"Sportschau"-Moderatorin: ARD zahlt drauf bei Monica Lierhaus

Damit "Sportschau"-Fans nicht auf Monica Lierhaus verzichten müssen, greift die ARD tief in die Tasche. Das Honorar der Moderatorin wird erhöht - so will man Sat.1 abschrecken. Aber wollte der Privatsender die Journalistin überhaupt abwerben?

Die Verlängerung der Zusammenarbeit mit "Sportschau"-Moderatorin Monica Lierhaus kommt die ARD teuer zu stehen. Die "Werthaltigkeit der weiteren Zusammenarbeit", wie es im ARD-Jargon heißt, betrage ab Sommer 2009 jährlich 875.000 Euro.

Moderatorin Lierhaus: Teure "Sportschau"-Dame
DDP

Moderatorin Lierhaus: Teure "Sportschau"-Dame

In dem Betrag seien außer Honoraren für alle ARD-Auftritte zum Teil auch Produktionskosten enthalten, verlautet aus ARD-Kreisen. Vertragspartner ist der Norddeutsche Rundfunk (NDR), bei dem Lierhaus auch den "Sportclub" moderiert.

Im Senderverbund heißt es, man wolle durch die hohe Vergütung auch verhindern, dass die Moderatorin von Privatsendern abgeworben werde. Wie der SPIEGEL berichtet, sei der Vertrag allerdings bisher nicht unterschrieben worden.

Presseberichten zufolge hatte Sat.1 Lierhaus eine Jahresgage von einer Million Euro angeboten. Sat.1 dementierte aber stets, mit der Sportjournalistin überhaupt verhandelt zu haben.

In Sat.1-Kreisen heißt es, Lierhaus selbst habe eine Millionengage verlangt, die der Sender aber nie zu zahlen bereit gewesen sei. Der NDR war zu einer Stellungnahme nicht bereit, Lierhaus nicht zu erreichen.

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