Dritte TV-Programme Menschelndes statt Informationen

Erfüllen SWR und NDR ihren Programmauftrag? Eine Studie der Otto Brenner Stiftung kommt nach SPIEGEL-Informationen zu dem Ergebnis, dass die dritten Programme ihren Info-Anteil künstlich hochrechnen. Selbst die Privaten würden nicht so stark auf Service-Themen und menschelnde Aufbereitung setzen.

NDR-Fernsehkoch Mälzer: Die Ratgebersendungen nehmen Überhand
NDR/ Philipp Rathmer

NDR-Fernsehkoch Mälzer: Die Ratgebersendungen nehmen Überhand


Hamburg - Eine Studie der gewerkschaftsnahen Otto Brenner Stiftung stellt den ARD-Sendern SWR und NDR ein schlechtes Zeugnis aus. "Die Ergebnisse", heißt es im Vorwort, "lassen zumindest Zweifel daran aufkommen, dass die untersuchten Dritten ihren Programmauftrag voll erfüllen."

Die Studie, die kurz vor der Veröffentlichung steht, belegt nach Informationen des SPIEGEL, dass die dritten Programme ihren Sendebetrieb nur durch Wiederholungsraten von rund 40 Prozent aufrechterhalten können. Zudem liegen die von den Sendern kolportierten Informationsanteile von bis zu 70 Prozent laut Studie in Wahrheit deutlich niedriger, nämlich bei gerade einmal 40 Prozent, wenn man die Wiederholungen herausrechnet.

Erreicht werde auch dieser Wert überhaupt nur, "weil sich die Dritten zu Ratgebersendern entwickelt haben, in deren Mittelpunkt Garten, Kochen und Tiere stehen". Bei einem engeren Informationsbegriff – politische Information und Berichterstattung über gesellschaftlich kontrovers diskutierte Themen – liege der Anteil am Programm sogar bei nur rund zehn Prozent.

Die Studie belegt erstmals das Ausmaß der Boulevardisierung der Dritten, das dem der privaten Konkurrenz entspricht. Der NDR setze mit "fast der Hälfte der fernsehpublizistischen Beiträge" einen Schwerpunkt auf Human-Touch-Berichterstattung. Aufs gesamte Programm bezogen sind es 21 Prozent, deutlich mehr als die Werte der Vergleichsprogramme: Bei RTL finden sich in 14 Prozent der täglichen Sendezeit solche Human-Touch-Themen, bei Sat.1 sind es 8 Prozent, bei der ARD 8 Prozent, beim ZDF 11 Prozent. "Auch der SWR liegt mit einem Anteilswert von 15 Prozent über den Werten für die privaten Programme", so die Studie.

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Seite 1
1hz 29.09.2013
1. abschaffen
fuer diese "information" wann ich die geranien umtopfen muss brauche ich keine redakteure und keinen sender...gez weg und ab in die freie marktwirtschaft...wer es sehen will kann ja bezahlen...dann ciao ihr informanten...
garfield 29.09.2013
2.
Zitat von sysopNDR/ Philipp RathmerErfüllen SWR und NDR ihren Programmauftrag? Eine Studie der Otto Brenner Stiftung kommt nach SPIEGEL-Informationen zu dem Ergebnis, dass die dritten Programme ihren Info-Anteil künstlich hochrechnen. Selbst die Privaten würden nicht so stark auf Service-Themen und menschelnde Aufbereitung setzen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/studie-infoanteil-bei-swr-und-ndr-geringer-als-kolportiert-a-925102.html
In der Tat, bei den Privaten würde ich auch keine Verbraucher-Ratgeber-Sendung erwarten, die über die Tricksereien der (bei den Privaten) zahlenden Werbekunden aufklärt. Den GEZ-Gebühren sei Dank. SO geht Unabhängigkeit von Wirtschaftsinteressen. Wenn man nun noch die Politiker aus den ÖR-Gremien rauskriegen würde, wäre auch der politische Einfluss minimiert. Aber das wäre doch mal ein Gag: Eine Ratgebersendung über die Füllstandstricksereien der Waschmittelhersteller unterbrochen von Ariel-Werbung.
bombus67 29.09.2013
3. Rundfunkbeitrag
SCHAFFT ENDLICH DIESE ZWANGSGEBÜHR AB!!! Wer diesen Mist sehen will, soll persönlich dafür zahlen ala Pay-TV!
manni.baum 29.09.2013
4. wozu Informationen
wozu Informationen, die Informierten sind schon informiert, die "Zielgruppe für Menschelndes" zahlt anteilig mehr Gebühren als sie Menschelndes erhält.
Europa! 29.09.2013
5. Tja,
Zitat von sysopNDR/ Philipp RathmerErfüllen SWR und NDR ihren Programmauftrag? Eine Studie der Otto Brenner Stiftung kommt nach SPIEGEL-Informationen zu dem Ergebnis, dass die dritten Programme ihren Info-Anteil künstlich hochrechnen. Selbst die Privaten würden nicht so stark auf Service-Themen und menschelnde Aufbereitung setzen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/studie-infoanteil-bei-swr-und-ndr-geringer-als-kolportiert-a-925102.html
Das Bayerische Fernsehen hab ich ja ganz gerne geguckt, besonders wenn sie ein ganz gezieltes, "ruhiges" Dokumentationsprogramm gegen die besonders dünnen Abendprogramme der anderen gestellt haben. Aber RBB finde ich ziemlich gewöhnungsbedürftig. Da weiß man nie, was man kriegt, außer drittklassigen Spielfilmen. Und fürs "Sandmännchen" bin ich schon etwas zu alt.
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