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Wallander-Autor: Henning Mankell schreibt über sein Krebsleiden

Wallander-Autor Mankell: "Ein Leiden, das viele Menschen betrifft" Fotos
DPA

Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell hat seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. In einer Zeitungskolumne will er über seinen Kampf gegen das Leiden schreiben - "aus der Perspektive des Lebens, nicht aus der des Todes".

Hamburg/Göteborg - Der offensive Umgang mit der Krankheit ist bemerkenswert. Henning Mankell will in einer Kolumne öffentlich den Kampf gegen sein Krebsleiden dokumentieren. Es gehe um ein Leiden, das viele Menschen betrifft, schreibt Mankell in einem Beitrag für die schwedische Tageszeitung "Göteborgs Posten". Dort erklärt er auch seine Intention: Er wolle aus der Perspektive des Lebens schreiben - nicht aus der des Todes.

Mankell berichtet, er sei zu einem Orthopäden nach Stockholm gefahren, weil er dachte, er habe einen Bandscheibenvorfall. Stattdessen sei ihm ein ernstes Krebsleiden diagnostiziert worden. Mit diesem Wissen reiste er zurück nach Göteborg. "Ich habe keine genauen Erinnerungen an die Heimfahrt mit Ausnahme der Dankbarkeit, die ich für Eva Bergmann empfinde, meine Frau, die bei mir war," schreibt der 65-Jährige.

Den Schriftsteller und Theaterregisseur Henning Mankell schätzen Krimifans weltweit vor allem wegen seiner Romanreihe um den Kommissar Kurt Wallander. Wegen seines politischen Engagements - etwa gegen das Apartheid-Regime oder für Frauen in Afrika - wird der Autor auch häufig als "Schwedens Gewissen" bezeichnet.

Wie Mankell haben zuletzt andere Künstler ihren Kampf gegen die Krankheit in der Öffentlichkeit thematisiert. Im November 2013 hatte der Regisseur Helmut Dietl in einem "Zeit"-Interview publik gemacht, dass er an Lungenkrebs leidet. Vor ihm hatte bereits Christoph Schlingensief seine Krebskrankheit öffentlich thematisiert.

Ein vielbeachtetes Blog über sein Leiden an einem Gehirntumor führte der Berliner Schriftsteller Wolfgang Herrndorf - mittlerweile wurde der Text unter dem Titel "Arbeit und Struktur" in Buchform veröffentlicht.

bos

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Gut so
erich21 29.01.2014
Ich befinde mich seit beinahe drei Jahren im Widerstand, habe zwei Bauch OPs, eine Hirn OP, mehrere Chemotherapien hinter mir und lebe mmer noch nach vorn, laufe in der Woche gut 12 Stunden im Wald, fahre Rad, gehe einer geregelten Taetigkeit nach, habe sortiert, was mir im Leben wichtig ist und wer mir wirklich nahe steht. Fuer jeden Schritt dabei bin ich Gott dankbar, der mir Kraft zuwachsen laesst und Menschen schickt. Sachen wie sekundaerer Krankheitsgewinn halte ich fuer Quatsch, Aber das Leben bekommt eine andere, intensivere Qualitaet. auch im Streit! Ich wuensch Mankell alles Gute und die Kraft und Zufriedenheit, die man braucht.
2.
Ruhrgirl 29.01.2014
Zitat von sysopDPADer schwedische Schriftsteller Henning Mankell hat seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. In einer Zeitungskolumne will er über seinen Kampf gegen das Leiden schreiben - "aus der Perspektive des Lebens, nicht aus der des Todes". http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/wallander-autor-mankell-schreibt-ueber-sein-krebsleiden-a-946114.html
Ich bin geschockt und wünsche Herrn Mankell viel Kraft. Krya pa dig!
3. Die Erfahrung
iketchup 29.01.2014
Zitat von erich21Ich befinde mich seit beinahe drei Jahren im Widerstand, habe zwei Bauch OPs, eine Hirn OP, mehrere Chemotherapien hinter mir und lebe mmer noch nach vorn, laufe in der Woche gut 12 Stunden im Wald, fahre Rad, gehe einer geregelten Taetigkeit nach, habe sortiert, was mir im Leben wichtig ist und wer mir wirklich nahe steht. Fuer jeden Schritt dabei bin ich Gott dankbar, der mir Kraft zuwachsen laesst und Menschen schickt. Sachen wie sekundaerer Krankheitsgewinn halte ich fuer Quatsch, Aber das Leben bekommt eine andere, intensivere Qualitaet. auch im Streit! Ich wuensch Mankell alles Gute und die Kraft und Zufriedenheit, die man braucht.
macht man als Person leider oft erst dann, wenn so eine persönliche Situation eintritt. Auch ich wünsche Herrn Mankell alles Gute und viel Kraft.
4. nicht jeder
tinosaurus 29.01.2014
kann so offen mit einer lebensgefährlichen Erkrankung umgehen. Das muss auch jeder für sich entscheiden. Offen oder heimlich - letztendlich kommt der Tod für jeden unausweichlich.
5. Henning
skynet77 29.01.2014
du mußt kämpfen.Deine Wallander Geschichten sind phänomenal.Leider erwischt es immer die falschen mit schweren Krankheiten.Lieber Henning Mankell,du mußt kämpfen,nur dann kannst du es schaffen.Viel Viel Glück...
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