Berliner Stadtmagazine Raufeld-Verlag kauft nach "Tip" auch "Zitty"

Der "Tagesspiegel" verkauft das Stadtmagazin "Zitty" an den Raufeld-Verlag. Der hatte vor sechs Monaten bereits den Konkurrenten "Tip" erworben. Beide Blätter sollen erhalten bleiben - sich inhaltlich aber wieder deutlicher unterscheiden.

"Zitty"-Titel: Übernahme "absolut sinnvoll"

"Zitty"-Titel: Übernahme "absolut sinnvoll"


Berlin - Der Markt der Stadtmagazine ist hart umkämpft - künftig sind in Berlin zwei ehemalige Konkurrenten unter einem Dach vereint. Der Raufeld Verlag wird das Magazin "Zitty" zum 1. April übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Der vorherige Besitzer, "Der Tagesspiegel", setze mit dem Verkauf den Umbau seines Portfolios fort und konzentriere sich auf die eigene Marke.

Raufeld-Geschäftsführer Jens Lohwieser setzt auf die gemeinsame Vermarktung der Blätter, auch der Vertreib könne unter einem Dach gesteuert werden. "Das ist absolut sinnvoll und hilft uns dabei, mit den Titeln in die schwarzen Zahlen zu kommen", sagte er. Erst vor sechs Monaten hatte sein Verlag den"Tip" von der Mediengruppe Berliner Verlag ("Berliner Zeitung", "Berliner Kurier") übernommen.

Seitdem habe man die Auflagenzahl und Reichweite steigern können - und sich auch deshalb für den Konkurrenten interessiert, sagte Lohwieser zu SPIEGEL ONLINE. Beide Magazine sollen als eigenständige Titel erhalten bleiben. Sämtliche Mitarbeiter würden übernommen. Inhaltlich allerdings sollten die Magazine schnell wieder unterscheidbarer werden; momentan liegen sie beide mit einem Radfahr-Titel im Handel.

Das sei "absurd", sagte Lohwieser. "Tip" soll wieder mehr in Richtung Kultur ausgerichtet werden, "Zitty" solle künftig stärker auf gesellschaftspolitische Themen setzen. Denkbar sei auch eine wöchentliche Taktung.

Raufeld Medien produziert unter anderem ganze Zeitungsseiten mit redaktionellem Inhalt zu Verbraucherthemen, Beilagen und Unternehmensmagazine. "Zitty" hat eine verkaufte Auflage von rund 26.000 Exemplaren, "Tip" verkauft sich etwa 28.000 mal.

vks/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
parmesanides 21.03.2014
1.
Zitty ist besser, weil darin die genialen Didi & Stulle-Comics sind. So lang es die weiterhin gibt, kann der Verlag gern ändern, was er will.
Europa! 21.03.2014
2. Ach,
Zitat von sysopImagoDer "Tagesspiegel" verkauft das Stadtmagazin "Zitty" an den Raufeld-Verlag. Der hatte vor sechs Monaten bereits den Konkurrenten "Tip" erworben. Beide Blätter sollen erhalten bleiben - sich inhaltlich aber wieder deutlicher unterscheiden. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/stadtmagazin-zitty-raufeld-verlag-kauft-nach-tip-auch-zitty-a-960014.html
Was waren das für Zeiten, als man Stadtmagazine noch brauchte! Herrlich! Kino, Theater Musik! Die ganze Stadt in der Tasche! Der große Durchbruch der Großstadtkultur! Die Urbanität der Deutschen ruhte auf "Zitty", "Plärrer" und "Tip". Und jetzt? Steht alles im Netz. Viel ausführlicher und aktueller. Aber schade ist es irgendwie trotzdem.
moonoi 24.03.2014
3. erinnert
sich nocj jemand an den HOBO?
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