Mainz - Kleber erklärte, das Angebot sei eine große Ehre: "Ich traue mir die Aufgabe zu und habe meine Entscheidung gründlich abgewogen. Am Ende steht die Überzeugung: Das Fernsehen ist mein Medium. Es ist also keine Entscheidung gegen das wichtigste Print-Magazin, sondern für das beste TV-Magazin."
Der 52-jährige Chefmoderator des Mainzer Senders fügte hinzu: "Wir stehen mit dem 'heute-journal', mit unseren Nachrichtensendungen im ZDF an der Schwelle des digitalen Zeitalters. In einem Jahr senden wir mit neuester Technik aus dem modernsten News-Studio Europas. Die Informationsgesellschaft wird sich verändern, ein ungeheuer spannender Prozess. Den will ich zusammen mit meinem Team gestalten."
Der Geschäftsführer der SPIEGEL-Mitarbeiter KG, Armin Mahler, sagte dazu: "Natürlich bedauern wir die Absage von Claus Kleber. Wir werden nun ohne Zeitdruck und in Ruhe die Suche nach einem Chefredakteur für den SPIEGEL fortsetzen."
ZDF-Intendant Markus Schächter freute sich über die Entscheidung: "Claus Kleber ist der Spitzenmann des deutschen TV-Journalismus. Ich freue mich sehr, dass er bei uns bleibt. Als Anchor des wichtigsten Nachrichtenmagazins im deutschen Fernsehen steht er für Kontinuität, Professionalität und Zuschauernähe."
ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte in Mainz: "Ich habe Claus Kleber 2003 von der ARD geholt, warum sollte ich ihn jetzt zum SPIEGEL ziehen lassen. Wir haben verabredet, dass das ZDF-Nachrichtenmagazin 'heute-journal' energisch als Topformat ausgebaut wird."
bor/AP
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