelchaoten" in Hamburg nicht eines dieser Gebäude zur Verfügung stellen? Ich glaube das erst wenn ich das sehe.
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