Schleichwerbungsskandal Moderatorin Kiewel gibt Lüge zu

Andrea Kiewel steht seit gestern akut unter dem Verdacht, für das Unternehmen Weight Watchers im Fernsehen Schleichwerbung betrieben zu haben. Die ZDF-Moderatorin gibt sich jetzt reuig: Sie räumte ein, über bestehende PR-Verpflichtungen nicht die Wahrheit gesagt zu haben.


Hamburg - "Im Rahmen der Sendung "Johannes B. Kerner" vom 23. Januar 2007 wurde ich gefragt, ob es eine vertragliche Beziehung zwischen mir und Weight Watchers Deutschland gäbe. Meine Antwort war leider: "Natürlich nicht"", erklärte die 42- Jährige in einer Mitteilung ihres Managements am Donnerstag in Köln.

Moderatorin Kiewel: Entschuldigt sich für Lüge über bestehende PR-Verträge
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Moderatorin Kiewel: Entschuldigt sich für Lüge über bestehende PR-Verträge

Tatsächlich hatte Kiewel, die für das ZDF unter anderem den "Fernsehgarten" moderiert, damals einen Vertrag mit der Diät-Firma Weight Watchers in der Tasche. "Selbstverständlich hätte ich einräumen müssen, dass es eine PR-Vereinbarung gab, in deren Rahmen es zu einem Foto-Shooting und einem Interview-Termin kam", so Kiewel weiter. "Das war ein Fehler, für den ich mich ausdrücklich bei den Zuschauern und den Kollegen vom ZDF entschuldigen möchte."

Laut Berichten unterschiedlicher Medien sah der Vertrag zwischen Kiewel und der Firma Weight Watchers außerdem vor, dass die Moderatorin Sonderzahlungen für den Fall bekommen sollte, dass sie das Unternehmen in besonders herausragenden TV-Sendungen - wie Kerners Talk - erwähne. Doch dazu sei es laut Kiewel nicht gekommen: Die Moderatorin betonte in der Mitteilung, dass "Weight Watchers für den Auftritt bei "Johannes B. Kerner" keine wie auch immer geartete Honorierung zahlte".

Das ZDF hatte seine Moderatorin bereits am Mittwoch zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert. Wenn es in dem Vertrag einen Abschnitt gegeben habe, der ihr bei Unterbringung des Namens "Weight Watchers" ein Honorar gewährt habe, dann sei das "sehr gravierend", sagte ein Sprecher. Kiewel hält sich gegenwärtig in den USA auf. Über den Zeitpunkt ihrer Rückkehr machte das Management keine Angaben.

hoc/dpa



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