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07. Juni 2013, 17:40 Uhr

Persönlichkeitsrecht

Scarlett Johansson klagt gegen französischen Buchverlag

In dem neuen Roman von Grégoire Delacourt spielen Ryan Gosling und Scarlett Johansson die Hauptrollen. Geht das? Die amerikanische Schauspielerin findet nicht und klagt nun gegen den Verlag des französischen Erfolgsautoren.

Hamburg/Paris - Ein Mechaniker und ein Top-Model lernen sich in einem französischen Dorf kennen. Er ist der Doppelgänger des US-Schauspielers Ryan Gosling, sie die Doppelgängerin von Scarlett Johansson. Geschichte und Charaktere hat sich der französische Erfolgsautor Grégoire Delacourt für seinen Roman "La Première chose qu'on regarde" ("Die erste Sache, die man anschaut") ausgedacht, der im März erschienen ist. Gegen diese Idee des Autors geht die Schauspielerin nun gerichtlich vor.

Johansson verklagt den französischen Verlag JC Lattès. Der Vorwurf: "Verletzung und betrügerische Ausnutzung ihrer Persönlichkeitsrechte". Die 28-Jährige will Schadensersatz. Außerdem soll dem Verlag verboten werden, die Rechte an dem Roman zu verkaufen, etwa für eine Verfilmung. Grégoire Delacours erzählt die Geschichte des Romans auf seiner Homepage bislang auch noch mit den Fotos der Schauspieler. Auch andere Prominente wie etwa Marylin Monroe, Angelina Jolie und Gene Hackman kommen darin vor.

JC Lattès reagierte verwundert: "Diese Angelegenheit ist umso verrückter, als dieser Roman eine Hymne an die Schauspielerinnen ist, eine Huldigung ihrer Schönheit und Intelligenz, um zu sagen, dass es die innere Schönheit ist, die zählt. Und vor allem: Es ist Literatur!"

Delacourts vorheriger Bestseller "Alle meine Wünsche", der in 47 Sprachen und auch ins Deutsche übersetzt wurde, wird gegenwärtig verfilmt. Auf die Frage, wen er sich für die Hauptrolle wünsche, sagt der Autor: Scarlett Johansson.

kha/AFP

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