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SPIEGEL ONLINE grüßt nach Chile: Guten Morgen, Margot Honecker!

Wie der "Zeit" zu entnehmen ist, liest Margot Honecker jeden Morgen SPIEGEL ONLINE, seit ihr Enkel ihr gezeigt hat, wie das Internet funktioniert. Aus diesem Anlass: ein Morgengruß für Erichs Witwe.

Morgens SPIEGEL ONLINE, dann mit den Genossen an den Strand: Margot Honecker in Chile Zur Großansicht
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Morgens SPIEGEL ONLINE, dann mit den Genossen an den Strand: Margot Honecker in Chile

Hallo, Oma Margot!

Stellen Sie sich vor: Wir hatten Sie schon fast ganz vergessen. Aber dann haben wir in der Wochenzeitung "Die Zeit" das Interview mit Ihrem Enkel Roberto gelesen. Da fiel es uns wieder ein: Sie hocken ja schon seit bald 20 Jahren in Chile. Muss ganz schön langweilig sein da unten.

Jetzt hören wir aber vom Roberto, dass er Ihnen beigebracht hat, wie das Internet funktioniert. Und, jetzt kommt's, dass Sie jeden Morgen SPIEGEL ONLINE lesen. Und dass Sie dann mit den alten Genossen, die gerade auf Besuch sind, an den Strand gehen. Ist ja noch bestes Badewetter in Chile zurzeit.

Das freut uns hier natürlich sehr. Und da haben wir uns gedacht, wir machen Ihnen auch eine kleine Freude. Denn Meldungen in Massenmedien, die extra für Sie geschrieben wurden - so etwas hatten Sie jetzt ja auch schon länger nicht mehr.

Und wissen Sie was? Manchmal müssen wir doch noch an Sie denken. Gerade zurzeit, wenn wir sehen, wie in vielen Ländern die Menschen unter Lebensgefahr auf die Straßen gehen, weil sie sich nicht mehr vorschreiben lassen wollen, wie sie zu leben haben. Da denken wir manchmal: Was hat dieses Land doch für ein Glück, dass Sie schon seit 20 Jahren in Chile hocken.

So, und jetzt können Sie, Ihr Glück, mal wieder baden gehen.

Mit solidarischem Gruß,

Stefan Kuzmany

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insgesamt 292 Beiträge
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1.
donfuan, 04.03.2011
Mit Verlaub: das ist BILD-Niveau. Wagner grüßt nach Hamburg!
2. @
brazzo 04.03.2011
Ich lese auch jeden Morgen Spiegel Online. Ich klicke sogar manchmal die Werbung an! Wo bleibt mein Gruß?
3. Der hat gesessen
Gani, 04.03.2011
Allerdings bedeutet das wohl eine Leserin weniger.
4. blah
JCR 04.03.2011
Ein ungeheuer mutiger Artikel gegen einen ungeheuer gefährlichen Gegner. Respekt Je länger der Kommunismus zurückliegt desto größer wird die Anzahl der Antikommunisten
5. Was soll das?
Pinky42 04.03.2011
Was soll das? Hat das der Spiegel nötig, die Frau eines Verbrechers zu "grüßen". Sie war schließlich selbst Ministerin in der DDR, einem verbrecherischen Unrechtsstaat. Ich bin geschockt und hoffe das war ein Karnevalsscherz eines besoffenen Rheinländers in der Redaktion.
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