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Tempelberg: Unesco fordert Ausgrabungs-Stopp von Israel

Im Alleingang treibt Israel in Jerusalem die Ausgrabungen am Tempelberg voran. Jetzt protestiert die Unesco: Die Bauarbeiten müssten gestoppt werden, um stärkere internationale Beteiligung zu ermöglichen.

Jerusalem - Zugleich mache die Unesco in einem Bericht klar, dass die Arbeiten am Tempelberg die heiligen Stätten des Islams dort nicht beschädigten, hieß es in Medienberichten. Der Jerusalemer Bürgermeister Uri Lupolianski hatte nach Protesten in der arabischen Welt den Neubau eines Fußgängerzugangs vorübergehend gestoppt, nicht aber die archäologischen Vorarbeiten.

Bauarbeiten am Tempelberg: Laut Unesco heilige Stätten des Islam nicht beschädigt
DPA

Bauarbeiten am Tempelberg: Laut Unesco heilige Stätten des Islam nicht beschädigt

Die Ausgrabungen hatten unter Muslimen harschen Protest hervorgerufen. Die Gläubigen fürchten, durch die Arbeiten könnte das muslimische Heiligtum auf dem Tempelberg Schaden nehmen. Israel zufolge ist weder der Felsendom noch die Al-Aksa-Moschee durch die Grabungen bedroht, bei denen Kunstschätze geborgen werden, bevor dort ein neuer Fußweg gebaut wird.

In dem Unesco-Bericht heißt es laut "Haaretz", "Yediot Ahronot" und "Jerusalem Post" weiter, Israel hätte vor Beginn der Arbeiten im vergangenen Monat den Rat internationaler Organisationen einholen sollen. Doch gebe es keine Gefahr für die Stabilität des Tempelberges.

Das israelische Außenministerium begrüßte diese Schlussfolgerung des UN-Berichts. Dies widerspreche einigen der hasserfüllten Aussagen, mit denen Extremisten politischen Vorteil ziehen wollten, sagte Außenamtssprecher Mark Regev. Zu den anderen Punkten wollte er sich nicht äußern. Die Unesco in Paris erklärte, der Bericht werde frühestens in einigen Tagen veröffentlicht.

anr/AP/Reuters

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