Werbe-Gesicht Christel Peters ist tot

Als resolute "Mutter aller Schnäppchen" wurde sie mit 88 Jahren zur Kultfigur in einem TV-Spot. Zuletzt war sie in Kinofilmen wie "Sommer vorm Balkon" oder "Jetzt oder nie" zu sehen. Nun ist die Schauspielerin Christel Peters mit 93 Jahren gestorben.


Halle - "Und komm mir ja nicht ohne Tiefpreise nach Hause": In ganz Deutschland wurde Christel Peters als strenge Großmutter bekannt, die für Fernseher, Waschmaschinen und DVDs warb. Fortan galt sie als "Mutter aller Schnäppchen", die ihren Sohn zum "billigen" Leben erzog.

Christel Peters: Bekannte Theater- und Filmschauspielerin
ddp

Christel Peters: Bekannte Theater- und Filmschauspielerin

Im Alter von 93 Jahren ist Christel Peters jetzt in Brandenburg gestorben, berichtet die Sendung "MDR aktuell" unter Berufung auf ihren Sohn. Die Werbespot-Rolle für eine Elektronikmarktkette brachte ihr ungeahnte Popularität. Fremde grüßten die zweifache Ururgroßmutter auf der Straße, oft lobten sie Peters auch. "Viele wollen mich sogar streicheln", erzählte sie der Berliner Zeitung einmal.

Als Kind einer Wanderschauspielfamilie stand Peters schon mit vier Jahren auf der Bühne. Am 15. Januar 1916 in Swinemünde geboren, feierte sie später in der DDR große Erfolge.

Vor ihrer berühmten Rolle in der Werbung hatte sie schon etliche Jahrzehnte als Schauspielerin im Theater und im Film gearbeitet. Kinogänger kennen Peters auch aus Donna-Leon-Verfilmungen, wo sie die Mutter des Kommissars Brunetti spielte oder als eine der drei Bankräuberinnen aus dem Film "Jetzt oder nie". Ob Oma, Tante oder Nachbarin - Peters bestach in Streifen wie "Sommer vorm Balkon" oder Serien wie "Salto Kommunale" und "Polizeiruf 110". Ihre Biografie trägt den Namen "Jetzt wird aber Dampf gemacht!".

kgp/ddp/AP



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