Simpsons-Streik Homer will 190 Prozent mehr Gehalt

Die Simpsons, Amerikas liebste Zeichentrickfamilie, streiken. Die Sprecher, die den gelben Underdogs ihre Stimmen leihen, wollen eine kräftige Gehaltserhöhung und erscheinen deshalb nicht zu Proben.


Die Simpsons: Geld her oder wir schweigen
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Die Simpsons: Geld her oder wir schweigen

Bart, Homer und Konsorten sind unzufrieden mit ihrem Gehalt. Wie das Branchenblatt "Variety" meldet, sind Dan Castellaneta (Homer), Hank Azaria (Moe, Apu), Harry Shearer (Mr. Burns), Yeardley Smith (Lisa), Julie Kavner (Marge) und Nancy Cartwright (Bart) in den letzten Wochen zu zwei Leseproben nicht angetreten.

Die Schauspieler, deren Vertrag mit Twentieth Century Fox TV und Gracie Films zur Erneuerung ansteht, wollen einen saftigen Gehaltszuschlag. Laut "Variety" bekamen sie für die letzten drei Staffeln der Serie 125.000 US-Dollar pro Episode. Jetzt wollen sie angeblich 360.000 Dollar - das wäre eine Gehaltserhöhung um knapp 190 Prozent.

Auch bei den letzten Gehaltsverhandlungen im Jahr 1998 war es hart auf hart gegangen, die Produzenten der Serie hatten sogar schon Casting-Agenturen beauftragt, nach neuen Sprechern für die Serie zu suchen. Im Endeffekt einigte man sich jedoch, die Entlohnung pro Folge wurde von 30.000 auf 125.000 Dollar heraufgesetzt.

Die Stundenlöhne der gelben Gesellen sind zwar jetzt schon traumhaft, sie selbst sind jedoch der Meinung, ihnen stehe ein größeres Stück vom riesigen Simpsons-Kuchen zu. Laut "Variety" bringt die Serie weltweit pro Jahr über eine Milliarde Dollar ein.



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