Doppelspitze bei der "taz" Andreas Rüttenauer wird Co-Chefredakteur

Die "taz" soll ab April von zwei Chefredakteuren geleitet werden. Der Journalist Andreas Rüttenauer wird künftig gleichberechtigt mit Ines Pohl versuchen dürfen, die bisweilen störrische Redaktion der alternativen Zeitung zu führen.

Journalist Andreas Rüttenauer: Designierter "taz"-Chefredakteur
Matthias Urbach

Journalist Andreas Rüttenauer: Designierter "taz"-Chefredakteur


Hamburg/Berlin - Der bisherigen Chefredakteurin der "taz", Ines Pohl, wird ein Co-Chefredakteur beigeordnet. In Zukunft wird das Berliner Blatt von einer gleichberechtigten Doppelspitze geführt. Gemeinsam mit Pohl wird künftig Andreas Rüttenauer der Redaktion vorstehen, wie die "taz" in ihrem Hausblog mitteilte. Der Vorstand der "taz"-Genossenschaft stimme ihrem Vorschlag zu, heißt es dort.

Rüttenauer steht nun die Aufgabe bevor, eine bisweilen störrische Redaktion gemeinsam mit der zuletzt höchst umstrittenen Chefredakteurin Ines Pohl zu leiten. Doppelspitzen gab es in der rund 35-jährigen Geschichte der "taz" schon mehrfach.

"Ich bin einfach nur happy", sagte Ines Pohl der Nachrichtenagentur dpa über die Berufung Rüttenauers. Der Umbau der Führungsspitze habe sich abgezeichnet, als der stellvertretende Chefredakteur Reiner Metzger sein Amt zu Jahresbeginn niedergelegt hatte. Daraus habe sich die Möglichkeit ergeben, die "taz"-Spitze grundsätzlich neu zu strukturieren, erläutert Pohl im Hausblog der Zeitung. "In einem komplexen Haus wie der 'taz' spricht viel für ein Doppelpack an der Spitze." Das scheint allerdings nur die offizielle Version zu sein: Aus dem Umfeld der Zeitung ist zu erfahren, dass Pohl vom "taz"-Vorstand nachdrücklich nahegelegt worden sei, ihre Macht zu teilen.

Rüttenauer erklärte zu seiner Beförderung: "Eine selbstbewusste Redaktion wie die der 'taz' zu leiten, ist sicher keine leichte Aufgabe. Ich freue mich trotzdem darauf."

kha/dpa

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