127. Geburtstag von Sophie Taeuber-Arp Google feiert die Pionierin der abstrakten Kunst

Berühmt wurde sie erst nach ihrem Unfalltod, doch heute gilt die Schweizerin Sophie Taeuber-Arp als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. An diesem Dienstag feiert Google ihren 127. Geburtstag.


Wer an diesem Dienstag die Startseite von Google.de aufruft, entdeckt statt der sonst leicht leserlichen sechs Buchstaben eine geografische Grafik, das Firmenlogo sieht aus, als wäre es aus einzelnen Rechtecken zusammengesetzt. Damit soll an die berühmte Künstlerin Sophie Taeuber-Arp gedacht werden: Sie wurde vor exakt 127 Jahren in Davos geboren.

Schon in ihrer Kindheit interessierte sie sich für Kunst, heißt es in ihrer Biografie auf der Internetseite des "Arp Museum Bahnhof Rolandseck" im rheinland-pfälzischen Remagen. Taeuber-Arp begann nach ihrer Schulzeit unter anderem ein Studium an der renommierten Debschitzschule für freie und angewandte Kunst. Nebenbei ließ sie sich auch im Ausdruckstanz ausbilden.

Google feiert die Künstlerin mit einem Doodle
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Google feiert die Künstlerin mit einem Doodle

Ein wichtiges Datum ist das Jahr 1915: Damals lernte sie Hans Arp kennen, auch er ein Künstler und zudem Gründungsmitglied der Dada-Bewegung. Die beiden wurden ein Paar - und gelten heute als Pioniere der abstrakten Kunst.

Sie verdiente mit ihrer Arbeit als Lehrerin für textiles Entwerfen zunächst das Geld. 1929 waren beide aber inzwischen so erfolgreich, dass sie diesen Job aufgab. Sie schuf Gemälde, Grafiken, Textilarbeiten, Marionetten und Teppiche, ihre Arbeiten wurden vielfach ausgestellt.

Das Ehepaar lebte Anfang der Vierzigerjahre in Frankreich. Vor den Nationalsozialisten wollte es in die USA fliehen, der Plan scheiterte jedoch. 1942 reisten die beiden nach Zürich. Im Januar des folgenden Jahres starb Taeuber-Arp im Haus ihres Freundes und Künstler-Kollegen Max Bill an einer Kohlenmonoxydvergiftung.

Zu größerem Ruhm kam sie erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute wird ihre Arbeit in der Kunstbranche höchst geschätzt, ihr Porträt ist auf der Schweizer 50-Franken-Note zu sehen.

aar

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