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Show-Größe: Peter Alexander fühlt sich von Anwalt betrogen

Show-Legende Peter Alexander liegt im Clinch mit seinem ehemaligen Anwalt: Matthias Prinz habe ihn hinters Licht geführt und seine Ansprüche auf Schmerzensgeld "geradezu verschachert", behauptet der Entertainer im SPIEGEL. Der Jurist dementiert.

Peter Alexander (Archivaufnahme von 1975): Im Clinch mit Matthias Prinz Zur Großansicht
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Peter Alexander (Archivaufnahme von 1975): Im Clinch mit Matthias Prinz

Hamburg - Zwischen dem Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz und seinem eigenen Ex-Mandanten, der Show-Legende Peter Alexander, tobt nach SPIEGEL-Informationen ein schmutziger Scheidungskrieg. Der 83-jährige Alexander, der zurückgezogen in Wien lebt, fühlt sich hinters Licht geführt und ausgenutzt von Prinz, der im Jahr 2007 seine medienrechtliche Betreuung übernommen hatte. Der Anwalt habe ihm sogar versprochen, "dass mir durch sämtliche Verfahren keinerlei Kosten entstehen werden", so Alexander in einem dreiseitigen Schreiben an Prinz aus dem vergangenen September. Ihm sei "sogar eine hohe sechsstellige Entschädigung in Aussicht gestellt" worden. Stattdessen seien dauernd neue Gerichtskosten-Aufstellungen eingegangen.

Prinz wies die Vorwürfe in einem ausführlichen Antwortschreiben zurück und zeigte sich gegenüber dem SPIEGEL "schockiert". Man sei bemüht gewesen, "die Kosten der damals begonnenen Verfahren durch eingeklagte Schmerzensgelder zu decken". Alexander selbst hat mittlerweile die Kanzlei gewechselt. Sein neuer Anwalt, Stephan Schulenberg von der Hamburger Kanzlei Schulenberg & Schenk, widerrief bereits sämtliche alte Vollmachten, weil Alexander sich von Prinz "nachhaltig hintergangen fühlt und das Vertrauen in Ihre Person verloren hat". Prinz habe die Alexander zustehenden "Berichtigungs- und Schmerzensgeldansprüche geradezu verschachert" und zudem "in den Verfahren völlig unverhältnismäßig hohe Gegenstandswerte angesetzt", um "seine Honoraransprüche in die Höhe zu treiben", was Prinz bestreitet. Der Krach eskaliert mittlerweile hinter den Kulissen.

Die neue Anwältin für Peter Alexanders medienrechtliche Belange ist derweil die alte: Die 32-jährige Juristin Patricia Kinzel war bis vergangenen Sommer in der Kanzlei Prinz für Alexander zuständig. Erst drei Monate nach ihrem Weggang habe ihr Alexander überraschend angeboten, das Mandat zu übernehmen. Man habe einfach sehr gut zusammengearbeitet, heißt es auch in Wien.

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