• Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Toast Hawaii 2.0 Rettung vor dem großen Grillgähnen

Zubereitung: Toast Hawaii 2.0
Fotos
Peter Wagner

2. Teil: Rezept für Toast Hawaii 2.0 (Snack für 4-6 Personen)

Toast Hawaii 2.0

Vorbereitungszeit:

120 Minuten (inkl. der Brotbackzeit)

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Schwierigkeitsgrad: leicht

Zutaten

Weißbrot

750 g Bio-Weizenmehl Type 550

1 Würfel Frischhefe

15 g Salz

Toast Hawaii

300 g Kochschinken (Hinterschinken, z.B. Wacholderschinken) in 5 mm dicke Scheiben geschnitten

1 Stück Baby-Ananas (nicht zu klein)

300 g kräftiger Käse (z.B. Appenzeller) in 5 mm dicke Scheiben geschnitten

150 g Panko (grobes Weizenpaniermehl aus dem Asia-Laden)

1 Stück Ei

1 Liter Erdnussöl

Deko

12 Stück Ananaswürfel, ca. 2x2 cm

12 Stück rote, vollreife Cocktailtomaten

12 Stück möglichst dunkle Knubberkirschen

Zubereitung

Weißbrot

Aus 250 g Mehl, der zerbröckelten Hefe und 150 ml lauwarmem Wasser einen Vorteig anrühren, in Schüssel mit Tuch bedeckt an einem warmen Ort 30 Min. gehen lassen (wer die Zeit hat, kann den Vorteig auch 12 Stunden gehen lassen). 300 ml lauwarmes Wasser zu dem Vorteig geben, Salz und restliches Mehl mit Rührlöffel unterschlagen, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Abgedeckt 30 Min. gehen lassen. Teig in eingefettete Kastenform (mind. 30 cm Länge) füllen und das Brot bei 200 Grad (keine Heißluft) im Backofen ca. 40 Min. fertig backen (Tipp: unter das Brot ein mit heißem Wasser gefülltes Backblech stellen).

Brot noch heiß aus der Kastenform auf Rost stürzen, vollständig erkalten lassen. Alternativ kann auch zugekauftes italienisches Weißbrot (Tramezzini) oder ein anderes feinporiges Weizenbrot benutzt werden, sofern es noch nicht vorgeschnitten ist.

Toast Hawaii

Von dem Kastenbrot die Ränder entfernen und drei Blöcke zu je 6 cm Dicke schneiden, Kruste ringsherum vorsichtig abschneiden . Mit rechteckigem Anrichtring von ca. 4 cm Kantenlänge mittig einen Brotwürfel ausstechen, diesen auf der Brotschneidemaschine in 2 cm dicke Scheiben aufschneiden. Ananas ungeschält ebenfalls auf der Brotschneidemaschine in 5 mm dicke Scheiben aufschneiden. Mit dem Anrichtring aus den Schinken-, Käse-, und Ananas-Scheiben Quadrate ausstechen, evtl. mit scharfem Messer an den Außenkanten nachschneiden.

Nacheinander je 1 Scheibe Brot, Schinken, Ananas und Käse in die Aussparung der Brotblöcke legen, mit 1 Scheibe Brot abschließen. Ergibt 3 Toasts (12 Viertel).

Die Blöcke vorsichtig im aufgeschlagenen Ei und der Panko-Panierung wälzen (evtl. die Brot-Deckel mit Zahnstochern fixieren, die nach dem Frittieren wieder entfernt werden). Im 180 Grad heißen Öl ca. 4 Min. goldbraun frittieren, nach 2 Min. einmal vorsichtig umdrehen. Blöcke fest in drei Lagen Küchenkrepp einschlagen und so gut wie möglich entfetten. Im Backofen bei 90 Grad auf Backrost warm halten, bis alle Blöcke frittiert sind.

Bei dieser Methode wird trotz Krepp recht viel Fett vom Brot aufgesaugt, das nicht degraissiert werden kann. Die etwas leichtere Alternative: Toast-Blöcke in wenig (140 Grad heißer) Butter in beschichteter Pfanne kurz von allen Seiten anbraten - das setzt allerdings einen sehr sicheren Umgang mit der Haltezange voraus.

Deko

Kirschen und Tomaten waschen und in der Reihenfolge Kirsche - Tomate - Ananas (schwarz/rot/gold) auf Holzspieße stecken

Anrichten

Heiße Toastblöcke mit einem elektrischen Küchenmesser diagonal vierteln, in jedes Viertel einen Deko-Spieß stecken, sofort servieren (kann mit der Hand gegessen werden).

Küchen-Klang

Während der Hefeteig geht, ist genug Zeit für die überraschend anti-glamourösen Altersweisheiten von Tom Jones auf der sperrigen CD "Praise And Blame" (Island/Universal) und dem derzeit klügsten und coolsten deutschen Indiepop von Weltrekorder (Handmade/Zebralution). Nach dem Servieren aber soll die Party beginnen - ganz smooth beschallt mit dem noch immer unerreicht eleganten Jazz-Lounge auf "Transatlantic R.P.M." (edel) von Incognito.

Getränketipp

Dazu passen die beiden Sommergetränke des Jahres: entweder ein Drink aus 4 cl Aperol auf Eis, einem Spritzer Zitronensaft und Prosecco - oder ein mit viel Eis auf 4-6 Grad Trinktemperatur abgekühlter Rosé aus Pinot-Noir-Trauben wie der 2009 Sonnenhof Spätburgunder* vom Kaiserstuhl mit seiner fruchtig-jungen Frische, dem bei höherer Trinktemperatur aber die korrigierenden Säuren fehlen würden.


*Bezugsquellen:

2009 Sonnenhof Spätburgunder erhältlich z.B. im Online-Shop von Jacques

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
insgesamt 26 Beiträge
sappelkopp 01.08.2010
...wenn ich grille, dann grille ich. Dann will ich keinen albernen Käseigel und labriges Toast Hawaii. Dann gibt es Steaks und Wurst, also Fleisch. Und wenn ich einlade, dann gähnt keiner.
...wenn ich grille, dann grille ich. Dann will ich keinen albernen Käseigel und labriges Toast Hawaii. Dann gibt es Steaks und Wurst, also Fleisch. Und wenn ich einlade, dann gähnt keiner.
wortgewalt87 01.08.2010
Ich ess gern gut. Aber wenn ich beim Grillen gähne, bin ich von den falschen Leuten umgeben und nicht von den falschen Speisen.
Zitat von sysopgroßen Grillgähnen.
Ich ess gern gut. Aber wenn ich beim Grillen gähne, bin ich von den falschen Leuten umgeben und nicht von den falschen Speisen.
Mockingbird 01.08.2010
Eilmeldung für Herrn Wagner: Man muss nicht erstmal alles alte in den Dreck ziehen, um über neues zu schreiben. Was wirklich das große Gähnen auslöst ist der immer wieder zur Schau gestellte Ekel vor allem, dessen Erfindung [...]
Eilmeldung für Herrn Wagner: Man muss nicht erstmal alles alte in den Dreck ziehen, um über neues zu schreiben. Was wirklich das große Gähnen auslöst ist der immer wieder zur Schau gestellte Ekel vor allem, dessen Erfindung länger zurückliegt als ein halbes Jahr: nichts von dem, was Sie da mit "ist Ihnen schon schlecht?" kommentieren, hat das wirklich verdient (abgesehen davon, dass Sie erst über das viele böse Fett nölen und dann ein Gericht zum Frittieren vorschlagen, das sonst nicht frittiert wird?)... und die Lächerlichkeit, nach Schema zu handeln (Nachkriegsgeneration = fettreiches Essen), bekommen Sie auch selbst ganz gut hin -- durch das sinnlose Gelieren von allem, was Ihnen in die Finger kommt. Wie völlig weltfremd Sie sind, zeigt sich übrigens auch daran, dass Sie Aperol wirklich für ein Sommergetränk des Jahres halten -- und nicht für etwas, das diesen Sommer nur schwer beworben wird. Vielleicht sollten Sie mal auf eine anständige Grillparty gehen, bevor der Herbst hereinbricht und Sie uns das nächste Kürbisgelee nahebringen müssen, hm? Und hallo, Redaktion: Ihr kleiner Gelierteufel findet Retrobuffets schrecklich. Der Aufreißer passt nicht.
lceilers 01.08.2010
Der Hobbykoch schaffts mal wieder, die Zutatenliste für ein einfaches Gericht von 4-5 auf 12 Positionen aufzublasen. Demnächst muss ich mir den Kram im Netz bestellen (wie heißt noch gleich sein Lieblingsshop), wenn ich Toast [...]
Der Hobbykoch schaffts mal wieder, die Zutatenliste für ein einfaches Gericht von 4-5 auf 12 Positionen aufzublasen. Demnächst muss ich mir den Kram im Netz bestellen (wie heißt noch gleich sein Lieblingsshop), wenn ich Toast Hawaii machen will. Diese Kolumne ist so banane, da hilft auch keine Ananas.
fatalismo 01.08.2010
Den Autor dieses absonderlichen, aber wenigstens launigen Beitrags sollte man in zwölf Viertel teilen und sehenden Auges eiskalt servieren. Natürlich als Appetizer - satt wird man hinterher noch am Grill... Sehr, sehr jung [...]
Zitat von wortgewalt87Ich ess gern gut. Aber wenn ich beim Grillen gähne, bin ich von den falschen Leuten umgeben und nicht von den falschen Speisen.
Den Autor dieses absonderlichen, aber wenigstens launigen Beitrags sollte man in zwölf Viertel teilen und sehenden Auges eiskalt servieren. Natürlich als Appetizer - satt wird man hinterher noch am Grill... Sehr, sehr jung muss er sein, der Autor. Und die falschen Romane liest er auch. Hätte er sich wenigstens mal an einem Johannes Mario Simmel vergriffen, wüsste er, dass die Leute in den Fünfzigern, Sechzigern nicht allesamt Gourmands waren. Ausgerechnet von einem Eleven der Ketchup-Fraßkultur sollen wir uns sagen lassen, dass wir 'Tutti-Frutti' aus den soeben erfundenen Obstkonserven zusammengestoppelt haben und nicht etwa aus dem, was uns ein schöner Sommer in den Garten hinterm Haus gezaubert hat? Übrigens hat er uns auch den im Titel versprochenen 'Kullerpfirsich' vorenthalten. Keine gastronomische, aber eine journalistische Todsünde. Mit Büchsenobst zogen Briten und Franzosen schon 1853 in den Krimkrieg. Allerdings war in den Büchsen noch richtiges Obst. Wenn ich heute eine einschlägige Dose aufmache, weiß ich nicht so so recht, was ich mehr bewundern soll: Die Chuzpe, mir den Inhalt als Mirabellen zu verkaufen, die wie Ananas schmecken, oder die bodenlose Gemeinheit, mir als Apfelmus zu verkaufen, was 'Food-Designer' der nächstgelegenen Marmeladenfabrik mit den Abfällen ihrer vielfältigen Produktion machen, die wir einst so achtlos wie nachhaltig auf den Kompost geschmissen haben. Ein 'Kullerpfirsich' übrigens ist, wenn er gelingt, ein Gesamtkunstwerk - seine Bezeichnung rührt daher, dass bei lebendigem Leib gehäutete Pfirsiche in einer Melange aus Kognak, weißem Wein und letztlich Sekt als Aufguss zu einer Eigendrehung veranlasst werden. Mühelos darf man daraus schließen, dass Pfirsiche insgeheim kleine Säufer sind... Übrigens: Der Autor muss ein sehr glücklicher Mensch sein. Er kennt noch einen 'Metzger', der ihm den Metzger-Schinken liefert. Kennen Sie auch einen?
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Kultur
alles aus der Rubrik Gesellschaft
alles zum Thema KulturSPIEGEL-Tageskarte

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Zum Autor
Foto: Gunter Glücklich
Der in Hamburg lebende Autor Peter Wagner, Jahrgang 1960, kocht länger, als er für Geld schreibt: Seit seinem 16. Lebensjahr ist das Schnibbeln, Simmern und Sautieren sein liebstes Hobby. Als furchtloser Esser mag der hauptberufliche Musikkritiker im Grunde alles, solange es mit Liebe und Verstand aus frischen Zutaten gekocht wird. Weitere Wagner-Rezepte finden Sie auf seiner Männerkochseite www.kochmonster.de

Facebook





TOP



TOP