Schlöndorff vs.Inge Viett Streit um Urheberrecht beigelegt

Die Ex-Terroristin Inge Viett und der Regisseur Volker Schlöndorff haben den Urheberrechtsstreit um seinen neuen Film beigelegt. Die Produktionsfirma leistet eine freiwillige Lizenzzahlung.


Volker Schlöndorff: "verschiedene Standpunkte"
DPA

Volker Schlöndorff: "verschiedene Standpunkte"

Berlin - Viett hatte während der Uraufführung des Films "Die Stille nach dem Schuss" moniert, dass der Film zu viele Elemente aus ihrer Autobiografie "Nie war ich furchtloser" enthalte, ohne dass sie ihre Zustimmung dazu gegeben hätte. Ihr Verlag stellte daraufhin eine Urheberrechtsklage in Aussicht.

Wie die Agentur von Schlöndorffs Produktionsfirma mitteilte, haben sich beide Seiten jetzt außergerichtlich geeinigt. Die Produktionsfirma Babelsberg-Film habe "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" eine "freiwillige Lizenzzahlung" geleistet.

Viett schrieb jetzt an Schlöndorff: "Ich freue mich, dass es nunmehr zu einer gerechten Lösung gekommen ist." Schlöndorff meinte dazu: "Unsere politischen und künstlerischen Standpunkte bleiben natürlich sehr verschieden und wir werden offen darüber streiten. Das Schönste wäre natürlich, wenn sich das Publikum daran beteiligt."



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