Tageskarte Küche Germany's Next Supergriller

Von Hobbykoch

2. Teil: Rezept für 500 ml Tomatenketchup


Zubereitungszeit: 2 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht

Zutaten: 1 kg vollreife Tomaten (sollten so reif wie möglich geerntet sein und nicht erst in der Küche nachreifen müssen; mittelgroße Tomatensorte mit dünnerer Haut wählen, die Tomaten dürfen ruhig schon etwas weicher sein); 2 mittelgroße Schalotten, 2 Knoblauchzehen, 50 g getrocknete Tomaten, 2 El roher Rohrzucker (aus dem Reformhaus; alternativ kann auch Apfeldicksaft benutzt werden), 1 El grobes Meersalz, 50 ml alter (mind. 10 Jahre gereift) Balsamicoessig, 1 El gehacktes frisches Basilikum, evtl. 1 gehäufter El ungewürztes Tomatenmark.

Zubereitung: Getrocknete Tomaten in heißem Salzwasser einweichen (mind. 15 min). Schalotten und Knoblauch in kleine Würfel schneiden. Boden einer tiefen, beschichteten Pfanne (oder Wok) mit sehr wenig Olivenöl einfetten, Schalotten und Knoblauch bei mittlerer Hitze leicht glasig werden lassen, mit Zucker karamellisieren, 100 ml heißes Wasser angießen. Tomaten waschen, achteln, zusammen mit dem Salz, den ausgedrückten und in feine Streifen geschnittenen Trockentomaten und dem Essig in die Pfanne geben, gut umrühren). Bei niedriger Hitze (Tomaten dürfen nur ganz minimal köcheln) 70 Min. mit geschlossenem Deckel dünsten, ab und zu umrühren, evtl. immer wieder löffelweise heißes Wasser dazugeben. Anschließend ohne Deckel bei leicht erhöhter Hitze weiterkochen lassen. 15 Min. vor Ende der Kochzeit Basilikum unterrühren. Nach insges. 90 Min. Masse im Mixer oder mit Schneidstab ausgiebig pürieren, durch feines Metallsieb ziehen. Der heiße Ketchup müsste etwas flüssiger als normaler gekühlter Ketchup sein. Andernfalls vorsichtig mit Wasser verdünnen oder evtl mit etwas Tomatenmark andicken. Am Schluss behutsam mit feinem Meersalz abschmecken - Achtung: bei der späteren Kühlschranktemperatur (6-8 Grad) schmeckt man das Salz weniger stark, beim Salzen im heißen Zustand also beherzt würzen.

Konservieren: Den Ketchup 10 Sekunden lang aufkochen lassen, in sterilisierte (ausgekochte) gebrauchte Ketchupflaschen (aus Glas!) füllen, fest verschrauben und auf dem Kopf erst in der Küche, dann im Kühlschrank abkühlen lassen. Er hält sich ungeöffnet etwa drei Monate, die geöffnete Flasche besser innerhalb von zwei Wochen aufbrauchen.

Küchen-Klang: Zu rudimentären Nahrungspraktiken wie Ketchup-Kochen oder am Grill herumzündeln passen sehr gut zwei wieder belebte Achtziger-Altmeister: Das australische Jahrhundertalbum "Diesel And Dust" mit dem die Öko-Recken von Midnight Oil aus dem BBQ-Land schlechthin den Attac-Rock vorweg nahmen (bei Legacy/Sony BMG jetzt mit toller Bonus-DVD wiederveröffentlicht), und die Best-Of-CD "Idolize Yourself" (Capitol/EMI), für die die dickste Lippe des Rock, Billy Idol, sogar zwei brandneue Songs aufgenommen hat. Wem das alles zu altväterlich ist, wirft seinen Rechner an und lädt sich die zwölf überraschenderweise nie ins Seichte abdriftenden Lounge-Songs "The Works 1.0" (Peacelounge/download only z.B. über iTunes oder musicload) von DJ Respecta und Dirk Hinze alias Under Pressure auf den iPod.

Getränketipp: Wer bei all dem WM-Fieber nicht auch noch zum Gegrillten ein (durchaus passendes) kühles Pilschen zischen will, findet in dem bei frischen 15 Grad servierten 2002 Fishcage Cabernet Merlot von der Kellerei Hungerford Hill im australischen New South Wales einen in der Abendsonne rubinrot funkelnden, fruchtig-flotten Begleiter mit einem ähnlich ausgewogenen Süß/Säure-Spiel wie unser Hausmacher-Ketchup.



insgesamt 2 Beiträge
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halbdick, 22.06.2008
1. Weitere Alternativen
Wie wär´s mit Merguez und Harissa ? Das gehört bei uns im Badischen - jedenfalls in Grenznähe - zu einer vernünftigen Grillerei.
schleckischleck 22.06.2008
2. Endlich Ketchup mit wenig Zucker!
Schon lange suche ich nach einem Ketchup, in dem nicht so viel Zucker wie sonst ist. Eine Sorte aus dem Reformhaus mit Apfelsüße schmeckte den Kindern nicht, aber dieses Rezept können wir ja sogar gemeinsam mit ihnen machen. Tolle Idee, denn wenn die Kleinen mitkochen, essen sie die Sachen hinterher auch gern. Bin gespannt, wie wenig schädlichen Zucker man da wirklich braucht.
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