Stasi-Vorwürfe Mühes Ex-Frau wehrt sich

In einem Interview hatte der Schauspieler Ulrich Mühe seine einstige Ehefrau Jenny Gröllmann beschuldigt, für die Stasi gespitzelt zu haben. Dokumente, die nahelegen würden, dass Gröllmann IM war, gebe es aber gar nicht, sagt ihr Anwalt.


Berlin - Die Schauspielerin Jenny Gröllmann, bekannt aus der Serie "Liebling Kreuzberg", wehrt sich gegen die Stasi-Vorwürfe ihres Ex-Mannes Ulrich Mühe. Ihr Anwalt Hardy Langer sagte dem RBB-Kulturmagazin "Stilbruch", dass es keine Verpflichtungserklärung gebe. "Es gibt keinerlei persönliches Dokument von Frau Gröllmann in den Akten, es gibt auch nichts, was sie unterzeichnet haben soll", betonte er. Was in den Akten vorgefunden wurde, beziehe sich nur auf das Material eines einzigen hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiters.

Schauspieler Mühe mit Kollegin Heike Makatsch: Vorwürfe gegen seine Ex-Frau
DDP

Schauspieler Mühe mit Kollegin Heike Makatsch: Vorwürfe gegen seine Ex-Frau

Auslöser für die Auseinandersetzung ist ein Interview, das der Schauspieler Ulrich Mühe, dem Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck für sein Buch zum Film "Das Leben der Anderen" gegeben hatte.

Mühe hatte in dem Interview gesagt, seine ehemalige Ehefrau, ebenfalls eine Schauspielerin, hätte "die ganze Zeit über bei der Staatssicherheit als IM gearbeitet". Er selbst haben von der Spitzelei seiner Frau nichts mitbekommen, so Mühe. "Sie arbeitete ja auch nicht über mich". Sie habe "hauptsächlich in ihrem Ensemble über die Kollegen Berichte abgegeben".

Regisseur Henckel von Donnersmarck sagte dem Magazin "Stilbruch", er finde es furchtbar, dass Mühe als jemand hingestellt werde, der Behauptungen aufstelle: "Ich finde man muss die Wahrheit doch beim Namen nennen können." Mühe hatte in dem Drama "Das Leben der Anderen" selbst einen Mitarbeiter der Staatssicherheit gespielt.

Jenny Gröllmanns Anwalt Langer hatte nach den Anschuldigungen durch eine einstweilige Verfügung den Stopp des Buches, das im Suhrkamp Verlag erschienen war, erwirkt.  anr/ddp



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