"Süddeutsche Zeitung" Stefan Plöchinger wird Mitglied der "SZ"-Chefredaktion

Stefan Plöchinger steigt in die Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung" auf. Führende Print-Redakteure stimmten der Beförderung des Online-Chefs zu. Zuvor gab es von ihnen scharfen Gegenwind.

Stefan Plöchinger: Zuständig für die Digitalen Projekte der "SZ"
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Stefan Plöchinger: Zuständig für die Digitalen Projekte der "SZ"


München - Es ist der Aufstieg eines Onliners in die Welt der Print-Redakteure: Stefan Plöchinger ist zum Mitglied der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung" gewählt worden. Der 37 Jahre alte Online-Chef von "sueddeutsche.de" wird für die digitalen Projekte der Zeitung verantwortlich sein, wie der Verlag am Freitag mitteilte.

Die Personalie hatten Chefredakteur Kurt Kister und die Gesellschafter der "SZ" bereits im vergangenen Jahr durchgewinkt. Sie musste allerdings noch vom sogenannten Impressionisten-Rat, in dem die leitenden Redakteure der Print-Redaktion sitzen, bestätigt werden. Mit deutlicher Mehrheit soll die Beförderung beschlossen worden sein, berichtet der Branchendienst Meedia.

Über diese Veränderung wurde Anfang des Jahres heftig diskutiert. Print-Redakteure hatten sich gegen Plöchingers Aufstieg gewehrt. Der 37-Jährige, der oft mit Kapuzenpulli zur Arbeit erscheint, erhielt damals wiederum starken Rückenwind von Journalisten. Auf Twitter verbreiteten sie Selfies von sich im Kapuzenpulli - und zeigten so ihre Solidarität mit dem Onliner.

Plöchinger arbeitet seit drei Jahren bei der "SZ" und war bereits Geschäftsführender Redakteur der Zeitung. Zuvor war er bei SPIEGEL ONLINE Chef vom Dienst, Textchef und Geschäftsführender Redakteur. Von 2004 bis 2006 war er bei der "Financial Times Deutschland" tätig, davor fünf Jahre lang als Politikredakteur bei der "Abendzeitung" in München.

Seine journalistische Laufbahn begann Plöchinger 1995 als Lokalreporter bei der "SZ". Er absolvierte von 1997 bis 2001 die 36. Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule in München.

kha



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tylerdurdenvolland 10.05.2014
1. Ich hoffe er setzt seine Arbeit fort....
Wenn man sich das online Angebot der Süddeutschen anschaut, dann weiss man, man kann sich darauf freuen, dass er die gute Arbeit die er bei der Münchner Abendzeitung geleistet hat, auch bei der SZ fortsetzen wird und zwar mit demselben Ergebnis! Sehr erfreuliche Meldung!
oxy 11.05.2014
2. Gute Entscheidung!
Gut für die Qualität des Blattes, gut für die Zukunft der SZ - gut für die Leser. Ich hoffe, er verkackt es nicht!
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