Streit mit Ex-Arbeitgeber CBS: Starmoderator Dan Rather unterliegt vor Gericht

Seine Recherchen zum Militärdienst von George W. Bush sollen ihm den Job gekostet haben - der legendäre US-Moderator Dan Rather forderte deshalb Schadensersatz von seinem langjährigen Arbeitgeber CBS. Ein New Yorker Gericht sah dafür jetzt keinen Grund: Ein Vertragsbruch sei nicht gegeben.

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US-Nachrichtenmann Dan Rather: Zum Sündenbock gemacht?

Hamburg/New York - Die Klage des berühmten amerikanischen Fernsehjournalisten Dan Rather gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber CBS auf 70 Millionen Dollar (50 Millionen Euro) Schadensersatz ist zurückgewiesen worden.

Ein Gericht in New York erklärte am Dienstag, es sei zu keinem Vertragsbruch gekommen, da der Sender dem langjährigen Moderator der Nachrichtensendung "CBS Evening News" auch nach dem Wechsel der Aufgabe weiter sechs Millionen Euro pro Jahr gezahlt habe. Rathers Anwalt kündigte Berufung an.

Rather wirft CBS vor, ihm nach seinen Recherchen zum Militärdienst von US-Präsident George W. Bush die Moderation entzogen und ihn zum Sündenbock gemacht zu haben. Der Moderator hatte im Jahr 2004 kritische CBS-Berichte über die Zeit des damaligen Präsidenten bei der Nationalgarde verantwortet - allerdings auf der Basis sehr fragwürdiger Informanten und Dokumente, die bis heute unter dem Verdacht der Fälschung stehen.

Im Juni 2006 wurde Rather nach 44-jähriger Tätigkeit entlassen. Der 77-Jährige macht geltend, dass der Sender seiner Reputation geschadet habe und für hohe finanzielle Verluste verantwortlich sei.

sha/AP

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