Fotografin Hilla Becher ist tot

Berühmt wurde sie mit ihrem Mann Bernd für ihre Schwarz-Weiß-Fotografien von Fachwerkhäusern und Industriebauten. Die beiden begründeten die Düsseldorfer Photoschule. Wie jetzt bekannt wurde, starb Hilla Becher am vergangenen Samstag im Alter von 81 Jahren.

Courtesy Schirmer/Mosel

Sie fotografierten Fördertürme, Hochöfen, Kohlebunker, Fabrikhallen, Gasometer und Getreidesilos - und wurden damit weltweit bekannt. Hilla und Bernd Bechers Werk machte zunächst bei der documenta 5 im Jahr 1972 von sich reden. Danach wurden ihre Fotos auch in New York und Paris ausgestellt.

Das Ehepaar wollte mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern Industriebauten dokumentieren, die vielfach vom Abriss bedroht waren. Kennzeichnend für ihren Stil sind häufig sechs, neun, zwölf oder mehr Fotografien desselben Objekts in festgelegten differierenden Winkeln. Sie wirken immer betont sachlich. Trotzdem gaben die beiden einen Anstoß ein anderes Verhältnis zu den vermeintlich reinen Zweckbauten.

Bernd und Hilla Becher unterhielten ihr Atelier in Düsseldorf Kaiserswerth. Sie bildeten Fotografen aus, die heute international bekannt sind, darunter Thomas Ruff und Jörg Sasse. Schon 2007 war Bernd Becher bei einer Operation gestorben. Hilla Becher wurde 81 Jahre alt, sie starb am Samstag in Düsseldorf.

kae/dpa

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