Spitzel-Affäre "taz" will Anzeige gegen Redakteur erstatten

"Eine Spionageaffäre": Nachdem bekannt geworden ist, dass ein "taz"-Mitarbeiter im Verdacht steht, die eigene Redaktion bespitzelt zu haben, will die "taz"-Chefredaktion Strafanzeige erstatten.

"taz"-Haus in Berlin: "Der Schock sitzt tief"
AP

"taz"-Haus in Berlin: "Der Schock sitzt tief"


Hamburg - In der Affäre um die mögliche Bespitzelung der "taz"-Redaktion durch einen Redakteur hat sich die Chefredaktion des Blatts geäußert. In einer auf der "taz"-Homepage veröffentlichten Erklärung kündigen Ines Pohl und Andreas Rüttenauer an, arbeitsrechtliche Schritte gegen den unter Verdacht stehenden Mitarbeiter einzuleiten. Zudem werde eine Strafanzeige gestellt.

Der Mitarbeiter war in der vergangenen Woche dabei beobachtet worden, wie er einen sogenannten Keylogger aus dem USB-Slot eines Redaktionscomputers abzog. Mittels eines Keyloggers lassen sich die Eingaben, die ein Benutzer an seinem Computer macht, so Passwörter, aufzeichnen.

Man habe es mit einer Spionageaffäre zu tun, schreiben die "taz"-Chefs: "Der Schock bei uns allen sitzt tief." Nach Erkenntnissen der EDV-Abteilung seien von der Schnüffelei Ressortleiter ebenso betroffen gewesen wie Redakteure.

sha

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insgesamt 2 Beiträge
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Enkidu 23.02.2015
1. Schön blöd,
die TAZ. Schon vor 20 Jahren wurden in meiner Bank die USB-Schnittstellen samt und sonders platt gemacht. Das ist für einen Systemverwalter, der seinem Gehalt wert ist, ein Klacks.
thomas.b 24.02.2015
2.
Zitat von Enkidudie TAZ. Schon vor 20 Jahren wurden in meiner Bank die USB-Schnittstellen samt und sonders platt gemacht. Das ist für einen Systemverwalter, der seinem Gehalt wert ist, ein Klacks.
Mal abgesehen davon, dass man die Schuld nicht dem Opfer zuschreiben kann: Es wurde aber ein Redakteur inflagranti erwischt, kein Systemverwalter.
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